Wie stellt ein Arzt Rheuma fest und welche Untersuchung werden gemacht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo! Die Rheumadiagnostik ist leider immer noch kompliziert. Es gibt ja auch viele verschiedene Formen von Rheuma.

Zwar gibt es spezielle "Rheumawerte" im Blut, diese sind aber teilweise ziemlich unsicher.

Heilen lässt sich Rheuma auch nicht, aber wenn man Glück hat kann man durch gute Therapie zumindest einen Stillstand erreichen.

Ich habe dazu folgende Infos gefunden:

Rheuma ist oft schwierig zu diagnostizieren. Die Krankheit beginnt bei vielen Betroffenen schleichend, und der Arzt muss viele Faktoren berücksichtigen, bevor er sicher sein kann, das auch tatsächlich eine Rheumatoide Arthritis vorliegt.

Der Rheumafaktor galt in den letzten Jahrzehnten als einer der beweiskräftigsten Laborwerte für die Rheumatoide Arthritis. Allerdings lässt er sich nur bei 70 bis 80 Prozent der Erkrankten nachweisen. Mediziner unterscheiden daher eine seropositive Rheumatoide Arthritis (Rheumafaktor nachweisbar) und eine seronegative Form (Rheumafaktor nicht nachweisbar). Der Rheumafaktor findet sich zudem bei einem kleinen Anteil der gesunden Menschen sowie bei vielen anderen Erkrankungen. Das heißt: Menschen können den Rheumafaktor im Blut haben, ohne dass sie jemals an Rheuma erkranken.

Insgesamt ist der Rheumafaktor also ein ziemlich unzuverlässiger Kandidat, um unklare Beschwerden dem Krankheitsbild Rheumatoide Arthritis zuzuordnen.

Andere Entzündungszeichen im Blut sind noch unspezifischer, beispielsweise ein erhöhtes C-reaktives Protein (CRP), eine stark erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) oder das Absinken des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin (Hb). Solche Werte richtig zu interpretieren, erfordert große Erfahrung auf dem Gebiet der Rheumatologie.

Schnellere Erstdiagnostik

Mehr Sicherheit in der Rheuma-Diagnostik bringt die Bestimmung von Antikörpern gegen Citrullin (CCP-Antikörper). Sie reagieren viel spezifischer auf die Entzündungsprozesse, die zur Ausbildung einer Rheumatoiden Arthritis führen. Citrullin ist eine Aminosäure, die im Körper selten, dagegen aber in größerer Menge im Gerinnungsstoff Fibrin vorkommt. Fibrin wird nicht nur bei der Blutgerinnung, sondern auch bei Entzündungen in Gelenken freigesetzt. Wo Citrullin-Antikörper andocken, muss auch eine Entzündung sein, so die Theorie.

Ein großer Vorteil der CCP-Antikörper ist, dass sie schon sehr früh im Krankheitsverlauf der Rheumatoiden Arthritis nachweisbar sind. Damit lässt sich die Diagnose rechtzeitig absichern und frühzeitig eine Therapie starten.

Um eine genaue Diagnose stellen zu können, ordnet der Arzt außerdem weitere Blutuntersuchungen an. Bei mehreren Erkrankungen, die entweder als Rheuma bezeichnet werden oder ähnliche Symptome aufweisen, finden sich Autoimmun-Antikörper (Auto-Antikörper) im Blut. Dies sind Abwehrstoffe (Antikörper = Immunglobuline) wie zum Beispiel ANCA, die sich gegen körpereigene Strukturen richten.

Prognose abschätzen

Um schon zu Beginn der Rheuma-Erkrankung Vorhersagen über den wahrscheinlichen Verlauf machen zu können, berücksichtigt der Arzt bei der Erstdiagnostik sowohl den Rheumafaktor als auch Antikörper gegen CCP.

Ist der Rheumafaktor in einer hohen Konzentration nachweisbar und fällt zusätzlich der CCP-Antkörper positiv aus, geht der Arzt von einem schwereren Krankheitsverlauf aus. Um den Entzündungsprozess trotzdem aufzuhalten, ist in solchen Fällen von Beginn an eine besonders intensive Behandlung empfehlenswert.

Schübe rechtzeitig erkennen

Kontrolluntersuchungen sind wichtig – nicht nur zu Beginn der Rheumatoiden Arthritis. Im besten Fall ruht die Krankheit (Remission); vollständig heilen lässt sie sich aber nicht. Deshalb muss im Verlauf der Rheumatoiden Arthritis immer wieder nachuntersucht werden, um ein Wiederaufflammen der Entzündung rechtzeitig zu entdecken

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Rheuma/Diagnose/Rheumadiagnostik-Neue-Methoden-5731.html

Viele Grüße!

Zunächst: die meisten Erkrankungen die unter dem Oberbegriff Rheuma laufen sind chronische Erkrankungen, also nicht heilbar - auch nicht mit Wasser ;-)

M.W. ist die Diagnose mitunter recht schwierig. Zunächst muss man mal einen guten Rheumatologen finden und dann auch noch einen Termin bekommen! Ein Hausarzt, der frühzeitig überweist ist auch hilfreich...

Der Rheumatologe wird viele Fragen stellen und die Gelenke abtasten. Die Blutwerte leifern zusätzliche Informationen, die aber nur begrenzt eine finale Diagnose zulassen, darum werden oft noch zusätzliche Untersuchungen verordnet oder durchgeführt: Ultraschall der Gelenke oder MRT Untersuchungen. Eine Alternative ist das oben erwähnte Xiralite Verfahren, dass bei mir durchgeführt wurde - ich hatte Glück und habe einen Rheumatologen, der diese innovative Technologie schon einsetzt.

Die Untersuchung konnte direkt in der Praxis vorgenommen werden und ich fand das ganz spannend, da ich direkt zusehen konnte, wie meine Entzündungen leuchten.

Ich habe seit Jahren versucht eine Diagnose zu bekommen, die zu einer Therapie führt, die mir hilft - das ist mit dem Rheumascan endlich gelungen.

Ja, ich musste die Untersuchung selber zahlen, aber das tue ich bei meinen Zähnen auch und meine Schmerzen sind seit der Behandlung deutlich besser geworden.

Ich kann nur jedem Rheumakranken empfhelen nach einem entsprechenden Rheumatologen mit diesem Gerät zu suchen!

Hoffe meine Antwort beantwortet die Frage!

Gruß

Ich habe seit einiger Zeit Schmerzen in den Händen, aber wollte nicht geröngt werden. Deshalb habe ich mich umgeschaut bis ich auf Xiralite gestoßen bin. Bin begeistert, weil die Untersuchung beim Arzt ging super schnell - strahlung- und schmerzfrei war sie auch noch dazu! Hier ist deren Seite

http://xiralite.com

Was kostet das Xiralite-Verfahren? Zahlt meine Krankenkasse die Untersuchung?

Die Kostenübernahme für die Xiralite-Untersuchung wird von den Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt:

Die private Krankenversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für die Xiralite-Untersuchung.

Die gesetzliche Krankenversicherung ist noch zurückhaltender hinsichtlich der Erstattung von neuen, innovativen Untersuchungsverfahren: Die Untersuchungskosten werden in der Regel leider nicht erstattet. Es gibt allerdings Einzelfälle, bei denen dies möglich ist. Sollte eine Kostenerstattung über ihre gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich sein, so ist der Arzt in der Abrechnung an die Vorgaben der Gebührenordnung für Ärzte gebunden.

!Bitte sprechen Sie vor der Xiralite-Untersuchung mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich genau erklären, ob eine Kostenerstattung über die Krankenkasse möglich ist und/oder welche Kosten auf Sie zukommen könnten!

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