Wie soll ich mit der Angst vor meiner Freundin umgehen?

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5 Antworten

Dir ist ja klar, dass deine Angst irrational ist, also mit Denken gar
nichts zu tun hat. Es ist sicher nicht deine Freundin selbst, vor der
du dich da fürchtest.

Angst löst nur meine Freundin aus.
In allen möglichen Situationen. Wenn sie sich schnell oder plötzlich bewegt, ausholende Bewegungen macht oder nach mir greift.

Duhast im Laufe deines Lebens da eine Erwartungshaltung entwickelt. Das
läuft ganz und gar unbewusst als eine "Wenn-Dann-Schleife" ab.

Kann es sein, dass sie jemand aus deiner Vergangenheit ähnlich sieht,
vielleicht auch nur von der Statur her, der Stimme oder der Wortwahl?
Dann verwechselst du sie mit jemand, und das führt zu deiner "Erwartung
von Gewalt" Hier  Beispiele:

Eine Kollegin sieht von hinten genau aus wie mein Vater, und sie hat einen ähnlichn Humor wie er. Wenn ich ihre Stimme höre, bin ich auch nach Jahren immer wieder einmal irritiert, weil sie ja keinen Brummelbass hat. Eine andere Kollegin sah meiner Schwägerin zum verwechseln ähnlich und ich musste eine ganze Weile immer aufpassen, dass ich sie nicht mit dem falschen Namen ansprach.

Als wir klein waren, waren wir wie alle Kinder neugierig, alles muss man anfassen, erforschen und am besten noch ablecken. Das lief dann regelmäßig so ab: Nein - die Blumenvase nicht anfassen. Einen Moment später - nicht die Blumenvase! Aber man kann es ja nicht lassen - Hüstel, Hüstel - ich habe gesagt, du sollst die Blumenvase nicht anfassen, jetzt komm da mal weg...! Langte man nun noch einmal hin, gab es was hinten vor. 

Jahre später will ich im Büro einen Ordner aus dem Schrank nehmen und hinter mir räuspert sich jemand. Erschrocken fahre ich zusammen und mir schießt durch den Kopf:  aber ich wollte doch nur...  darf ich das nicht...? und habe völlig grundlos ein schlechtes Gewissen. Völlig unlogisch nicht war? Und das passiert mir im Bus, beim Einkaufen... wo immer sich jemand hinter mir räuspert, während ich gerade nach irgend etwas die Hand ausstrecke.

Gegen so ein irrationale Verwechseln helfen keine Tranquiliser. Die sind da
sogar kontraproduktiv, weil man damit im Blut ja noch weniger rational
denken kann. Mit der Freundin oder sonst jemandem drüber lange zu
diskutieren hilft dir nicht weiter, weil niemand außer dir einen
Schalten in deinem Kopf finden und azßer Funktion setzen kann.

Du solltest ihr aber schon sgen, dass du manchmal eben so komische
Reaktionen hast, gegen du im Moment noch nicht ankommst. So etwas sollte in der Beziehung schon auf den Tisch. WEnn du dann mal komisch
zusammenzuckst, hat sie schon eine Idee, dass in deinem Kopf gerade so
etwas wie ein de javue abläuft, die Reaktion nichts mit ihr zu tun hat.

Richtig helfen wird dir da ein genaues Hinsehen, Analysieren und Reflektieren.  Man kann diese "Wenn-Dann-Schleifen" auch wieder aus seinem Kopf  eliminieren, wenn man den Mechanismus erst einmal durchschaut hat. Dann erst kann man an der Stelle bewusst eine positive "Wenn-Dann-Schleife" aufbauen.

Angst, gleich ob begründet oder nicht ist in einer Beziehung immer negativ. Du hast eigentlich vor ihr keine Angst, sondern deine verletzten Gefühle aus der vorhergehenden Beziehung signalisieren dir, es könnte wieder geschehen.

Das wird aber in manchen Beziehung so sein, bis du deine Ängste aufgearbeitet hast. Medikamente sind da wenig sinnvoll, du solltest eine erneute Therapie machen und Strategien lernen, wie man mit seinen Ängsten umgehen kann und wie man sie umgehen kann.

Nicht deine Freundin ist das Problem, das Problem ist in dir und du musst Wege finden es zu lösen. Das kann dir keiner abnehmen, da musst du durch oder du löst die Beziehung!


Unklar ist aus Deiner Frage, ob Du an Angststörungen im Allgemeinen leidest? Tranquilizer Psychopharmaka einzunehmen ist mit einer Reihe von Risiken verbunden. Hast Du nur vor Deiner Freundin Angst oder auch vor anderen Menschen? Welche Situationen lösen die Angst? Geht es hier um Angst der körperlichen Nähe? Liegen traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit vor? Ohne dies alles zu klären ist eine vernünftige Antwort nicht möglich.

Himmelsengel 14.06.2016, 15:29

Ich hatte einen gewalttätigen Ex.
War nach dieser Beziehung in Therapie.
Nein, es liegen eigentlich keine Angststörungen vor. Und ich bin generell kein Mensch der schnell erschrickt oder Angst bekommt.
Angst löst nur meine Freundin aus.
In allen möglichen Situationen. Wenn sie sich schnell oder plötzlich bewegt, ausholende Bewegungen macht oder nach mir greift.

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AliceF 14.06.2016, 15:42
@Himmelsengel

Womöglich konnten in der Therapie die Gewalterfahrungen nicht (vollständig) bearbeitet werden, oder wurden gar dadurch hervorgeholt (Retraumatisierung). Das kann ich so nicht beurteilen. Ebenso kann ich nicht beurteilen, ob Deine Freundin gut für Dich ist, ob gegenseitiges Vertrauen wirklich da ist. Und, ob Du es erwidern kannst, denn nach Gewalterfahrungen ist es oft eine enorm schwere Aufgabe. Die Nähe ist umso schwerer.
Sollte die Angst hier überwiegen und DIch belasten ist die Abklärung durch Psychotherapeuten Deines Vertrauens und ggf. eine spezielle Therapie, je nach dem welche Störung vorliegt nöttig.

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Es gibt sehr verschiedene Zwangsvorstellungen und Phobien, da kannst Du allein nichts gegen machen, Du brauchst professionelle Hilfe.

Du musst dringend in die Behandlung eines Psychotherapeuten. Sprich mit Deinem Hausarzt, er wird Dich entsprechend weiterleiten. Alles Gute

Um Gottes Willen, das klingt wirklich paranoid. Lass dir helfen. Da kann sie schließlich nichts dafür.

Himmelsengel 20.06.2016, 22:32

Na Danke!
Ich suche ja gerade Hilfe du Genie!

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