Wie schnell reisst die Achillessehne?

2 Antworten

Wenn die reisst, dann geschieht das innerhalb von Millisekunden.

Die größte Gefahr für den Riss entsteht bei einem untrainierten Menschen.

Er war in der Jugend womöglich ein guter Sportler. Dann hat er die Ausbildung und er hat Karriere gemacht, beruflich und privat. Da war so gut wie nie Zeit für Sport, Beruf und Familie waren viel wichtiger.

Jahre später stellt ein Arzt fest, dass er z. B. zur Diabtes neigt und empfiehlt ihm, sich sportlich zu betätigen und weniger Kohlenhydrate zu essen. Da erinnert er sich an seine Jugend, wo er noch sehr gerne und gut Volleyball spielte, die alte Lust dafür steigt wieder auf.

Also sucht er sich eine Senioren-Freizeit-Volleyballtruppe und spielt wieder Volleyball. Im Kopf sind wir ja alle viel jünger als es der Body so hergibt, daher meint er dann sofort wieder voll mitmischen zu können, grad so wie früher. Nicht selten ist es direkt zu Beginn des zweiten Sportlerfrühlings, wenn dann die Sehne beim Block am Netz, reißt.

Was ist passiert? Das Sehnengewebe hat sich analog zum dazugehörenden Muskelgewebe über all die sportbefreiten Jahre soweit abgebaut, das es einer besonderen Belastung nicht mehr gewachsen ist. Keimt dann, wie im o. g. Beispiel, der jugendliche Ehrgeiz auf, dann ist sowohl die Muskulatur, als auch die entsprechende Sehne ganz schnell überlastet. Erschwerend, - im wahrsten Sinne des Wortes -, kommt hinzu, dass der Körper im Laufe der weiteren Jahre einen gewissen Hang zum Breitenwachtum entwickelt hat. Die morphologische Veränderung des Körpers geht meist sehr langsam vonstatten, sodass man es nur beim Neukauf von Klamotten mal nebenbei bemerkt, dass man nicht mehr die Hosengröße 94 braucht sondern die 50 benötigt.

Das ist so ein Beispiel für die typische Karriere des Achillessehnenrisses, wie wir sie in der Praxis immer wieder gerne erlebt haben. Und die meisten Patienten waren ganz verwundert, "ch bin doch nur am Netz hochgesprungen, habe nichts besonderes gemacht". Tja, wer findet den Fehler?

Der Mensch im o. g. Beispiel hätte besser ganz unten wieder angefangen. Er hätte erst mal wieder das "Laufen" lernen müssen. All die an der Bewegung beteiligten Strukturen wie Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenkkapseln, usw. müssen ganz langsam an die erhöhte Belasung herangeführt werden. Die Belastbarkeit hätte ganz langsam durch entsprechendes Training aufgebaut werden müssen. Dann erst hätte er sich zu der Volleyballtruppe gesellen dürfen. Dies gilt natürlich genauso für alle anderen Sportarten. LG

Die Geschichte ist gut, aber trifft hier leider ganz und gar nicht zu :-D bis auf das kurze hochspringen...

Gut trainiert ist er und hat sein leben lang Sport (Leistungssport!?) gemacht... daran kann es also nicht liegen...

0
@Hans12345

Ja gut, man kann eine Sehne natürlich auch übertrainieren, es hat halt alles seine Grenzen, frag mal die Hochspringer der Leichtathletik, oder Handballer, von denen hatten wir einige in der Praxis.

Der o. g. "Fall" war natürlich nur ein Beispiel von vielen möglichen Varianten, aber es ist die meistbenutzte Variante.

Übrigens, die Sehne reißt nicht nur blitzschnell, sondern auch lautstark. Meistens hören die Betroffenen einen Knall wie mit einer Peitsche, - aber dies nur am Rande, falls es interessiert ;-)) LG

0

Hi

Also damit die Achillesehne reißt benötigt es wirklich sehr viel Kraft die entgegenwirkt und dass das passiert ist bei normalen Joggen sehr unwahrscheinlich ebenso brauchst du dir beim Krafttraining keinen Sorgen machen. Die Achillessehne ist eine sehr dicke Sehne und beim Laufen brauchst du dir keine Sorgen machen. Handball ist ein extem Sport mit viel Körperkontakt bei dem man sich sehr oft und schnell verletzten kann, aber mit diesen Risiko muss man leben wenn man Handball spielt.

LG

Mit Joggen anfangen - Vorher vom Arzt durchchecken lassen?

Hallo!

Ich fange nun endlich wieder an Sport zu treiben. Ich bin 25 Jahre und männlich. Mit 17 habe ich ca. 2,5 Jahre durchgehend Sport getrieben (Ausdauer + Kraft). Dann einige Zeit gar nichts und seit ca. 1,5 Jahren sehr unregelmäßig hin und wieder mal. Aber ich denke das kann man nicht zählen, es war mal 2-3 mal im Studio dann Wochen / Monate garnichts.

Nun will ich anfangen zu joggen und Krafttraining im Studio machen. Ich war heute das erste mal joggen. Zu meinem entsetzen war ich nach ca. 5min total fertig. Mein Puls war nach kürzester Zeit bei 170 und schwankte dann bsi 165-185. Ich bin 5min gejoggt, dann weiter normal gelaufen weil mir die Puste aus war. Das hatte ich früher nach 30-45min joggen.

Danach habe ich noch 10min abwechselnd joggen und laufen geschafft aber war ziemlich fertig.

Ist das einfach nur die fehlende Kondition? Oder sollte ich mal zum Azrt bevor ich weiter mache?

Man sollte vielleicht dazu sagen, dass ich vor ca. 4 Jahren kardiologisch komplett durchgecheckt wurde. (Belastungs-EKG / Langzeit-EKG / Herz-Echo) wo aber nichts besodneres festgestellt wurde, also angeborene Herzfehler oder ähnliches werde ich nicht haben denke ich.

Kann man denn beim Hausarzt einfach einen Check-Up machen wenn man wieder mit dem Sport anfängt oder gibt's sowas nur für Profi-Sportler die sowas vorlegen müssen?

Oder soll ich einfach weiter laufen und mir keine Sorgen machen?

Danke für eure Tipps!

...zur Frage

Schmerzen Fußgelenk

Hallo,

ich hatte bereits vor einem Jahr im Zeitraum von ungefähr zwei Monaten immer wieder Schwierigkeiten mit meinem linken Fuss.

Angefangen hatte es mit total plötzlich auftretenden, stechenden Schmerzen am hinteren Knöchel, welcher mich spontan an die Achillessehne denken ließ. Treppen steigen war kaum noch möglich, aber es war nichts geschwollen oder druckempfindlich. Diese Schmerzen waren mal leichter mal stärker, besonders stark beim Kupplung treten im Auto, sowie bei Drehungen/verdrehten Aufsetzen des Fusses.

Nachdem ich fast nur mit hohen Absätzen unterwegs bin und der Schmerz das erste Mal auftrat, nachdem ich zwei drei Tage fast nur ohne Schuhe unterwegs war, war für mich die Achillessehne naheliegend.

Ein Besuch beim Orthopäden brachte überhaupt nichts, Achillessehne wurde per Ultraschall untersucht, kein Befund, MRT kein Befund. "Ich solle halt weniger Sport machen". Ich mache zwischen drei und fünf Mal die Woche jeweils ca. 1 Stunde BBP, PowerWorkout oder leichtes Krafttraining - das finde ich jetzt nicht so wahnsinnig viel Sport.

Der Orthopäde meinte jedenfalls, er findet nichts, alles in Ordnung, er wüsste nicht, was das sein soll.

Jedenfalls war jetzt ungefähr 11 Monate Ruhe (ging von selber weg), aber Samstag abend ging es wieder los. Ich bin zwar Samstag wieder viel gestanden (ohne Schuhe zu Hause in der Küche), aber das ist nicht so ungewöhnlich.

Ich habe kein Problem wenn ich schnurgerade gerade aus laufe; wenn ich aufgewärmt bin im Sport habe ich auch keine Schmerzen. Aber das Aufstehen aus dem Sitzen, alles, wobei ich den Fuß nicht geradeaus setzen kann sondern verdeht auftrete, das Kuppeln im Auto macht Schmerzen im Fuß hinten neben/unter dem Knöchel außen.

Wenn ich allerdings mit dem betroffenen Fuß absichtlich nur auf der linken Außenkante laufe, dann habe ich keinen Schmerz. Äußerlich ist nichts erkennbar und auch nichts druckempfindlich.

Hat irgendjemand eine Ahnung, was das sein könnte?

Danke für Antworten.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?