Wie schmerzhaft ist eine Gewebeentnahme an der Brust?

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Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeits-Stanze unter Ultraschallansicht)

Die Stanzbiopsie erfolgt zur Abklärung von tastbaren Verhärtungen oder in der Sonografie gut sichtbaren Veränderungen. Sie ist insbesondere bei größeren Tastbefunden und/oder erwarteter Gutartigkeit der Tastbefunde das Mittel der Wahl.

Bei diesem Verfahren wird (meist) unter Ultraschallansicht eine 1,6 Millimeter dicke Stanznadel mit hoher Geschwindigkeit in den Tumor „geschossen" um eine Gewebeprobe (größere Zellverbände) zu entnehmen. Dabei wird eine Führungshülse benutzt, über die dann mehrere (mindestens drei) Gewebszylinder (je ca. 1,6 cm lang) für die mikroskopische Untersuchung entnommen werden. Auf Grund der hohen Geschwindigkeit der Stanze entsteht bei der Probenentnahme selbst kein Schmerz, es ist lediglich ein kleiner Hautschnitt unter örtlicher Betäubung notwendig.

Feinnadelpunktion (Feinnadelbiopsie, FNB, Mammapunktion)

Die Mammapunktion dient zur Diagnose eines auffälligen Tast- oder Ultraschallbefundes der Brust (Mamma). Mit Hilfe einer Spezialspritze und einer hauchdünnen Kanüle (0,5mm) werden Zellen mit Unterdruck aus dem verdächtigen Gewebe bzw. Knoten entnommen. Die Punktion wird ohne örtliche Betäubung durchgeführt und ist nicht schmerzhafter als eine Blutentnahme. Sie erfolgt „freihändig", ohne Unterstützung von Ultraschallbild oder Röntgenbild. Die entnommenen Zellen werden angefärbt und von einem Pathologen untersucht. Das Ergebnis liegt oft noch am selben Tag vor. Im günstigsten Fall handelt es sich um eine Zyste, ein Fibroadenom oder vergrößertes Drüsengewebe. Zu falsch negativen Ergebnissen kommt es, wenn am verdächtigen Gewebe vorbeigestochen wurde. Bei einem bösartigen Befund ist das Ergebnis hingegen immer aussagekräftig.

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_operative-eingriffe-biopsie-der-brust_536.html

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