Wie schlimm ist ein Abort in der 9SSW zu verkraften?

4 Antworten

Ich habe mein Kind in der 8. SSW verloren. Die Angst, ob das Kind noch lebt oder nicht mehr, war schon schlimm. Aber mein Mann hat mich immer wieder daran erinnert, daß der Herr Jesus Christus auch der Herr über Leben und Tod ist - und daß er keine Fehler macht. DAran habe ich mich daran festgehalten und es hat mir Trost gegeben. Ob Deine Bekannte diesen Trost hat, weiß ich nicht.

Eine andere Sache aber ist der plötzliche Östrogenabfall, ein richtiger Absturz durch die unnormale Beendigung der SS. Ich habe es gemerkt, als es auf das Zyklusende hinging (der Tag der Ausschabung zählt als 1. Tag im neuen Zyklus). Dann sinken ja eh die Pegel von Progsteron und Östrogen, und durch die Fehlgeburt sackt das rapide ab - mit allen negativen Begleiterscheinungen.

Ich bin in eine tiefe Depression gestürzt, absolute Niedergeschlagenehit, kein Interesse an irgendwelchen Dingen, immer nur am Weinen - was mich gewundert hat, weil ich ja Frieden hatte mit dem Tod des Kindes. Ich war nicht in der Lage, mich um meinen Haushalt und um meine anderen Kinder zu kümmern, wollte noch nicht mal mehr lesen (das will was heißen bei mir!).

Irgendwann sah ich dann mein Spiegelbild an, es war nicht ernst, sondern richtiggehend "versteinert" - und das erinnerte mich an den Besuch einer Bekannten von der Freundin meiner Mutter, die ab und zu diese Frau aus der Psychiatrie mit nach Hause brachte und dann oft mit ihr bei uns zu Besuch kam, in der Hoffnung, wir Kinder würden ihr wieder Interesse am Leben geben. Diese Frau war mir unheimlich, sie lachte nie und hatte eben immer diesen versteinerten Gesichtsausdruck.

Als ich das also im Spiegel sah, dachte ich sofort: "Mensch, Du hast Depressionen!" Ich wußte genug, daß das mit Hormonen zu tun hatte, rechnete kurz nach, wo ich im Zyklus stand, und dann nahm ich einen TL Brennesselsamen, weil ich wußte, daß das so ziemlich die stärkste Östrogenpflanze in unsern Breiten ist. Frustriert ging ich wieder zu Bett, weinend wie fast immer, (das wirkt ja erst acht Stunden später), und tatsächlich, nach etwa dieser Zeit begann mein Interesse für die Umwelt wieder aufzuleben.

Wäre ich zum Arzt gegangen, hätte sicher irgendwer gesagt: "Die hat ein Kind verloren und wird damit nicht fertig." Aber ich merkte ja genau den Unterschied zwischen Trauer und "Frust", also unbegründete Niedergeschlagenheit.

Es ist ganz normal, daß die Trauer immer wieder hochkommt (besonders zu der Zeit, wenn das Kind geboren werden sollte; oder wenn man eine Schwangere sieht oder ein kleines Baby - da gibt es Anstöße genug). Dann müssen auch die Tränen fließen dürfen, damit man den Schmerz nicht verdrängt. Ich habe das immer als gut empfunden. Auf der anderen Seite ist es wichtig, daß das normale Leben weiterläuft.

Aber dieses bodenlose Fallen in ein Nichts, das deutet sehr auf einen Östrogenmangel hin, den man leicht beheben kann mit Brennesselsamen (gibt es bei phytofit.de zu kaufen, wenn Du keine keimfähigen bekommen kannst in der Apotheke - nicht erhitzt!). Deine Freundin könnte das auf jeden Fall versuchen.

Wenn das nicht hilft (also keine organischen Ursachen vorhanden sind), müßte man an der Trauer arbeiten, vielleicht hat sie all ihre Hoffnungen auf dieses Kind gesetzt und sich davon ihr Lebensglück abhängig gemacht.

Das ist wohl eine individuelle Sache, wie man mit so einem Verlust umgeht. Ich kann mir vorstellen, dass man mehr leidet, wenn man älter ist und das die "letzten Chancen" sind und wenn man sehr auf ein Baby hofft. Man sollte das natürlich ernst nehmen, wobei es natürlich medizinisch betrachtet besser ist, wen es früher geschieht, denn wahrscheinlich war etwas so "falsch", dass der Körper selbst nach dem "Alles-oder-Nichts-Prinzip" die Schwangerschaft abbricht.

Pflegestufe beantragt,wie verhalten bei Begutachtung?

Hallo,Ihr Lieben! Brauche Eure Ratschläge/Meinungen! Mein Mann hat einen Antrag auf Pflegestufe gestellt.Nun kommt morgen früh eine Dame von der Pflegekasse zum begutachten. Mein Mann ist ja nun fast 81.Jahre und hat in letzter Zeit gesundheitlich stark abgebaut.Nach seinem Zusammenbruch im August ergeben sich folgende Diagnosen: -Diabetes Typ 1 -Gleichgewichtsausfall beitseitig(neurontitis vestibularis) -Rheumatoide Arthritis -Starke Schwindelanfälle -Bluthochdruck -Herz/Gefässe angeschlagen -Hohes Cholesterin -Schwere Arthrose an den Händen -COPD -Schwerhörigkeit mit Grenze zur Taubheit usw...... Kann mir jemand sagen ob überhaupt eine Chance besteht und wie man sich verhalten soll? Ich bin beim Gespräch dabei weil ich mich als pflegender Angehöriger angegeben habe. Einen Duschhocker haben die Ärzte ihm schon verschrieben.Duschen in meinem Beisein. Wat schall we do ? Danke, Eure AlmaHoppe

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