Frage von laura1999, 39

Wie oft tritt eine Verstopfung auf?

Hallo an alle. Im August wurde ich in der Nacht ins KH geliefert weil ich solche Bauchschmerzen hatte, dass ich geschrien und hyperventilliert habe. Wie sich herausstellte hatte ich eine Verstopfung und habe einen Einlauf bekommen. Am nächsten Tag blieb ich zu Hause, weil ich mich ständig übergeben musste.

Jetzt sind wir im Mai und seit Februar habe ich wieder Probleme auf die Toilette zu gehen. Ich habe Tropfen und Tabletten probiert, aber das ist keine langfristige Lösung. Heute habe ich unheimliche Schmerzen, habe schon alle Hausmittel probiert: 1 Löffel Leinsamen, Tee mit Zitronensaft, 1 Löffel Olivenöl, 1 Espresso..

(Entschuldigung für den Roman) Meine Frage ist, ob es möglich ist, nach 9 Monaten wieder eine Verstopfung zu haben? Oder wie lange braucht es bis es wieder so schlimm wird?

PS: Verdauungsprobleme liegen in der Familie und ich hatte schon mein ganzes bisheriges Leben Probleme. Ich bin jetzt bald Volljährig. Danke an die, die bis hier her gelesen haben und mir antworten.

Lg

Antwort
von Winherby, 29

Alle paar Monate mal so eine Opstpation zu haben ist kein Drama. 

Das eigentliche Drama ist die Heftigkeit der Verstopfung, und dass nichts hilft.

Ein träger Darm kann tatsächlich Veranlagung sein, aber mit entsprechenden Hausmittelchen lässt sich dies oft beheben.

Was ich an Deinem Text nicht so recht verstehe ist diese Passage:

"Jetzt sind wir im Mai und seit Februar habe ich wieder Probleme auf die Toilette zu gehen".

Das heisst aber doch wohl jetzt nicht, dass Du seit Februar keinen Stuhlgang mehr hattest, - oder wie? Man könnte es aber genauso verstehen, zumal Du starke Schmerzen angibst und schon alles Mögliche versucht hast. 

Selbst helfen geht in solch schweren Fällen wohl nur mit einem Miniklistier aus der Apotheke. https://www.microlax.de/anwendung/schritt-fuer-schritt.html

Wenn das hilft ist es jetzt erst mal gut. Für die weitere Zukunft solltest Du dringend mal einen Proktologen besuchen. Das ist ein Darmspezialist, er geht der Sache auf den Grund warum Du so starke Opstipationen hast, - nur die genetische Veranlagung allein kann das nicht sein, da kommen ganz sicher noch andere Faktoren dazu.

Also, saus jetzt noch in eine Apotheke und hol das Miniklistier und morgen mach einen Termin beim Hausarzt, der muss eine Überweisung schreiben, vielleicht kann man aber auch ohne Überweisung direkt zum Proktologen, ruf an und frag dort nach. Gute Besserung
 

Kommentar von laura1999 ,

Mit dem Ausschnitt meine ich, dass ich seit Februar wieder unregelmäßigen Stuhlgang habe und es mir sehr schwer fällt. Mir wird auch manchmal schwindlich. 

Ich danke dir für deine Antwort! :)

Kommentar von Winherby ,

Aaahso, das hört sich schon besser an. Also wenn Du grundsätzlich so festen Stuhl hast, dass Du häufig so viel pressen musst, dann solltest Du Dich mal von einem Ernährungsberater beraten lassen, gerade weil die Erbanlage gegeben ist.

Außerdem solltest Du immer eine Familienpackung dieser Miniklistiere im Haus haben und immer sofort dann anwenden, wenn Du merkst dass es wieder mal hart ist. Wenn es mal wieder so ist, dann sofort das Minikl. einführen, nochmal runter vom Pott und die Einwirkzeit (bis 20 min) abwarten, dann wieder auf den Pott und jöh.

Denn solche häufigen Verstopfungen führen früher oder später zu Analfissuren, Hämorrhoidalknoten, oder Analthrombosen, oder gar zu einem Anusprolaps. Deshalb ist das nicht nur lästig, sondern bedarf einer fachmännischen Behandlung / Beratung, entweder von einem Proktologen oder wenn der nicht weiter weiss von einem Ernährungsberater. 

Wie ist es denn wenn Du im Ausland bist, z.B. im warmen Süden, bei der dort typ. Mittelmeerkost? Die gleichen Probleme, oder gar schlimmer?

Alles Gute.

Antwort
von dinska, 19

Verstopfung kann immer auftreten. Ich hatte früher auch sehr viel mit Verstopfung zu tun und sehr unregelmäßigen Stuhlgang.  Wenn früh nichts ging, dann wars das. Zu anderen Zeiten ging gar nichts.

Klistiere und Einläufe haben nicht viel gebracht und waren mir auch sehr unangenehm.

Ich habe später mit Dulcolax Tabletten so aller 2-3 Tage Stuhlgang gehabt, ohne ging selten was, besonders schlimm war es im Urlaub.

Dann habe ich zufällig das Buch "Bauchnassage" entdeckt und seitdem mache ich sie regelmäßig. Ein Jahr habe ich sie früh und abends gemacht, jetzt nur noch früh im Bett oder bei Bedarf auch mal abends.

Mein Stuhlgang ist nicht wiederzuerkennen. Ich kann jetzt mehrmals am Tag gehen und auch meine Bauchschmerzen sind weg. Die Massage ist sehr wohltuend und man braucht nur 2-3 Minuten.

Tabletten brauche ich keine mehr. Ich nehme aber trotzdem regelmäßig Flohsamenschalen, da ist der Stuhl besser geformt und nicht mehr so weich.

Lege bede Hände auf den Unterbauch in V Stellung und beginne mit der rechten Hand in Richtung Daumen zu kreisen, dann mit der linken und dann mit beiden.

Lege dann die linke unter den Nabel die rechte darüber und kreise wieder erst mit rechts, dann mit links und dann mit beiden. Dann nochmal wechseln, rechte unten und linke oben und wieder so kreisen. Immer 10-15 mal kreisen in mittlerer Intensität oder so wie es dir gut tut.

Es ist nicht nur für den Stuhlgang gut, man bekommt ein ganz anderes Bauchgefühl und auch das Immunsystem wird angeregt. Ich spüre die Wärme anschließend bis in die Füße. Alles wird gut durchblutet.

Kommentar von laura1999 ,

Herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. :) 

Antwort
von Tigerkater, 21

Es gibt viele Ursachen für eine Verstopfung. Ich will hier nur die häufigsten aufzählen :

Ernährungsbedingt durch zu wenig Ballaststoffe in der Nahrung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, zu geringe körperliche Bewegung, idiopathisches Megacolon, Adhäsionen oder fixierte Darmschlingen, Abführmittelmissbrauch, Hypothyreose und schließlich noch die psychisch bedingte bei Depression, Stress und seelischer Belastung.

Du könntest die einzelnen Möglichkeiten mit Deinem Hausarzt durchgehen. Vielleicht triff eine der Ursachen bei Dir zu ?

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