Wie muss ich mir eine Schmerzklinik vorstellen?

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1 Antwort

Hallo! 

Eine Schmerzklinik ist im Grunde nichts anderes als eine Spezialabteilung im Krankenhaus. Wenn man z.B. die Knochen gebrochen hat, kommt man aufdie Chirurgie oder Orthopädie, bei Problemen mit den Ohren auf die HNO-Station und mit Schmerzen eben auf die Station, die sich am besten mit Schmerzen auskennt. 

Ich kann dir mal berichten, wie es bei mir war. Ich war ca. 3 1/2 Wochen stationär in der Schmerzklinik. Da wurde dann z.B. versucht, die medikamentöse Schmerztherapie zu optimieren und verschiedene Schmerzmittel ausprobiert. Auch Spritzen (sog. Infiltrationen) an die schmerzenden Stellen bekam ich. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Behandlung waren psychotherapeutische Gespräche. Da ging es dann z.B. um Entspannungsverfahren und um Strategien zur Schmerzbewältigung. Außerdem gab es noch physikalische Anwendungen, also Massagen, Krankengymnastik oder manuelle Therapie. Alles immer ganz individuell auf den Patienten abgestimmt. Man hatte aber immer auch entsprechende Ruhezeiten.

Ganz wichtig ist, dass du dir klar machst, dass du nach der Schmerztherapie nicht einfach wieder ohne Schmerzen nach Hause gehen kannst. Die Schmerzen werden nicht weg sein, allenfalls gelindert. Ziel einer solchen Therapie ist eher, mit den Schmerzen umgehen zu lernen und zu lernen, trotz Schmerzen ein weitgehend normales Leben zu führen. 

Konkrete Fragen zu organisatorischen Dingen solltest du telefonisch mit der Klinik besprechen, da solche Dinge ja von Klinik zu Klinik unterschiedlich gehandhabt werden. 

Alles Gute! Lexi 

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