Wie lange sind Erkältungsviren in der Kleidung Infektiös und führen zu einer ansteckung ?

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3 Antworten

Zunächst einmal werden Erkältungskrankheiten ("grippaler Infekt") durch verschiedene Viren ausgelöst, so dass man das eigentlich differenziert betrachten muss. Die häufigsten Erregergattungen für diese Infekte sind Picornaviren und Coronarviren. Beide zeigen eine hohe Umweltresistenz und sind z.T. weder durch Alkohol, noch durch pH Werte unter 3,0 zerstörbar. Coronarviren bleiben bis zu 3 Stunden an der Umgebungsluft stabil - haben Sie ja schon gelesen. HIV ist z.B. dagegen sehr instabil und geht nach Sekunden an der Luft kaputt.

Neben der Tatsache, wie lange Viren außerhalb eines Wirtes stabil und infektiös bleiben, spielt noch eine zweite Größe eine wichtige Rolle: Die minimale Infektionsdosis. Das ist die Anzahl an Erregern, die benötigt wird, um bei dem Wirt eine Inektion auszulösen. Es ist keineswegs so, dass ein einzelnes Viruspartikel an der Kleidung eine Infektion auslösen kann. Es werden meist mehr gebraucht. Die minimale Infektionsdosis ist eine Eigenschaft, die auch erregerspezifisch ist.

Nebenbei: Der Begriff "Abtöten" passt bei einem Virus nicht, weil es ja bereits leblos ist. Man muss sich ein Virus eher wie ein "biologisches Programm" vorstellen. (Von daher ist die Analogie zu Computerviren auch ganz gut).

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Eine gewisse Grundhygiene sollte selbstverständlich sein - und gerade beim Kontakt z.B. mit Kranken erst recht. Man kann es aber auch übertreiben und damit genau das Gegenteil erreichen.

Der wirksamste Schutz gegen die meisten Erkrankungen ist ein starkes und stabiles Immunsystem. Damit dein Immunsystem aber überhaupt stark werden kann, muss es immer wieder in Kontakt mit diversen Krankheitserregern kommen. Nur so "lernt" es, sich dagegen zu wappnen, entwickelt spezielle Abwehrmechanismen und kann dich effektiv schützen. Wenn du - aus Angst - versuchst, weitestgehend steril zu leben, dann bleibt dein Immunsystem schwach und bietet keinen Schutz.

Damit ist jetzt natürlich nicht gemeint, dass du dich "im Dreck suhlen" sollst und den Kontakt zu Krankheitserregern (Viren, Pilze, Bakterien) suchen sollst. Aber wie gesagt: wie man es in die eine Richtung übertreiben kann, so eben auch in die andere - und "viel" bedeutet nicht immer "gut".

Eventuell wäre für dich auch eine Therapie sinnvoll, damit du deine Ängste in den Griff bekommst und wieder ein "normales" Verhältnis zu deiner Umwelt entwickelst.

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Mit Informationen sind Sie vermutlich nicht zufrieden zu stellen? Ich nehme an, dass Die inhaltlich sowieso schon alles über dieses Thema wissen. Aus Ihrer Schilderung ist eher zu vermuten, dass Sie unter einer Angst- oder Zwangserkrankung leiden.

Wenn die Angst und Panik mal wieder unerträglich werden, dann könnten Sie vielleicht motiviert sein, sich mit der Verdachtsdiagnose "Waschzwang" bzw. "Infektionsangst" beim Psychologischen Psychotherapeuten oder beim Psychiater vorzustellen.

Gute Besserung.

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