Wie lange dauert eine Magenspiegelung?

2 Antworten

So weit ich gehört habe, werden Magenspiegelungen heute häufig unter einer geringen Dosis Propofol durchgeführt: http://propofol.org/ ... ansonsten sprich einfach mit dem Arzt darüber und frag ihn, ob eine Narkose möglich ist.

Hallo! Vor der Magenspiegelung brauchst du keine Angst zu haben. Ich spreche hier aus Erfahrung, hatte alleine in diesem Jahr schon 5 Spiegelungen, ...

Normalerweise ist eine Magenspiegelung eine Untersuchung, die maximal ca. 15 Minuten dauert. Meist geht es viel schneller. In den meisten Fällen bekommen die Patienten heute automatisch eine Schlafspritze, also eine Art Kurznarkose, so dass man von der Untersuchung gar nichts mitbekommt. Du kannst aber auch gezielt danach Fragen und darum bitten. Ich habe mir immer eine Schlafspritze geben lassen. Da es bei mir dann irgendwann aber mal zu Komplikationen gekommen ist, bekomme ich nun immer eine richtige Narkose, d.h. bei mir ist immer ein Anästhesist dabei. Das wird aber nur bei Risikopatienten so gemacht. Im Normalfall ist das nicht notwendig.

Während der Untersuchung und in der Aufwachphase wird man durch so einen Fingerclip, der den Puls und die Sauerstoffsättigung des Blutes misst, überwacht.

Nach der Untersuchung darfst du allerdings für 24 Std. kein Auto fahren etc., da du durch die Schlafspritze noch benommen sein könntest und ggf. nicht richtig und schnell genug reagieren könntest. Deshalb musst du dich dann auf jeden Fall von der Untersuchung abholen lassen.

Außerdem kann es sein, dass du nach der Untersuchung etwas Halsschmerzen hast. Das kann durch das Endoskop, das ja durch den Hals geführt wird, kommen. Da brauchst du dir aber keine Sorgen machen, das ist völlig normal und normalerweise am nächsten, spätestens am übernächsten Tag wieder weg.

Ich glaube, dass die Heiserkeit auch irgendwie an der Technik des Untersuchers liegt. Denn manchmal habe ich nach einer Spiegelung Halsschmerzen, manchmal aber auch nicht.

Wichtig ist, dass du ab abends vorher nichts mehr isst, damit dein Magen wirklich leer ist und der Arzt alles gut sehen kann. Solltest du blutverdünnende Medikamente nehmen, musst du die ggf. einige Zeit vor der Untersuchung absetzen, da meistens auch Gewebeproben genommen werden und damit es dann dabei nicht zu Blutungen kommt. Solltest du solche Medikamente nehmen, musst du das unbedingt mit deinem Arzt besprechen.

So ich hoffe, ich habe an alles wichtige gedacht. Wenn du noch Fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen, ich versuche sie dann zu beantworten, kenne mich da (leider) aus Erfahrung inzwischen sehr gut aus.

Alles Gute!

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