Wie läuft eine Knochenmarkbiopsie ab?

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Ich war einmal dabei. Der Patient legt sich auf den Bauch, ein Bereich hinten an der Hüfte wird desinfiziert und anschließend betäubt. Dann wird eine Art dicke Hohlnadel in den Hüftknochen gestochen. Das klingt brutal, aber der Patient hat keine Miene verzogen und meinte, dass es überhaupt nicht weh getan hat. Ist ja auch alles betäubt. Anschließend wird ein Teil des Knochenmarks angesaugt, das kann etwas ziehen. Aber auch da meinte der Patient nur: "Zahnarzt ist schlimmer". Anschließend wird die Nadel wieder entfernt und die Wunde verschlossen.

Es kann allerdings sein, dass es in deinem Fall oder da, wo du es machen lässt, etwas anders gehandhabt wird. Das weiß ich leider nicht. Aber man wird dich auf jeden Fall vorher gut aufklären.

Hallo! Serienchiller hat dir den Ablauf der Probenentnahme ja schon sehr gut beschrieben. Allerdings lag ich auf der Seite und nicht auf dem Bauch.

Ich hatte letztes Jahr auch so eine Knochenmark-Entnahme. Da hatte ich auch vorher ziemlich schiss vor, kann also verstehen, wie du dich fühlst.

Bei mir war es so, dass ich vor dem Eingriff eine leichte Betäubung bekommen habe, so wie vor einer Magen- oder Darmspiegelung. Dadurch habe ich die Untersuchung verschlafen und gar nichts mitbekommen.

Als ich auf meinem Zimmer wieder wach wurde, hatte ich noch einen Sandsack auf der Punktionsstelle liegen, das wird wohl gemacht, damit es nicht zu Blutergüssen kommt.

Ich hatte jedoch hinterher das Problem, als ich das erste Mal aufstehen wollte, das mein Bein wahnsinnig weh tat und ich kaum laufen konnte vor Schmerzen und hatte Tränen in den Augen. Allerdings muss das bei mir wohl auch heftiger gewesen sein (der Arzt meinte, es sei ungewöhnlich, dass das so starke Schmerzen verursacht), weil die sehr viel Kraft brauchten, weil mein Knochen wohl sehr hart war und die da nur schwer reingekommen sind.

Die Schmerzen haben auch in den ersten Tagen noch angehalten, sind aber Tag für Tag immer ein bißchen besser geworden.

Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass es nicht ganz so schlimm wird.

Alles Gute!

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