Wie kommt es zu einem Hörsturz? Und wie wird er therapiert?

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1 Antwort

Die Ursachen des Hörsturzes sind vermutlich Durchblutungsstörungen der kleinsten Gefäße im Innenohr (Mikrozirkulationsstörung).

Diese Unterversorgung des Ohres mit Blut kann unter anderem durch eine Verklumpungen und/ oder Verstopfungen in den Blutgefäßen entstehen. Als Folge hiervon werden die signalverarbeitenden Haarzellen nicht mehr genügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu einer Funktionsminderung bis hin zum Absterben der Hörzellen führen kann.

Es gibt verschiedene Faktoren, die einen Hörsturz begünstigen. Dazu gehören unter anderem:

  • Virusinfektionen und Virusreaktivierungen, z.B. Herpes- oder Windpockenvirus

  • Durchblutungsstörungen der Kopf- und Wirbelsäulengefäße (Arteriosklerose)

  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. hoher Cholesterinspiegel oder Diabetes

  • Stresssituationen (bzw. in der Erholungsphase nach Stress)

  • Fensterruptur (rundes und /oder ovales Fenster)

  • Erkrankungen der Halswirbelsäule, z.B. HWS-Beschleunigungstrauma nach Autounfall

  • Autoimmunerkrankungen

  • Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation)

  • Verschluss der Innenohrgefäße

Die Therapie des Hörsturzes besteht zunächst darin, die Durchblutung der Innenohrgefäße anzuregen und die möglichen Auslöser zu beseitigen.

Daher werden zunächst durchblutungsfördernde (rheologische) Medikamente als Infusion verabreicht. In manchen Fällen wird zusätzlich Kortison gegeben, um mögliche Schwellungen zu behandeln.

Wenn weitere Erkrankungen vorliegen, kommen folgende Therapien in Betracht:

  • Bei kompletter Ertaubung: Operation (z.B. Tympanoskopie) bei Verdacht auf eine Fensterruptur

  • Stressabbau und Kreislaufstabilisierung

  • Behandlung der Risikofaktoren für Arteriosklerose, z.B. Diabetes

  • Falls nötig - physikalische Behandlung der Halswirbelsäule, z.B. Krankengymnastik

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von alternativen Behandlungsformen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Die Schulmedizin lehnt sie allerdings als Therapieverfahren für den Hörsturz ab. Beispiele sind:

Softlaser-Therapie Ozon oder UV-Licht Akupunktur Eigenblutbehandlung Mentales Training

(http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Schwerhoerigkeit/Wissen/Hoersturz-4223.html)

und

...medizinfo.de/ohren/innen/hoersturz.shtml

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