Wie kann man schnell Stress abbauen, ohne Drogen zu nehmen?

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Es ist ein Mythos, dass Rauchen entspannt. Nikotin ist ein Nervengift und mit der Zeit hast Du ein körperliches Verlangen nach diesem. Wenn die Sucht aber nicht unmittelbar befriedigt wird und das Verlangen nach der nächsten Zigarette immer größer wird, steigt auch der Stress für Körper und Geist, der Körper reagiert mit Entzugssymptomen.

Somit hat ein Raucher von grundauf schonmal ein höheres Stresslevel als ein Nichtraucher. In dem Moment, indem ein Raucher wieder rauchen kann löst das kurzfristig den Suchtdruck wieder und der Stress fällt ab.

Dann wird dem Gehirn eine Belohnung signalisiert und er fühlt sich besser, dadurch hat er das Gefühl, dass er durch das Rauchen der Zigarette entspannen kann.

Durch das Rauchen wird also nur der Stress reduziert, der durch das Suchtverlangen erst entsteht, sprich, den er als Nichtraucher gar nicht hätte.

Auch musst Du daran denken, dass Du als Raucher schon mehr Stress hast in neuen Situationen, wo Du gleich denken musst "Wann und wo kann ich rauchen?" sowie Situationen, in denen Du längere Zeit nicht rauchen darfst (Flüge, Konferenzen,...).

Ich hoffe, das war verständlich, warum Rauchen eine schlechte Idee ist, zu entspannen.

Bei so extremem Stress wir Du ihn schilderst würde ich meinen Lebensstil ändern, falls möglich. Wir neigen teilweise dazu, uns selber zu überfordern, weil wir meinen, es allen recht machen zu müssen. Daher müssen viele von uns, erstmal zu lernen, auch mal Nein zu sagen. Zugegeben ist das auf der Arbeit manchmal schwierig, aber grad im Privaten schauen, dass man sich nicht zu viel zumutet. Denn wenn wir unsere Grenzen nicht beachten, tut es meist auch kein anderer (weil andere unsere Grenzen auch teilweise gar nicht sehen). Auch  bei der Arbeit gibt es manche Grenzen wie dass z. B. mein Arbeitgeber ständig bei mir an freien Tagen anruft und erwartet, dass ich spontan irgendwo einspringe.

Das ist jetzt leichter gesagt als getan, aber man muss sich bewusst machen, dass wenn man jetzt nicht auf sich achtet, man meist später durch Krankheit (physisch oder psychisch) gezwungen ist, sich mehr Zeit für sich zu nehmen.

Probiere es außerdem mal mit Feldenkrais oder einem Spaziergang an der frischen Luft.

Bei Kopfschmerzen, die durch Stress ausgelöst werden, würde ich mir Physiotherapie verschreiben lassen, um die ganze Nackenmuskulatur, die bei Stress gerne verspannt, zu entspannen sowie mir vom Physiotherapeuten Übungen für zuhause zeigen lassen.

https://vivetmaximum.de/rauchen-gegen-stress/

Informiere dich mal zu verschiedenen Entspannungsverfahren, wie z.B. die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Yoga, Tai Chi o.ä. Da muss man dann auch ein bisschen ausprobieren, was einem am besten liegt. Aber die können schon sehr hilfreich sein und du kannst ganz ohne Mittelchen entspannen.

Anleitungsvideos findest du z.B. bei YouTube.

Wobei ich auch gut entspannen kann, ist ein ausgedehnter Waldspaziergang oder auch aufs Rad setzen und eine Runde fahren.

Und lerne Nein sagen, das ist auch wichtig um sich selbst zu entlasten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

JA!

Nimm ausreichend Magnesium (100 mg MgO auf 10 kg Gewicht, bei Stress teils deutlich mehr) und den Vitamin-B-Komplex. Beide Stoffe sind für die Nerven wichtig, ohne ihnen zu schaden wie Nikotin.

Magnesium wirkt gegen die körperlichen Auswirkungen von Stress! Steht auf meinem Pferdemagnesium.

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Falls Du von psychischem Stress sprichst, empfehle ich Dir den Vitamin B-Komplex. Die Familie der B-Vitamine sind pure "Nervennahrung", die Nerven sind belastbarer.

Ein weiterer wichtiger Micronährstoff ist Magnesium in Verbindung mit Vitamin D3.

Wenn Du beides supplementiert hast und keine Wirkung verspürst, - was ich mir nicht vorstellen kann -, dann würde ich es mit einem Johanniskraut-Präparat, - z. B. Jarsin 300 mg und 450 mg -, versuchen, dies macht Dich lässiger u. fröhlicher und lässt bisherige Probleme "in ganz anderem Licht" erscheinen, es erzeugt so eine Art LMAA-Einstellung. Ein Nachteil ist, dass die Wirkung meist erst nach ungefähr einer Woche eintritt, aber auch bei den o. g. Vitaminen tritt nicht die postwendende Wirkung ein, so wie es bei dem Tabakkonsum sein kann.

Aber eh ich mich an die psychogene Wirkung des Nikotins gewöhnen würde, würde ich es 10 x lieber mit den Vitaminen versuchen, denn die wirken nachhaltig. Nikotin dagegen wirkt nur kurz und verlangt nach immer schnellerem Nachschub, - das nennt man dann Sucht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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