Wie kann man die Heilung einer Verbrennung unterstützen?

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3 Antworten

Du kannst nichts anderes machen, als den Anweisungen des Arztes folgen, denn nur der hat Deine Brandwunde gesehen - wir nicht.

Deinen Worten entnehme ich, dass die Wunde unverbunden ist? Daraus schließe ich, dass eine Trocknung und Verschorfung angestrebt wird.

"Die Heilung voranbringen" kannst Du nicht, Dein Körper tut gewiss schon sein Möglichstes. Also hab Geduld und frag Deinen Arzt, wenn es Dir nicht schnell genug geht, was Du noch tun könntest. Nur der kann den Zustand der Wunde beurteilen.

Du kannst zumindest etwas tun, um den Heilungsprozess nicht zu behindern. Und zwar: die Wunde nicht unnötig berühren, nicht unnötig daran rumpröckeln, den Schorf nicht abpulen usw.

Ich möchte hier mal allen die mit einer schlecht heilenden Brandwunde zu tun haben ein Mittel empfehlen das dabei helfen könnte. Ich bin durch ein Ereignis im Bekanntenkreis auf dieses Mittel aufmerksam geworden, dieses Ereignis möchte ich hier mal schildern.

Ein Bekannter von mir ist zuckerkrank, Zuckerkranke haben oft wenig bis kein Schmerzempfinden an den Füßen, daher hat mein Bekannter nicht gespürt wie heiß die Wärmflasche war, die ihm seine Frau gemacht hatte. Erst am nächsten Morgen war die Folge sichtbar, eine schwere Verbrennung. Da Zuckerkranke auch eine schlechte Wundheilung haben wollte die heftige Brandwunde nicht zuheilen. Zwei Jahre lang ging es von Arzt zu Arzt und etliche Mittel wurden angewendet, nichts half. Er wurde dadurch ziemlich depressiv und lag fast nur noch rum, da das Laufen auch schwer fiel. Leztendlich stand sogar eine Fußamputation im Raum. Ein älterer ungarischer Mann aus dem Bekanntenkreis hat dies mitbekommen und hatte noch einen Rest an Schwarzpappel-Salbe/Tinktur. Dieser Rest wurde angwendet und die Wunde heilte damit nach 3 bis 4 Wochen zum ersten mal nach 2 Jahren zu und blieb es auch.

Dieses Ereignis hat mich dazu angeregt im Internet mal nach der Schwazpappel (popolus nigra) zu recherchieren. Viele Infos habe ich nicht gefunden: Die Schwarzpappel-Salbe/Tinktur gehörte in Ungarn früher in jeden Haushalt. Sie enthält u.a. eine Art Propolis und Salicyl. Ich habe mir dann trotzdem mal Schwarzpappelknospen in der Apotheke bestellt und damit eine Salbe und eine Tinktur hergestellt. Inzwischen benutzen viele in meinem Bekanntenkreis die Tinktur bei starken Sonnenbränden und leichten Verbrennungen (die Tinktur hat auch eine etwas kühlende Wirkung). Stärkere Verbrennungen gab es in meinem Bekanntenkreis noch nicht, daher kann ich dazu keine Erfolge berichte, bei starken Sonnenbränden gibts meiner Meinung nach nicht besseres. Ich benutze die Tinktur auch bei Insektenstichen. Die Tinktur wirkt meiner Meinung nach stärker als die Salbe, durch den Alkoholgehalt der Tinktur ist dies bei offenen Wunden allerdings schwer anwendbar und man sollte erstmal die Salbe nehmen.

Salbenherstellung wird ja im Internet oft beschrieben, ich habe die getrockneten Schwarzpappel-Knospen etwas zerstoßen und ein paar Wochen in Olivenöl ziehen lassen, alles abgeseiht, etwas erwärmt, etwas Bienenwachs zugegeben und abkühlen lassen.

Tinktur: Die getrockneten Knospen etwas zerstoßen, in ein Glas gegeben und mit 54% Rum übergossen so dass die Knospen gut bedeckt sind, einige Wochen ziehen lassen und abgeseiht.

Selbstverständlich sollte jeder mit schweren Verbrennungen zum Arzt gehen, aber wenn die Wunde trotz aller ärztlichen Ratschläge und Mittel nicht heilen will wäre ein Versuch mit Schwarzpappel auf jeden Fall erwähnenswert. Bei meinem Bekannten hat es unglaublich gut gewirkt, das heißt aber nicht dass es bei jedem so sein muß, ich habe leider keine Erfahrungswerte bei starken Verbrennungen außer diesen einen.

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