Wie kann man den Knorpel im Knie aufbauen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebe Elisabeth, das Thema habe ich mit meinem Mann "durch"! Als die Arthroseschmerzen in seinen Knien heftiger wurden, ließ er sich in der Apotheke zunächst dona 200 S (Glucosaminsulfat) empfehlen. Dies hat er wirklich wochenlang genommen (insgesamt wohl ein Vierteljahr), ohne daß eine Besserung eingetreten wäre. Das trieb ihn dann zum Orthopäden, der natürlich "was Besseres" hatte: Spritzen mit (u. a.) den von Dir erfragten Wirkstoffen als IGeL-Leistung (5 Spritzen im Wochenabstand, 300 €) direkt ins schmerzende Knie. Seine Erfahrungen waren:

  1. Linkes Knie, Schmerzfreiheit sechs Monate
  2. Rechtes Knie, leichte Besserung, die nach zwei Monaten vorbei war
  3. Linkes Knie, Schmerzfreiheit drei Monate

Er will diese Versuche erst einmal nicht weiterführen, da unsere Gelddruckmaschine gerade kaputt ist - heißgelaufen! ;o)

Fazit für mich: das muß jeder für sich ausprobieren - eine Empfehlung ist da schlecht zu geben. Sprich mit Deinem Orthopäden darüber!

Ich habe allerdings einen nachdenklich stimmenden Artikel gefunden, den ich Dir nicht vorenthalten möchte:

Glucosamine und Chondroitin: Medikamente bei Arthrose

  1. Februar 2010 | Von Annabelle F.

Glucosamine werden ebenso wie Chondroitin als Behandlung für Arthrose verabreicht. Doch mit diesem Wirkstoff muss man durchaus vorsichtig umgehen.

Glucosamine kommen in ihrer natürlichen Form in den Knorpeln und der Gelenkflüssigkeit vor. Wenn ein Patient an Arthrose leidet, kann es sein, dass es als Aufbaustoff bei Behandlungen, die sich von der wissenschaftlichen Medizin entfernen, eingesetzt wird. Die Vermutung liegt zwar nahe, dass der Stoff, der sich in den menschlichen Gelenken befindet, durch Einnahme einer industriell hergestellten Version auch zur Heilung der entzündeten Gelenke verwendet werden kann, doch konnte ein ernstzunehmender Erfolg bislang nicht festgestellt werden.

Glucosamine kommen in den Gelenken vor und helfen bei ihrer Entzündung - aus Glucosaminen werden ebenso gerne wie aus Chondroitin Präparate hergestellt, die eine Linderung bei Arthrose versprechen. Künstliches Glucosamin wird dabei aus dem Chitinpanzer von Insekten, Krustentieren und Krabben gewonnen, Chondroitin hingegen aus Knorpeln von Kühen, Schweinen, Haien, Fischen und Vögeln. Dadurch ist fast jede Zusammensetzung möglich, eine klare Einstufung wird dadurch erschwert.

Besonders an Asthma leidende Patienten sollten mit Glucosaminen vorsichtig umgehen, denn die Nebenwirkungen können gerade für diese Gruppe beträchtlich sein. Die Mittel können darüber hinaus auch zu Allergien führen, während eine tatsächliche heilende Wirkung bislang nicht erwiesen ist.

Chondroitin ist ein alternatives Medikament bei Arthrose - auch das Chondroitin ist eine schwierige Angelegenheit, über die man sich noch nicht im Klaren ist. Die USA stufen die Mittel als Nahrungsergänzung ein, andere Länder sehen in den Präparaten ein Medikament, das man sich verschreiben lassen muss oder es zumindest nur in der Apotheke erhält. Weitere klinische Tests haben dem Chondroitin auch bestenfalls einen Placebo-Effekt zugebilligt, aber keinerlei echte Auswirkungen auf Arthrose Symptome feststellen können.

Die Wirkung von Glucosamine und Chondroitin ist bei Arthrose, wie so oft bei der Alternativmedizin, vor allem eine Glaubensfrage. Doch durch die Nebenwirkungen sind die Medikamente mit Vorsicht zu genießen.

http://redir.ec/mtbw

Liebe Evistie, Dank für deinen Erfahrungsbericht und die Internetrecherche. Liebe Grüße v. Elisabeth

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Hallo evistie, tut mir sehr leid für deinen Mann... Deine Recherche zeigt sehr deutlich, wie wenig hilfreich Google im Gesundheitsbereich ist.

so wäre es richtig gewesen:

  • erstmal sind Gluc./Chondr./Hyaluronsäure körpereigene Stoffe, die im Körper mit zunehmenden Alter immer weniger verfügbar sind (in Industrieländern) die "Lücken" aufzufüllen ist also logisch.
  • es sind ALLE 3 Stoffe zu nehmen, in HOHER Dosierung
  • bei Schmerzen sind mind. 2 weitere körpereigene Stoffe zu nehmen (schmerzlindernd und entzündungshemmend)
  • für 300,- Eur erhält kann man diese Nährstoffe locker für 4-5 Monate
  • viel Bewegung
  • Geduld (besonders in diesem Stadium)

Ich habe dies hier für die anderen Leser geschrieben, da du ja davon nicht viel hälst.

Übrigens kenne ich einige, die in diesem Stadium nach befolgen aller meiner Tipps nach 4 Wochen schmerzfrei waren.

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Eine zumutbare Bewegung hilft dem Knie selbst, sich wieder Knorpel aufzubauen. Also damit meine ich regelmäßige Spaziergänge. Etwas unterstützend kann Ernährung sein oder Kapseln, die man in der Apotheke bekommt. Wenn das langfristig nicht hilft, würde ich zueinemneuen Kniegelenk raten

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