Wie kann ich bei unserer bettlägerischen Oma verhindern, dass sie wund liegt?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist sehr fürsorglich von Dir, daß Du Dir bereits jetzt diese Gedanken machst! Vorbeugen ist allemal besser als bereits vorhandene Druckgeschwüre versorgen.

Wichtig ist vor allem, daß Deine Oma nicht immer in derselben Lage (z. B. auf dem Rücken) liegt. Sie sollte sich öfters drehen (bzw. gedreht werden) und wenn möglich, sich auch ab und an aufrichten (z. B. beim Waschen), auf der Bettkante sitzen, mit den Beinen baumeln und vielleicht sogar ein paar Schrittchen gehen. Wenn das nicht geht, gibt es z. B. für die Fersen Decubitus-Unterlagen. Frag ggf. den behandelnden Arzt danach. Was Du sonst noch wissen und beachten solltest, liest Du z. B. hier: http://www.dekubitus.de/dekubitus-entstehung.htm

vor allem alle 2 bis 3 Stunden auf die andere Seite bzw. den Rücken drehen, am besten immer aufschreiben, wann sie wie liegt. Rote Stellen mit Kissen o.ä. unterpolstern, Fersen so lagern, dass sie nicht auf dem Bett aufliegen.. Falls irgend möglich, holt sie mehrmals am Tage für ein paar Minuten aus dem Bett, in sitzene Position. Beobachtet sorgfältig ihre Haut am ganzen Körper und pflegt sie gut - das regt auch die Durchblutung an. Das Problem ist, dass auf Hautstellen, die zu lange "unten Liegen", ein besonders starker Druck lastet, sie werden dann nicht richtig durchblutet und deshalb unterversorgt. Besonders gefährdet sind zu dünne Personen. Achtet auch auf eine ausgewogene Ernährung und genügend Flüssigkeit (1,5 l pro Tag, falls keine Einschränkung vom Arzt vorliegt). Achet außerdem daruf, dass die Wäsche (Nachthemd und Laken) immer straffgezogen sind, keine Falten! Die können ebenfalls drücken. Und - falls sie inkontinent ist - besondere Hautpflege im Intim- und Gesäßbereich, regelmäßiger Einlagenwechsel. Die Krankenkassen bieten für pflegende Angehörige kostenlose Pflegekurse an.

ES gibt spezielle Unterlagen, die Linderung bei bereits durchgelegenen Patienten bringen, oder vorbeugend eingesetzt werden können. Ausserdem gibt es Einreibungen, die die Durchblutung fördern, zu erfragen in der Apotheke. Und ist es natürlich wichtig, mehrmals täglich die Patientin zu drehen, aufzusetzen, vielleicht sogar ein wenig zu gehen etc. Ist der Dekubitus erst einmal das wird es schwierig. Zum einen ist er sehr schmerzhaft, zum andern geht er bei den alten Menschen schwer wieder weg.

Welches Schmerzmittel nach Diclo-Dexa-Spritze?

Nach sehr starken Hustenanfällen im Rahmen eienr hefitgen Erkältung haben ich starke Rückenschmerzen im unteren Brustwirbelbereich. Das fing Donnerstag Abend bereits an, allerdings habe ich es darauf geschoben dass ich bei mehreren Stunden Schlaf auf dem Sofa einfach irgendwie schief gelegen hatte, oder aber dass durch das häufige Husten irgendwelche Muskeln überstrapaziert wurden, die sonst nicht so stark beansprucht werden ("Hustenmuskelkater"). Der Schmerz trat da ja auch nur beim Husten auf oder wenn ich zu lange gelegen hatte, im Stehen/Sitzen und ausserhalb der Hustenattakten war er sofort weg. Nachts (im Bett, nicht auf dem Sofa) konnte ich schlafen. Donnerstag war ich auch beim Arzt.

Freitag blieb das dann erst mal so, aber beim Husten/Niessen hat es schon recht heftig im Rücken gestochen gestochen. Zum Glück wurden die Hustenanfälle bereits weniger.

Ab Samstag Nachmittag (logo, natürlich am Wochenende...) war's die Hölle. Liegen/Sitzen ging in gar keiner Art mehr ohne dass es nicht alle paar Sekunden regelmässig im Rücken gestochen hat. Da ich mit Aspirin vorsichtig sein muss (schlägt mir auch den Magen) habe ich es nach einem Muskelenspannungsbad zuerst mit 400 mg Ibuprofen probiert, nach einer Stunde aber dann auch die zweite Hälfte der Tablette genommen (also insgesamt 800 mg Ibuprofen). Daraufhin konnte ich, mit Wärmekissen im Rücken, ca. 5 Stunden schlafen. Danach hat mir allerdings alle 15 bis 20 Sekunden jemand ein Messer im Rücken umgedreht. Ich habe dann noch mal 800 mg Ibuprofen genommen, in Verbindung mit einem vorherigen Muskelentspannungsbad, es ist aber dieses mal keinerlei Wirkung mehr eingetreten

Nachts um halb zwölf war ich dann mein ärztlichen Notdienst. Der Arzt bestätigte meinen Verdacht dass sich vielleicht ein Nerv eingeklemmt haben könnte, konnte diesbezüglich aber nix lockern. EKG und ein Bluttest (durch den irgend etwas am Herzmuskel gecheckt werden soltle) waren unverdächtig. Er verschrieb Novalgin.

Leider haben 1000 mg Novalgin (ist nicht das Original, aber der selbe Wirkstoff) heute Nacht um eins und noch einmal heute morgen um fünf keinerlei Wirkung gezeigt. Auch Wärme brachte keine Besserung. Die Nacht war die Hölle... Daraufhin habe ich heute Morgen gegen acht im Notdienst eine Diclo-Dexa-Spritze bekommen, um den Sonntag zu überbrücken und morgen früh zum Orthopäden zu gehen. In Verbindung mir Wärme im Rücken konnte ich dann endlich auch gut fünf Stunde schlafen.

Nun (Abends kurz vor sechs) beginnt es wieder empfindlich zu stechen und der Angstschweiss steht mir, im Hinblick auf die kommende Nacht, bereits auf der Stirn. Vor mir stehen die Packungen mit dem Novalgin (500 mg), Aspirin (500 mg) und Ibuprofen (800 mg) (zum Glück steht keine geladene Pistole zur Auswahl...). Könnte ich jedes dieser Schmerzmittel nach der Spritze heute morgen nehmen? Ist ja inzwischen ein ganz schöner Cocktail, den ich seit gestern eingenommen und gespritzt bekommen habe (normalerweise nehme ich so gut wie nie so was).

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