Wie hoch sind die Heilungschancen für einen Alkoholiker?

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5 Antworten

Die professionelle Mehrheitsmeinung ist, dass Alkoholismus nicht heilbar ist; die Minderheitsmeinung geht von einer Rückentwicklung der Sucht nach 7 bis 10 Jahre Trockenheit aus.

Die Chancen, dass jmd dauerhaft trocken bleibt (also die Krankheit zum Stillstand kommt) hängen sehr viel von der Behandlung ab:

  • nur Entzug: 5-10 %
  • Entzug und Entwöhnugstherapie (2-4 Monate meist stationäre Behandlung): 40-50 %
  • Selbsthilfegruppen: (AA, Kreuzbund, Blaues Kreuz): Erhöhen auf jeden Fall die Chancen erheblich nochmals

Muss das Dein Freund alles wissen ? Nee, muss er nicht; er muss nur aus freiem Antrieb die nächste Suchtberatungsstelle (Kommune, Landkreis, Caritas, Diakonie, Krankenhäuser mit psychiatrischer Abteilung) aufsuchen; die leiten ihn dann schon.

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Die Heilungschancen sind hoch wenn dein Freund von sich aus die Initiative ergreift und endlich einsieht, dass er Alkoholkrank ist. Überreden hilft gar nichts wenn er nicht von sich aus selber diesen Schritt unternehmen will. So leid es mir tut, dir das hier schreiben zu müssen, dein Freund muss scheinbar erst ganz unten angekommen sein um endlich die Einsicht zu erlangen. Auch wenn er dann trocken werden sollte so muss er sein Leben lang abstinent bleiben und diese Einsicht hat er vermutlich noch nicht oder kann sich noch nicht damit anfreunden. Es ist egal ob er nun zu den Anonymen Alkoholiker oder zum Blauen Kreuz oder in einen sonstige Selbsthilfegruppe geht, er muss es von sich aus selber wollen ansonsten sind auch deine Versuche ihn überreden zu wollen zweck- und hoffnungslos.

Viele Grüße , rulamann

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Einen Alkoholiker kann man nicht heilen, er kann aber mit Hilfe der anonymen Alkoholiker versuchen aufzuhören. Er bleibt aber trotzdem sein Leben lang Alkoholiker.

Dahin zu gehen, muss aber von ihm allein kommen, denn sonst bringt es nichts.

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Hallo,

er muss es von selbst wollen! Nur dann hat es auch einen Sinn eine Entzugsbehandlung in einer Fachklinik zu beginnen. Die Rückfallquoten sind leider hoch und die Behandlungskosten immens. Leider sieht die WHO den Alkoholismus als Krankheit! Aufgrund der hohen Rückfallquoten und des eigenen Verschuldens der Alkoholiker, für ihren Zustand, halte ich die Behandlung von Suchtkranken (Alkohol, Drogen) für eine Verschwendung von medizinischen Ressourcen.

http://www.anonyme-alkoholiker.de/

Liebe Grüße

Medicus92

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Kommentar von Nelly1433
28.10.2014, 16:52

Leider sieht die WHO den Alkoholismus als Krankheit

Wieso leider? Dann müßten auch alle Sportler für ihre zahlreichen, selbstverschuldeten Sportverletzungen die Behandlung selbst zahlen.
Und alle Raucher für die Folgen des Rauchens selbst aufkommen (niemand muss rauchen).
Und alle Menschen mit Herzklabaster und Übergewicht ebenfalls. Sie hätten ja gesünder leben können.
Und die Kosten für Geburten müsste auch jeder selbst übernehmen. Hätten ja enthaltsam leben können.
Und ....

Nein, ich bin weder Alkoholiker noch Junkie noch Raucher. Aber Forschungen haben inzwischen gute Gründe dafür ergeben, Alkoholismus als Krankheit einzustufen.

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Kommentar von Sandy46
28.10.2014, 17:32

Deiner Antwort ist zu entnehmen, dass Du wohl keinerlei Erfahrungen mit alkohlkranken Menschen hast. Hoffentlich hast du selbst nicht irgendwann mal eine Krankheit, die aus Gründen der "Verschwendung von medizinischen Ressourcen" einfach nicht behandlungswürdig findet. Aber deine Meinung kannst Du natürlich kund tun. Von daher, alles gut.

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Kommentar von joefi
29.10.2014, 08:14

Das ist komplett falsch, die Erfolgschancen bei einer professionellen Suchtbehandlung sind mit fast 50% enorm hoch. Davon können andere verhaltensbedingte Volkskrankeneiten (Diabetis, Adipositas, etc) nur träumen

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Dann trenne Dich von ihm. Wenn Du mit ihm seit langem befreundet bist hast Du auch ein Suchtthema? Bist Du co-abhängig?

Denen kann man leider gar nicht helfen die müssen so tief unten sein bis sie sich selbst helfen-oder vergehen.

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Kommentar von joefi
29.10.2014, 19:47

Merkwürdige Vorstellung von Freundschaft ...

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