Wie hoch ist die Überlebenschancen mit Darmkrebs der bereits In die Leber gestreut hat?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Es tut mir sehr leid, dass es deinem Opa so schlecht geht. Und leider habe ich auch keine positive Antwort für dich.

Bei meinem Onkel war es ähnlich. Bei ihm ist viel zu spät Dickdarmkrebs diagnostiziert worden und auch bei ihm hatte es in die Leber gestreut. Die Ärzte haben dennoch alles versucht, mit Chemos und OPs. Die Erkrankung wurde im November festgestellt und im Juni darauf mussten wir meinen Onkel leider schon beerdigen. Es gab einfach keine Hoffnung und zuletzt war alles nur noch Quälerei. Die letzte Chemo wurde gar nicht mehr durchgeführt, weil er so schwach geworden war, dass er die Tortur auch nicht überstanden hätte. Und zuletzt war der Tod eine Erlösung.

Für dich, bzw. für deine ganze Familie ist es meiner Meinung nach jetzt wichtig, für deinen Opa da zu sein, ihn zu unterstützen, ihm Kraft zu geben und - wenn es so weit ist - bewusst Abschied zu nehmen. Ich weiß, das ist alles leichter geschrieben als getan, aber wenn ihr alle zusammenhaltet, das ist das Wichtigste. Das merkt auch dein Opa und dann wird es ihm selber womöglich auch leichter fallen zu gehen.

Wichtig ist auch, dass du mit anderen, z.B. deinen Eltern oder vielleicht auch mit einem guten Freund, der für dich da ist, über deine Ängste und Sorgen sprichst und sie nicht mit dir alleine ausmachst. 

Leider habe ich keine bessere Antwort für dich. Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie ganz viel Kraft für die nächste Zeit!

Alles Gute, Lexi!

Danke, das du dir so viel zeit genommen hast mir zu antworten. Das mit deinem Onkel tut mir sehr leid. Ja, meine Eltern und ich versuchen ihm so viel wie möglich zu helfen, wir unterstützen ihn auch wo wir können. Jz müssen wir einfach abwarten und auf das aller beste hoffen

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@JustinM

Danke für das Sternchen und alles Gute und viel Kraft für euch!

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Hallo  Justin,

Du wirst sicher auch dies hier schon gelesen haben (Link) was auch Deine Aussage absolut bestätigt. http://www.darmkrebs.de/forum/?tg_id=1&t_id=3039

In dem Fall ist es wichtig das auch Jemand  für ihn da ist. Denn die Psyche ist bei solchen Erkrankungen ein großer Faktor.

Wenn die Beschwerden zunehmen sollte man sich wenn das möglich ist an ein so genanntes Pallativnetzwerk wenden! Um den Abschied zumindest erträglich zu machen.In wie weit die Chemotherapie die von Dir genannten Metastasen deutlich verkleinert? (Betroffen bei Metastasen ist zuerst die Leber als nächstes Organ).

Alles Gute Stephan

Danke für die tolle Antwort, Stephan

Leut den papieren vom Krankenhaus, wird mein opa auch palliative Therapiert, hierzu habe ich mich auch informiert und gelesen, das diese Therapie bei Patienten eingesetzt wird, bei denen man lediglich versucht die schmerzen zu lindern, da eine Heilung bereits sogut wie ausgeschlossen ist. Da mein opa aber, soweit ich weiß, gar keine schmerzen hat, weiß ich nicht so ganz, weshalb dennoch diese Therapie bei ihm eingesetzt wird. Was ein Palliativ Netzwerk ist, weiß ich leider auch nicht. 

Nochmals danke für die Antwort,

Justin

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Eine Heilung von Dickdarmkrebs im Endstadium mit Lebermetastasen ist so gut wie ausgeschlossen, das hast Du leider richtig recherchiert. "So gut wie" deshalb, weil es schon - sehr selten - zu Spontanheilungen gekommen ist, die niemand erklären konnte.

Die Chemotherapie ist trotzdem sinnvoll, da sie in diesem Falle Leiden lindert.

Es tut mir sehr leid, dass ich Dir nichts positiveres sagen kann.

Auch wenn die Chancen nicht gut stehen, kannst du deinen Opa trotzdem unterstützen. Besuch ihn regelmäßig, sprich mit ihm darüber wie es ihm geht, erzähl ihm von deinem Tag - vielleicht kannst du ihn damit von seinen Schmerzen ablenken. Die Psyche hat einen großen Einfluss auf die Vorgänge im Körper, vielleicht kannst du so etwas zu seiner Heilung beitragen. 

Noch ein Tipp: Der Körper von deinem Opa wird durch den Krebs und die Chemotherapie sehr geschwächt, es ist wichtig, dass er genug isst und alle wichtigen Nährstoffe aufnimmt. Bei einer Krebserkrankung kann es zu einer sogenannten Tumorkachexie kommen, das heißt übersetzt, dass der Patient keinen Appetit mehr hat und nichts mehr essen will.

Wenn das bei deinem Opa eintritt, gibt es die Möglichkeit, dass er sich mit Trinknahrung ernährt. Das ist so ähnlich wie ein Trinkjoghurt und enthält viele Kalorien und Nährstoffe. Nur wenn der Körper genug Nahrung aufnimmt, ist er stark genug, um gegen den Krebs anzukämpfen.

(Von Support editiert)

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