Wie hilft man einem Hypochonder?

3 Antworten

Man kann einem Hypochonder nicht helfen, es sei denn er ist einsichtig und lässt sich Therapieren.

Es ist schwierig mit Hypochondern. Selbst für Psychotherapeuten sind das nicht die einfachsten Fälle. Weil man eben nie weiß, wann es wirklich übertriebene Angst ist und wann eine ernsthafte Erkrankung, und wieviel Arztbesuche und Untersuchungen wirklich angemessen sind. Blöderweise können Hypochonder natürlich genauso ernsthaft erkranken wie jedermann. Der erste Schritt ist sicher die Einsicht. Ich würde aber nie den Begriff "Hypochonder" verwenden, der ist viel zu negativ besetzt. Es wäre besser, erstmal vorsichtig anzudeuten, ob die Person sich vorstellen könnte, dass ein Teil ihrer Beschwerden vielleicht psychisch verursacht sind, wenn kein Arzt was findet. Sagen, dass es so etwas gibt und zeigen, dass man ihre Beschwerden und Ängste dennoch absolut ernst nimmt (den psychisch verursachte Beschwerden fühlen sich genauso an wie körperliche Erkrankungen, subjektiv ist das wirklich dasselbe). Und ihr vielleicht nahelegen, zumindest mal eine - völlig unverbindliche - Probesitzung bei einem Psychotherapeuten zu nehmen. Vielleicht könnte ihr das auch ein Arzt empfehlen, zu dem sie Vertrauen hat (die meisten Ärzte sind sehr froh, wenn sie Hypochonder weiterverweisen können!). Viel Glück!

Eigentlich hilft nur eine Therapie aber die Voraussetzung dafür wäre die Erkenntnis, dass sie ein Hypochonder ist. Hierzu wäre es hilfreich, wenn sich die Freundin deines Vaters in ihrem näheren Bekanntenkreis einmal austauschen würde und eine ehrliche Meinung über sich abfragt. Ansonsten, sehe ich sonst keine Möglichkeit für eine erfolgreiche Therapie.

Viel Erfolg von rulamann

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