Wie genau führt man ein Schmerztagebuch?

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7 Antworten

Hat der Doc ihr denn nicht so ein vorgedrucktes Heftchen in die Hand gegeben? Das würde die Sache vereinfachen.

Leider hab ich grad keines parat, daher aus dem Gedächtnis: für jeden Tag wird notiert, welche Medikamente, Befinden morgens/mittags/abends/nachts, Schmerzstärke nach Skala, Besondere Vorkommnisse.

Offenbar hat der gute Doc so etwas nicht in der Schublade gehabt, also sollte Deine Mutter formlos aufschreiben, wann und wielange sie jeweils die Schmerzen hat, ob sie (bzw. wann) dagegen ein Medikament genommen hat, wie die Schmerzstärke zu den einzelnen Tageszeiten ist. Hat Deine Mutter so eine kleine Schiebeskala von 1 (sehr gering) bis 10 (größtmöglicher Schmerz)? Die sollte der Doc wenigstens rausrücken. Das Schiebespielchen klingt albern, aber anhand des zunehmenden roten Balkens kann man wirklich besser seine derzeitige relative Schmerzstärke ermitteln!

Wenn Du mal realisierst, wozu der Doc diese akribische Pinselei haben will, dann kannst Du Deiner Mutter vielleicht auf dem PC so einen Vordruck gestalten, den sie bloß täglich auszufüllen braucht (dann vergisst sie nichts wichtiges).Etwa so:

Datum/Schmerz wo/Tageszeit/Stärke/Medikament? Und dann vielleicht noch eine Spalte für "Besonderes".

Ich wünsche Dir, daß man Deiner Mutter auf diese Weise besser helfen kann. Alles Gute!

dann kannst Du Deiner Mutter vielleicht auf dem PC so einen Vordruck gestalten,

Warum unnötig Arbeit machen? Du kannst einfach bei Google "Schmerztagebuch" eingeben und dann findest du viele Seiten auf denen es auch Vorlagen zum Runterladen gibt - incl. Anleitung zum Ausfüllen.

Viele Grüße, Lexi

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@Lexi77

Vor vier Jahren war das noch nicht so üppig. Um so besser, wenn heute.

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Hallo! So ein Schmerztagebuch ist sehr praktisch, denn oft kann der behandelnde Arzt sich damit ein besseres Bild von den Schmerzen machen als durch die bloße Erzählung des Patienten. Hier wird festgehalten, wann Schmerzen auftreten, ggf. unter welchen besonderen Umständen, wie stark diese Schmerzen sind und was und wieviel man ggf. dagegen einnimmt. Mit diesen Informationen kann dann ein Arzt die Schmerzmedikation optimieren.

Es gibt zwei Arten von Schmerztagebüchern. Die eine Art funktioniert mit der sog. visuellen Analogskala (VAS), d.h. man trägt ein lachendes Gesicht :-) ein, wenn man (so gut wie) keine Schmerzen hat, ein neutrales Gesicht :-/ wenn man mittelmäßige Schmerzen hat und ein weinendes Gesicht :-( bei sehr starken Schmerzen. Diese Skala ist aber recht ungenau. Deswegen finde ich die numerische Analogskala (NAS) deutlich besser. Hier trägt man die Stärke der Schmerzen nach Zahlen ein, 1 bedeutet dabei so gut wie kein Schmerz, 10 bedeutet schlimmster, kaum zu ertragender Schmerz.

Sieh dir mal diese Seite an: http://www.schmerzmessen.de/schmerz-messen/das-schmerztagebuch.html Dort kannst du auch ein Schmerztagebuch für deine Mutter downloaden oder kostenfrei bestellen (dann bekommt man auch so einen Schmerzskala-Schieber dazu). Außerdem findest du auch weitere Infos zum Thema Schmerz. Alles Gute!

Ich habe auch mal für kurze Zeit ein solches Schmerztagebuch geführt. Es ist ein kleines mit einer Schmerztabelle, bestehend aus einer Skala von 1 bis 10, 1 bedeutet dabei ganz geringer Schmerz und 10 bedeutet ganz starker Schmerz, das nach Tageszeit, Stimmung, Medikation und natürlich Qualität und Quantität der Schmerzen ausgefüllt werden soll. Dieses Heft habe ich von meiner Physiotherapeutin bekommen, die mir anfangs beim Ausfüllen half und mich beraten hat.

War Deine Mutter beim Hausarzt, beim Orthopäden oder bei welchem Arzt... Es gibt nämlich auch hervorragende Schmerzambulanzen, z.B. in einem Krankenhaus.Manchmal wissen nämlich Hausärzte, Orthopäden etc. nicht weiter und können nicht helfen, aber Dauerschmerzen soll man nicht ertragen - erdulden. Da kann man etwas gegen tun. Ich finde es auch sehr eigenartig, dass Deine Mutter keine Vordrucke mitbekommen hat. Ein Schmerztagebuch zu führen ist sehr wichtig!

Hallo Schultz, so ein Schmerztagebuch bekommst du in einigen Apotheken. Dort wird dann in Tabellen eingetragen, wann man Schmerzen hat und wie stark die Schmerzen sind. Außerdem sollte man noch eintragen, was man gegessen hat, um herauszufinden ob irgendwelche Nahrungsmittel die Schmerzen verursachen könnten.

Bei meiner Tante war das glaube ich so, dass sie ein kleines Heft vom Krankenhaus bekommen hat dass sie dann einfach ausfüllen muss. Da steht dann ja auch genau drin, wie das geht! Sie musste damals glaube ich 3 mal am Tag auf einer Skala von 1 bis 10 ankreuzen wie stark sie die Schmerzen jetzt empfindet. Dann musste sie noch dazu schreiben wo genau und wie sich der Schmerz anfühl und auch noch wie ihre Stimmung zu dem Zeitpunkt gerade ist. Medikamente gegen die Schmerzen musste sie auch immer eintragen und zwar genau wann sie die genommen hat und wie viel und ob es geholfen hat!

Folgendes ist beim Führen eines Schmerztagebuchs zu beachten: Drucken Sie sich das Schmerztagebuch aus und tragen Sie es immer bei sich. So können Sie jederzeit Eintragungen vornehmen. Beurteilen Sie die Schmerzen mithilfe der Schmerzskala von 0 bis 10 und tragen Sie den entsprechenden Wert ein. Verzeichnen Sie, wo sich der Schmerz genau befindet und wie lange er angedauert hat. Schreiben Sie genau auf, was Sie kurz vor dem Auftreten des Schmerzes getan haben. Haben Sie etwas Besonderes gegessen? Haben Sie sich gerade sehr stark aufgeregt? Gab es eine außergewöhnliche Situation? Tragen Sie ein, welche Medikamente in welcher Dosierung zu welcher Uhrzeit von Ihnen eingenommen wurden und ob sie gewirkt haben. Gab es Maßnahmen (z.B. Wärmeanwendungen, Entspannungsübungen), welche die Schmerzen gelindert haben? Das Tagebuch sollte über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen geführt werden, gegebenenfalls auch länger. Nehmen Sie das Schmerztagebuch zu jedem Arztbesuch mit.

http://www.onmeda.de/arztbesuch/untersuchung_behandlung/schmerztagebuch-schmerztagebuch-3733-3.html

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