Wie finde ich heraus, was mein Schatten ist?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

All die Dinge, die du konstant über längere Zeit an anderen kritisierst gehören zu dir! Wir projekzieren solche Anteile auf andere und übernehmen dadurch keine Verantwortung für unseren Schatten. Erst wenn wir für uns feststellen, dass es zu uns gehört können wir auch die Verantwortung dafür übernehmen.

Das kann ich nur bestätigen, der Mensch neigt dazu, die eigenen Schwächen den anderen Menschen vorzuwerfen.

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Jeder Mensch hat positive und negative Eigenschaften oder Sonnen- und Schattenseiten wie du es nennst. Was nützt es in den Tiefen deiner Seele nach Schattenseiten zu suchen? Man muss sich so akzeptieren wie man ist. Das beste Mittel seine Schwachstellen zu überwinden ist, sich seiner Stärken bewusst zu werden und sie in den Vordergrund zu rücken und ausbauen. Das erhöht das Selbstwertgefühl und löst Glücksgefühle aus.

hmmm... Ich hoffe du meinst damit nicht die Verdrängung, die dann zu psychosomatischen Beschwerden wie Verspannungen und anderen Symptomen führen...

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@malony

Ich finde auch, das hört sich nach Verdrängung an ;-)

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@elves

Wenn ich meine Schwachstellen nicht kenne, kann ich sie auch nicht verdrängen. Es soll nichts verdrängt werden, aber warum soll ich unbedingt nach ihnen suchen, Menschen können dadurch auch psychomatische Störungen bekommen. Je stärker ich meine Stärken auslebe, bleibt umso weniger Raum für Schwächen.

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@dinska

Ich wage mal zu Behaupten dass es gerade unsere unbewussten Schwachstellen sind, die uns zum Verdrängen bringen und die psychosomatischen Beschwerden auslösen. Kaum jemand sagt: ach ja, ich habe gewusst, dass durch mein Verdrängen von "meinem Schatten", diese und diese Krankheit ausgelöst wird...

Aber vielleicht verstehe ich die Frage falsch... Ich denke es geht bei der Frage um unser unbewusstes Verhalten... Und so verstehe ich die oben genannten "Schatten in unserem Leben" als nichts anderes, als unsere verborgenen (Fehl-) Ziele die wir mit unserem Verhalten erreichen wollen (z.B. ich will geliebt werden, ich will anerkennt werden, ich will gewinnen, ich muss perfekt sein, ich darf keine Fehler machen, ich will keine Verantwortung übernehmen, usw... jeder hat seine eigene innere Überzeugung). Bei jedem Problem wo wir im Leben begegnen, stehen wir am gleichen Punkt an und es ist uns völlig nicht klar warum. Oder es ist uns gar nicht bewusst, dass wir eigentlich immer am gleichen Punkt anstehen. Darum lohnt es sich schon, mal hinzuschauen und nach dem warum und vor allem wozu zu Fragen. Ich bin dagegen, wenn man einfach sagt: ich bin halt so, da kann man nichts machen! Das stimmt definitiv nicht!

Den Focus auf das Positive lenken ist auf jeden Fall immer gut und es kann durchaus kontraproduktiv sein, wenn man dauernd in alten Wunden und Probleme herumwühlt... Aber sich mal Hinterfragen, das ist absolut stark!

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@malony

Siehst du, das ist auch meine Meinung. Wer nur im "Dreck" wühlt, wird nur Dreck finden, wer das Licht sucht, wird Licht finden! Ich muss mich nicht hinterfragen, höchstens wenn ich Probleme habe. Ich weiß wie ich bin und akzeptiere mich, weil ich weiß, dass ich nie eine andere sein kann und auch nicht möchte.

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Fantastische Frage!

Dazu folgendes Zitat von C.G. Jung:

"Alles was uns an anderen missfällt, kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen."

Ich denke, was wir an Anderen nur ganz schwer oder nur mit Missfallen ertragen können, hat oftmals sehr viel mehr mit uns zu tun, als uns lieb ist

Ganz wichtig ist auch die Rückmeldung der Gemeinschaft.

Wenn wir immer nur allein zuhause wären, würden wir immer nur auf uns selbst zurückfallen. Wären demnach immer nur mit uns selbst konfrontiert.

Die Umwelt erkennt manches an uns besser als wir selbst. Wir sind unser Ausgangspunkt. Wir sehen uns als "normal", und "messen" die Anderen an unserem Selbstbild.

Wir müssen ausserdm bereit sein, uns erkennen zu wollen. Uns wirklich sehen zu wollen, wie Andere uns sehen. Denn Selbsterkenntnis kann manchmal sehr schmerzhaft sein.

Stimmt, eine Selbsterkenntnis tut aber lediglich dem inneren Stolz weh, und baut aber das Herz auf!

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@elves

Ja, da ist etwas dran, Elves.

Wahrscheinlich ist es der Stolz, der da schmerzt. Danke! :)

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