Werde ich durch die selbsterfüllende Prophezeiung endgültig krank?

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3 Antworten

Seitdem bin ich der festen Überzeugung, dass diese Prophezeiung auf die unterschiedlichsten Arten definitiv in Erfüllung gehen wird.

Erbrechen ist ein Notfallprogramm des Körpers. Und der war schon fertig entwickelt, als wir noch gar nicht vernünftig denken konnten. Übelkeit und Erbrechen sind auch Dinge, die man normalerweise nicht will. Hat man dennoch etwas giftiges, verdorbenes, zu fettes oder zu zuckerhaltiges zu sich genommen, mit dem der Magen nicht fertig werden kann, oder auch bei einer Infektion von Magen und/oder Darm,  kommt es zu Übelkeit mit oder ohne Erbrechen. So gelangt der Mageninhalt dann gar nicht erst in den Darm. (Gefahr erkannt und sofort gebannt) 

Damit folgt der Körper ganz einfach einer instinktiven/hormonellen Schleife in seinem Verdauungsprogramm - Unterprogramm Notfall - und wirft das Schädliche raus. Das funktioniert sogar bei einem Vollidioten. Und weil auch dem für eine Weile dann der Appetit verdorben ist, verzichtet er erst einmal auf alles Essen. Der danach schon durch den schlechten Geschmack im Mund entstehende Durst führt zu einer größeren Wasseraufnahme. Beides zusammen kuriert jede Vergiftung und Infektion. 

Auch der gesündeste Mensch muss sich hin und wieder übergeben. Dazu muss man auch gar nicht erst "etwas verkehrtes" essen, es reicht, wenn einen eine Magen-Darm-Grippe anfliegt. Wie @Sweetdays meint 'ein mal im Jahr', kommt ungefähr hin. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Emetophobie#Erscheinungsbild

... Boschen betont, dass all diese Aspekte der Emetophobie einen stark somatischen Charakter haben. Neben der beschriebenen Angst und dem Vermeidungsverhalten kommen zahlreiche körperliche Begleitsymptome, wie anhaltende Übelkeit, hinzu sowie evtl. Bauchschmerzen, Durchfall, Reizmagen/-darm, Sodbrennen, Erbrechen, Schwindel, schüttelfrostähnliches Zittern, Ohnmachtsgefühl (ausgelöst durch stundenlanges Nichts-Essen)... weswegen eine Emetophobie auch von Ärzten oft nicht erkannt und falsch diagnostiziert wird. Boschen[2] meint dazu, dass besonders diese gastrointestinalen Symptome von Emetophobikern geradezu heraufbeschworen werden, da sie erwartet werden. Diese Erwartung führt zu einer erhöhten Aufmerksamkeit auf Anzeichen einer möglichen Übelkeit. Solche Überreaktionen sind genau das, was eine Störung von der Normalität unterscheidet. 

Guck dir das doch mal richtig an. Du sorgst doch gar nicht dafür, dass deine Prophezeiung wahr wird. Du bist doch in Wahrheit froh darüber, dass dieser Schwebezustand fortbesteht. Du befasst dich da die ganze Zeit hypernervös mit einem Reflex als Schutzprogramm, den du eh nicht steuern kannst. 

Es besteht für jeden Menschen stets eine geringe Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz, einem Kometen, einem stürzenden Baum, einer herunterfallenden Dachpfanne getroffen zu werden; im Lotto zu gewinnen, eine üppige Erbschsft zu machen. Auf solche Zufälligkeiten muss man also jederzeit im Leben gefasst und vorbereitet sein - oder;-)

Geh doch mal ins Bad, kotz dich einmal richtig aus, dann hast du es für dieses Jahr doch hinter dir deine eigene Prophezeiung ist erfüllt, und du kannst dich beruhigt zurücklehnen. 

Was würdest du machen, hättest du diese Phobie nicht? Mach das doch einfach, ganz nach der Devise: 

Sorge dich nicht - Lebe!

Das hört sich ja sehr, sehr belastend an wenn ich lese was Sie beschäftigt.

Als erstes ist es gut, dass Ihr Körper erbrechen kann - es ist grundsätzlich ein Reflex, der den Körper schützen soll. Wie das alles funktioniert erklärt Julia Enders sehr gut in ihrem Buch, in dem es eigentlich um den Darm geht: http://www.amazon.de/gp/product/3550080417?creativeASIN=3550080417&linkCode=w00&linkId=&ref_=as_sl_pc_qf_sp_asin_til&tag=shivansveraen-21 Aber bevor etwas schädliches in Ihren Körper gelangt ist dieser Schutzmechanismus sehr wichtig.

Ich vermute, dass es gar nicht eigentlich ums "Kotzen" geht - sondern um die damit verbundenen Gefühle. Sie schreiben von Emetophobie - haben Sie Angst, von etwas überwältigt zu werden? Möchten Sie auf jeden Fall die Kontrolle über eine Situation behalten? Denn die haben Sie beim Erbrechen nicht mehr - da reagiert Ihr Körper ganz spontan und eben reflexhaft.

Wenn ich es richtig verstehe, sind Sie bereits in Begleitung bei einem Psychotherapeuten? Besprechen Sie dort doch mal das Thema "Kontrolle behalten wollen" und "Angst vor dem ausgeliefert sein bzw. Angst davor, die Kontrolle zu verlieren." Wenn Sie das nächste Mal wieder Angst haben, sich zu erbrechen, dann bitten Sie mal jemanden, Sie so richtig durchzukitzeln. Ich vermute, dass dadurch Angst ausgelöst wird. Das hat aus meiner Einschätzung mit dem Erbrechen selber gar nichts zu tun - das ist nur ein Symptom, an dem Sie immer wieder bemerken, dass diese Angst vorhanden ist. Was Ihnen hilft ist einzig und alleine das Gefühl von Sicherheit - der inneren Sicherheit, dass Sie tatsächlich gar keine Kontrolle haben… übernichts und niemanden!

Oft entsteht diese Angst dadurch, dass man in der Vergangenheit von jemandem manipuliert wurde. Haben Sie das erlebt? Dann können Sie das zum Thema in der Therapie machen. Dann brauchen Sie sich auch nicht ständig mit dem Thema Kotzen zu beschäftigen.

Hallo! Deine Angst vor dem Erbrechen kann ich gut nachvollziehen. Es ist eine unangenehme Sache. Jedoch erfüllt das Erbrechen, bei einem Virus, bei einer Lebensmittelvergiftung und ähnlichen Sachen eine wichtige Aufgabe. Es reinigt den Magen und sorgt dafür, dass die Darmflora geschützt ist. Ich frage mich nun, wie du ein krankheitsbedigtes Erbrechen von dem Erbrechen aus deiner Selbstprophezeiung unterscheiden willst. Ich glaube du muss versuchen dich von deinem Zwang befreien. Mit einem Psychotherapeuten.

Nimm dir die Zeitvund arbeite dran.

Und ich glaube, dass der Durchschnittsmensch jedes Jahr mal brechen muss. Davon stirbt niemand, wie gesagt es ist oftmals sogar gesundheitsfördernd...

Alles Gute....

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