Wer kann mir etwas zur Gestalttherapie erklären?

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2 Antworten

Gestalttherapie hat entgegen der gängigen Meinung nichts mit Gestaltung, Kunst, Ton o.ä. zu tun, das ist nicht richtig. Das würde sich Gestaltungstherapie nennen.

Gestalttherapie entstammt der humanistischen Psychologie mit einem ähnlichen Menschenbild wie die Gesprächstherapie nach Rogers, nämlich ganzheitlich (daher der Begriff "Gestalt" als mehr als die Summe seiner Teile), grundsätzlich den Menschen akzeptierend. Man geht von der "Paradoxie der Veränderung" aus, dass nur verändert werden kann, was zunächst akzeptiert wurde. Es wird nicht so sehr über die Probleme und die Zusammenhänge der Entstehung und Verursachung in der Vergangenheit gesprochen, sondern gegenwartsorientiert und emotionsorientiert gearbeitet mit dem Thema: "Was ist gerade jetzt". Die körperlichen Empfindungen werden einbezogen. Mit den auftauchenden Emotionen wird dann experimentierend gearbeitet, z.B. in der sog. Zweistuhlarbeit. Es geht darum, Gefühle zu verarbeiten, nicht akzeptierte Teile zu integrieren, sich damit auseinanderzusetzen. Es ist eine sehr spannende Therapie. Geeignet prinzipiell für jeden, der dafür offen ist. Vielleicht nicht gerade akute Psychosen oder Suchterkrankungen. Diese Therapieform wird allerdings (noch) nicht von den Krankenkassen übernommen.

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Hey Gestaltungstherapie ist für Menschen, die nicht unbedingt über ihre Probleme reden möchten oder können. Sie wandeln ihre Energie dann mit Hilfe von Ton, Wasserfarben, Gips usw. In produktives um. Oft werden Wünsche, Ziele aber auch Hindernisse und teilweise auch Personen gestaltet. Das soll den Menscgen bei der Verarbeitung von Problemen helfen. Meist wird aber ergänzend über die Probleme gedprochen. Die Möglichkeiten der Umsetzung sind je nach Praxis und Ausrüstung häufig auch sehr beschränkt. Liebe Grüße

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