Frage von Campino, 69

Wer kann mir bei dieser Behinderung helfen?

Es geht um meine entfernte Freundin, zu der ich lange keinen Kontakt hatte. Jetzt haben wir uns ganz zufällig in meiner Nähe gefunden. Ich habe sie nicht erkannt, weil sie an Krücken geht und ich mich erschrocken habe, in welcher extremen Lage sie sich befunden hat. Von hinten sah es aus, als hätte sie ein amputiertes Bein, als ich dann ihr Handycap sah , hat es mir fast den Boden unter meinen Füßen weggerissen. Ihr linkes Bein war ganz eng am Körper in angewinkelter Haltung, ihr Knie war gegen ihre Schulter gedrückt und ab dem Knie hing das Bein ganz lahm herunter, der Fuß hing ihr immer wieder vor der Krücke. Sie kann das Bein nicht mehr aus dieser Lage bewegen. Es sieht aus , als wäre sie beinamputiert, aber man kann es nicht verstehen, wie sie mit dieser Behinderung zurecht kommt. Das Bein bleibt Tag und Nacht immer in dieser verkrampften Stellung, auch beim autofahren sitzt sie mit angewinkeltem Bein im Auto. Der Fuß steht auf dem Sitz, aber der hängt oder baumelt ja so extrem, das sie aufpassen muss, das er nicht zu Seite oder im Auto, zwischen die Türe kommt. Kann mir da jemand helfen oder kennt einen ähnlichen Fall.

Antwort
von Straeuschen, 35

Das ist echt schlimm! Aber, hast Du Deine Freundin nicht drauf angesprochen?

Vielleicht hat sie einen Nerv eingeklemmt, so das sie das Bein nicht anders halten kann, oder die Sehne hat sich verkürzt, das kann vieles sein, aber erfahren, was es ist, wo das Problem liegt, das kann  Dir nur Deine Freundin sagen!

Sicherlich war sie mit dieser Fehlstellung schon beim Arzt, frag sie, was sie alles unternommen hat, dann könnte man mehr dazu schreiben.

LG Straeuschen 

Kommentar von Campino ,

Hallo, ich habe natürlich mit meiner Freundin über ihre Bewegungseinschränkung gesprochen, da sie das Bein schon 3 Jahre in dieser Haltung hat. Sie hatte vor 12 Jahren einen Unfall( mit dem Fahrrad unter LKW)dabei hat sie eine Lähmung im Bereich vom Knie bis einschl. Fuß zurück behalten.Danach konnte sie mit dem Bein nicht mehr , ohne Krücken gehen. Sie konnte das Bein aber nicht hoch halten, da sie im Knie auch kein Gefühl mehr hatte , versuchte sie das Bein angewinkelt hoch zu fixieren. Sie schämte sich natürlich, weil sie nicht so gut mit dieser Situation zurecht kam. In den Jahren danach ist sie kaum noch rausgegangen , alle Erledigungen haben ihre Kinder gemacht. Damit sie sich zuhause einigermaßen bewegen konnte , hat sie das Bein immer höher fixiert. Später , als sie merkte das sich die Sehnen extrem verkürzt haben und kaum noch Muskeln da waren, ist sie nach langem Zögern zum Arzt. Da wurde dann klar, das ihr Bein komplett steif in der angewinkelten Stellung , ohne zu fixieren, nicht mehr zu bewegen war. Da ihr Bein ab dem Knie schlaff hängend gelähmt war, mußte sie das Bein in der warmen Zeit fixieren, da es extrem baumelte. Im Winter hat kaum einer gemerkt, das ein Bein in der verkrampften steifen Stellung war, da hat es unter einem Mantel verstecken konnte. Der Orthopäde hatte ihr zu einer Amputation geraten, entweder der untere Teil vom Bein mit einschl. Knie oder komplett. Dazu hat sie sich bis heute nicht durchringen können, zusätzlich hatte sie Angst vor Phantomschmerzen. Meine Frage dazu ist, das ich mich nicht auskenne, aber vielleicht jemand etwas ähnliches kennt.

Kommentar von Straeuschen ,

Hallo Campino,

das ist so traurig. durch einen Unfall mit dem Fahrrad? Was ich nicht verstehe, warum wurde damals nichts unternommen? Das muss doch sehr schlimm für Deine Freundin gewesen sein!

Wenn die Sehnen einmal verkürzt gewachsen sind, ist es sehr schmerzhaft, durch Physiotherapie etwas zu erreichen! Vielleicht wäre eine Amputation doch anzuraten, kann ja sein, das sie eine Prothese bekommt, damit auch eventuell laufen könnte!

Was die Angst vor den Phantomschmerzen  angeht, nicht jeder bekommt diese, hat sie denn starke Schmerzen in dem gelähmten Teil des Beines? Mein Schwiegervater hatte beide Beine, in mehreren OP,s stückweise, amputiert bekommen, er hatte oft starke Schmerzen in den Beinen, die nicht mehr da waren, aber er hatte offene Beine, diese Schmerzen bekam er immer wieder mal!

Deine Freundin könnte sich auch noch eine zweit Meinung einholen, logisch, das man Angst hat, aber sie sollte mal das positive sehen, ihr würde es sicher besser gehen, wenn eine Teilamputation gemacht wird, sie könnte sich besser bewegen und eventuell auch wieder mit einer Prothese laufen! 

Kannst Dich ja noch einmal melden, wie Deine Freundin sich entschieden hat! Alles Glück der Welt wünsche ich Deiner Freundin

LG Straeuschen

Antwort
von Winherby, 43

Verstehe Deinen Beitrag, bzw. Deine Frage nicht. 

Inwiefern brauchst DU  denn Hilfe?

Wenn diese Bekannte mit ihrem Handycap zurecht kommt, ist es doch gut. Wieso soll Dir jemand helfen?

Wenn Dich dieser ungewöhnliche Anblick geschockt hat, dann sprich mit ihr darüber, sie ist es wohl, die Dir noch am ehesten helfen kann, diesen Anblick zu verkraften. 

VG

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