Wer kann beim Ausfüllen vom Schwerbehindertenantrag helfen?

1 Antwort

Hallo! Eigentlich ist das Ausfüllen eines Antrages auf Feststellung einer Schwerbehinderung gar nicht schwierig.

Gestellt wird solch ein Antrag beim zuständigen Versorgungsamt, manchmal (z.B. bei uns) auch bei der zuständigen Kreisverwaltung. Da müsste man einfach mal bei der Stadtverwaltung nachfragen, wie das bei euch ist. Anträge bekommt man z.B. beim Sozialamt.

In manchen Bundesländern, so z.B. auch bei uns in NRW kann man so einen Antrag sogar online ausfüllen (einfach mal googeln mit "Antrag Schwerbehinderung" oder "Antrag Schwerbehinderung Versorgungsamt" oder auch mit dem entsprechenden Bundesland).

So ein Schwerbehinderungsantrag kann dann mit dem entsprechenden Formular an die zuständige Stelle geschickt werden. Wenn man schon Arztbefunde, Berichte etc. beifügt, dann kann evtl. schneller entschieden werden, weil die Ämter dann nicht mehr erst bei den behandelnden Ärzten Befunde anfordern müssen. Man sollte aber trotzdem mit dem Antrag die Entbindung von der Schweigepflicht unterschreiben, damit u.U. fehlende Unterlagen bei den behandelnden Ärzten angefordert werden können.

Hilfreich kann es auch sein, wenn man den behandelnden (Haus-)Arzt bittet, eine entsprechende Stellungnahme zu schreiben, in der er schon den nach seiner Meinung angemessenen Grad der Behinderung benennt. So hat man dann später ggf. auch einen Anhaltspunkt, ob es sich lohnt Widerspruch einzulegen.

Man sollte im Antrag schon möglichst genau die körperlichen Beschwerden und Einschränkungen beschreiben, muss da aber keine Fachsprache verwenden, sondern kann das in eigenen Worten machen.

Nach dem Einreichen des Antrags wird dieser dann vom medizinischen Dienst nach genau festgelegten Richtlinien geprüft. Wichtig ist, dass Behinderungsgrade von verschiedenen Beschwerden nicht einfach zusammenaddiert werden, sondern letztendlich ein Gesamtwert bestimmt wird.

Wenn entschieden wurde, bekommt man schließlich den Bescheid der zuständigen Stelle. In diesem Bescheid wird einem dann der zuerkannte Grad der Behinderung mitgeteilt. Außerdem, ob dies befristet oder unbefristet ist und ob noch ggf. ein Merkzeichen zuerkannt wurde (z.B. aG - außergewöhnlich gehbehindert, G - erheblich gehbehindert, H - hilflos, RF - befreit von der Rundfunkgebührenpflicht etc.).

Ist man mit dem zuerkannten Grad der Behinderung (GdB) nicht zufrieden, dann kann man innerhalb von einem Monat Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Dies kann zunächst formlos geschehen. Das wird dann vom Landesversorgungsamt überprüft und man bekommt dann einen entsprechenden Bescheid. Ist man dann noch immer nicht zufrieden, kann man gegen den Bescheid Klage beim Sozialgericht einreichen, hierzu braucht man dann aber einen Anwalt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich das damals nicht sehr kompliziert fand, diesen Antrag zu stellen. Die Formulare sind eigentlich sehr detailliert.

Sollte man dennoch Hilfe benötigen, kann man beim Sozialamt nachfragen, ob man dort Hilfe bekommen kann, ansonsten würde mir noch der VdK einfallen. Die helfen bei sowas wohl auch.

Hier noch ein Link, wo du das alles auch nochmal nachlesen kannst (weitere kommen als Kommentar): http://www.tippser.de/sparen-spartipps/antrag/antrag-auf-schwerbehinderung.html

Viele Grüße und viel Erfolg!

Ja VdK...aber NUR wenn man danach als Mitglied eintritt. Das musste ich heute feststellen. Sonnst keine Hilfe !

0

Was möchtest Du wissen?