Wer hat Erfahrungen mit Lumboischialgie?

2 Antworten

Hallo Kolosius,

also mit dieser Diagnose, brauchst du sicher eine Therapie. Wo hast du genau Schmerzen, wie bist du eingeschränkt vom Bewegen? Es gibt die Variante wo die Schmerzen im unteren Rücken anfangen bis ins Gefäß. Oder das zweite: Die Schmerzen strahlen bis in die Füße aus und du kannst schlecht laufen oder auch nicht´mehr dich bücken odr gerade stehen. Oder drittens: Es wird schlimmer, wenn du ein Bein anziehst? Auf jeden Fall muß genau untersucht werden was Sache ist. dann vesucht man es meistens mit Spritzen (Cortison und ein Schmerzmittel) oder manche Quaddeln, (mehrere Einstiche unter die Haut mit einem örtlichen Betäubungsmittel, dann Wärme und Reizstromtherapie, Schmerz bzw. muskelentkrampfende Mittel, damit der Druck vom Nerv weicht, dann natürlich Krankengymnastik. Wenn das alles nichts bringt innerhalb kurzer Zeit oder sich der Zustand verschlechtert, besteh darauf dass eine MRT gemacht wird, denn es kann auch ein Bandscheibenvofall oder andere Erkrankung vorliegen. Alles Gute Cellenik

Lumboischialgie bedeutet lediglich, dass du Schmerzen in der LWS hast, die ins Bein austrahlen. Nach der Ursache wurde nicht gesucht! Entweder gehst du zu einem anderen Arzt und lässt dich da nochmal untersuchen, oder du gehst zu einem Physiotherapeuten am besten mit Manueller Therapie!

Therapie

Zur symptomatischen Therapie einer Lumboischialgie eignen sich ganz unterschiedliche Therapieansätze. Unter einer symptomatischen Therapie versteht man eine an Krankheitszeichen (Symptomen) orientierte Therapie. Eine wirklich ursächliche Therapie, wie die Entfernung eines Bandscheibenvorfalles findet zunächst nicht statt.

Lagerung

Durch eine Stufenlagerung wird der untere Rücken (Lendenwirbelsäule) entlastet und durch die angewinkelten Beine auch der Nervus Ischiadicus entspannt.

Physiotherapie

Ziel der Krankengymnastik bei einer akuten Lumboischialgie ist die Beruhigung der mechanisch irritierten Nervenwurzel. Hierzu eignet sich beispielsweise die Schlingentischbehandlung bei der der Patient in eine schwerelose Position gebracht wird und sich die Nervenaustrittslöcher (Neuroforamen) erweitern. Die im Bereich der Nervenaustrittslöcher bedrängte Nervenwurzel bekommt so die Möglichkeit sich zu erholen. Allgemeine Informationen zur Krankengymnastik finden Sie auch unter unserem Thema: Physiotherapie

Elektrotherapie

Die Anwendung von therapeutisch wirksamen Stromformen gehört in den Bereich der physikalischen Therapie und wird mit der Heilmittelverordnung für Physiotherapie ausgestellt. Verschiedene Stromarten wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Medikamente

Klassische Medikamente der Entzündungs- und Schmerzhemmung sind Nicht-Steroidale-Antirheumatika (NSAR) und Kortison. Die Applikation in Tablettenform oder als Medikament zur Injektion ist möglich. Hauptsächliches Ziel ist die Schmerzreduktion durch eine Entzündungshemmung an der Nervenwurzel.

Pregabalin (Lyrika ®) kann ebenfalls zur Begleittherapie einer chronischen Lumboischialgie eingesetzt werden. Lyrica ® wirkt schmerzlindernd bei neuropathischen Schmerzen (Nervenschmerzen) vielfältiger Art.

Lokale Infiltrationen

Die wirksamste Therapie einer Lumboischialgie erfolgt durch lokale, zielgenaue Infiltrationen an die betroffenen Nervenwurzeln. Diese Form der Spritzentherapie ist auch als periradikuläre Therapie (PRT) bekannt. Um Infiltration präzise an die Nervenwurzel zu applizieren, ist ein Bild gebendes Verfahren notwendig. Besonders geeignet hierfür ist die Bild gebende Unterstützung durch eine Computertomographie (CT). Als Injektionsinhalt wird meistens ein Gemisch aus einem lokalen Betäubungsmittel und Kortison verwendet.

Mit großem Erfolg werden auch rückenmarksnahe Infiltrationen wie die Epidurale Infiltration oder die Sakrale Infiltration (Sakrale Blockade, Sakrale Flutung) eingesetzt. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen, wie ein kurzzeitiges Schwächegefühl der Beine und einer daraus resultierenden Sturzgefahr, werden diese Infiltrationen bevorzugt unter stationärer Kontrolle durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema: Epidurale Infiltration

Operation

Ist die Lumboischialgie aufgrund der Schwere der zugrunde liegenden Erkrankung, z.B. aufgrund eines sehr großen Bandscheibenvorfalls, nicht ausreichend konservativ therapierbar, dann kommen operative Therapiemaßnahmen zum Einsatz, indem der Bandscheibenvorfall entfernt wird (Microsdiscektomie, endoskopische Discektomie) und/oder die Nervenaustrittslöcher erweitert werden (Dekompression, Foraminotomie).

http://www.dr-gumpert.de/html/lumboischialgie.html

Die Reizung des Ischiasnervs geht von alleine wieder weg.Wenn nicht,hilft Krankengymnastik und Manualtherapie.Vorbeugend hilft ein Rückenmuskelaufbautraining,wenn es öfters vorkommt.

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