Wer hat eigene Erfahrungen bei der Operation oder Bestrahlung eines Acusticusneurinoms und möchte diese mit mir teilen?

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2 Antworten

Eigene Erfahrungen habe ich "nur" mit der stereotaktischen bzw. radiochirurgischen Therapie als Behandler.

Die von uns bestrahlten Pat. haben -nach teils 20 J. Nachbeobachtung keine radiogene Beschwerden und selten Rezidive - wie sie auch nach Resektion (also OP) vorkommen können.

Mehr Infos s. auch mein Kommentar (+Link) auf Stefans Beitrag.

Übrigens:

Eine radiochirurgische Bestrahlung kann man nicht nur mit dem GammaKnife durchführen, auch wenn bei der Google-Suche diese Maschine immer bei den ersten "Treffern" landet. Da ist ein gutes Stück Marketing dahinter.

Mit einem entsprechend ausgestatteten Beschleuniger UND eingespieltem Team mit Erfahrung in Radiochirurgie ist das in vielen Einrichtungen möglich.

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Hallo Hermine u.Paula,

es gibt nur eine Möglichkeit und zwar die chirurgische Entfernung wenn der gutartige Tumor zu groß geworden ist.
Das Problem gleich neben dem Tumor ist der Hörnerv (Nervus facialis) und der Nervus vestibularis (Nerv des Gleichgewichtsorgan).

Bei einer Bestrahlung würde man u.U. auch diese Nerven schädigen. Ob man dann mit andauernden Schwindel leben will? Also wird dies operiert. Ich schätze ein Neurochirurg ist hier gefragt.

Gruss Stephan

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beamer05 29.04.2016, 11:32

es gibt nur eine Möglichkeit und zwar die chirurgische Entfernung wenn der gutartige Tumor zu groß geworden ist.

Nein, es gibt nicht nur EINE Möglichkeit (wenn auch die neurochirurgische Resektion meist bevorzugt wird).

Häufig ist auch eine hochpräzise stereotaktische Bestrahlung (sog. Radiochirurgie) sinnvoll.

Dabei wird der Hörnerv geschont, weil die Bestrahlung höchstpräzise abläuft.

Wir haben das einige Male sehr erfolgreich und ohne(!) Hörverschlechterung bei den Patienten durchgeführt, erstmals vor ca. 20 Jahren, bis heute rezidivfrei.

Diese Therapie führen nur Strahlentherapieeinrichtungen durch, die auch die Möglichkeit zur Radiochirurgie haben (spezielle Apparaturen zur hochgenauen Fixierung des Kopfes etc.).

Daher ist für den Fragesteller durchaus auch die Vorstellung bei einer entsprechend erfahrenen Einrichtung zu empfehlen, dort kann man auch die Chancen und Risiken von Bestrahlung vs. Neurochirurgische OP einschätzen und gemeinsam mit Neurochirurgen dann das für den Patienten am besten geeignete Vorgehen besprechen.

Ein paar interessante Aspekte gibt es hier zum nachlesen:

https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/44621

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