Wer hat erfahrung mit vitamine B12 mangel

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6 Antworten

Hallo Miriamjansen,

Ein massiver Vitamin B12 Mangel entsteht meist über einen längeren Zeitraum der Fehlernährung oder einer Darmerkrankung. Auch bestimmte Umweltgifte können beteiligt sein. Die häufigste Ursachen eines Vitamin B12 Mangels dürfte eine Störung oder ein Mangel bestimmter Enzyme sein die ein ausreichendes Absorbieren im Darm verhindert. Ebenso kann eine chronische Gastritis ursächlich sein. Zahlreiche andere Möglichkeiten kommen noch in Betracht. Auch unterschiedliche Medikamente können für die Störung zu Grunde liegen. Bei Gesunden Menschen ist vorwiegend in der Leber eine Menge an Vitamin B12 gespeichert was den Bedarf für durchschnittlich 2 bis 3 Jahre deckt. Dadurch ist der direkte Zusammenhang zwischen Ursache und Symptomen oft schwer erkennbar und die Diagnose erschwert. Je nach Ursache kann es ausreichen mit Nahrungsergänzungsmitteln nachzuhelfen. In Deinem Fall wird das Krankenhaus eine Darmerkrankung oder Beteiligung nicht ausgeschlossen haben sonst hätte man sicherlich nicht gleich mit Infusionen und Spritzen therapiert. Wenn ein Vitamin B12 Mangel in so spätem Stadion Diagnostiziert wird, dann benötigt der Körper sicherlich eine sehr lange Zeit um die Schäden zu beheben und die Zustände zu normalisieren. Du kannst dies unterstützen indem Du versuchst so gesund wie möglich zu essen (viel Obst, Salat, Gemüse, viel Rohkost und sehr gut, langsam und bedächtig kauen). Außerdem würde Ruhe und Gelassenheit und Bewegung (z.B. Spazieren) wie es Dein Kräfteverhältnis zulässt hilfreich sein. Ich wünsche Dir eine gute Besserung und viel Kraft.

Gerhard

Colleen19 02.01.2013, 23:02

Wichtig ist jetzt auch, genug Eisen zuzuführen, da der Körper für die ganzen neuen Blutzellen, die er jetzt endlich wieder herstellen kann, ohne Ende Eisen braucht. Sonst nützt das Vitamin B12 nur die Hälfte. Und die Nervenschäden können Monate lang noch andauern, bis sie sich regenerieren. Das dauert leider... Und es können leider auch Restsymptome überbleiben, je nach Schwere der Vorschädigung.

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Hallo Miriamjansen,

kenne deine Symptome nur zu gut , aber kann dir leider net sagen wie lange es dauern wird...ich warte schon seit 6 Monaten, dass es besser wird :/

Hoffe dir gehts bald wieder besser

LG

hatte ähnliche Symptome bei akutem Vitamin D Mangel, nach 2 wöchiger Einnahme dementsprechender Präparate habe ich deutliche Verbesserungen gespürt, eigentlich müsste das bei B12 auch so sein. Es wurde hoffentlich ein grosses Blutbild gemacht...

Colleen19 02.01.2013, 20:41

Santo, ein großes Blutbild ist entgegen landläufiger Meinung nicht das Erfassen ganz vieler verschiedenster Blutwerte, sondern dröselt nur die weißen Blutkörperchen in ihre Einzelfraktionen (Eosinophile, Neutrophile, Basophile, Lymphozyten, Monozyten) auf, das hilft in dem Fall nicht weiter. Das ist mehr was für Leukämien etc..

http://de.wikipedia.org/wiki/Blutbild#.E2.80.9EGro.C3.9Fes.E2.80.9C_Blutbild

Aber generell sollte man das laborchemisch abklären, da hast du recht. Und man sollte Alkoholmissbrauch, Fehlernährung und über Atemtests eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms ausschließen.

LG

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santo 02.01.2013, 20:46
@Colleen19

Wenn Du weisst was ich meine dann sag doch bitte wie sich das nun nennt. Das wurde bei mir gemacht jedoch auch unter dem Namen: grosses Blutbild...dort waren etliche Werte verzeichnet. Habe das auch hier, jedoch wo??? Suche das mal raus aber nicht mehr heute...

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Colleen19 02.01.2013, 21:20
@santo

Das hat leider keinen bestimmten Namen, weil ich ja immer gucken muss, was dem Patienten fehlt und was Sinn macht und dafür bei jedem Patienten individuell entscheide, was für Werte ich wissen will. Man fordert die gefragten Werte quasi einzeln an, indem man auf dem Zettel, der zur Blutprobe gehört, ankreuzt, was man bestimmt haben will. Das ist ja je nach Krankheitsverdacht unterschiedlich.

Manche Kliniken/Arztpraxen haben sich "Profile" angelegt, in denen ein bestimmter Satz an Laborwerten bestimmt wird, bespielsweise bestimmt man als erstes Routinelabor meist erstmal die Elektrolyte (Na, Ca, CL, K), das kleine Blutbild (Erys, Thrombos, Leukos, MCV, MHC, MCHC, Hb), die Blutgerinnung (Quick, INR, pTT) und vielleicht noch ein paar Serumwerte wie CRP, Leberwerte (GGT, GOT, GPT, Bilirubin), und LDH. Ist aber im Ermessen des Arztes.

Wenn ich den Verdacht auf einen Infarkt habe, interessieren mich bspw. noch Troponin T oder I sowie die CK (speziell CKmB).

Bei Verdacht auf Sepsis kann man noch Procalcitonin bestimmen, bei Verdacht auf eine Bauchspeichelentzündung Lipase und Amylase etc..

Wie gesagt, hängt davon ab, was ich wissen will und welchen Verdacht ich habe.

Bei uns weiß dank interner Regelung das Labor, dass wenn ich auf dem Laborzettel z.B. "Profil 4" ankreuze, dass sie die Herzinfarktparameter mitbestimmen müssen, bei "Profil 18" beispielsweise Leberwerte, Hepatitisserologie und HIV-Test. Wie gesagt, diese Profile sind aber von Klinik zu Praxis unterschiedlich und mehr eine interne Regelung.

Insgesamt kann man mehrere 100 verschiedene Laborwerte ermitteln, die sicherlich alle ihre Berechtigung im Spezialfall haben, aber man beschränkt sich halt auf das, was zur Verdachtsdiagnose passt und prüft nicht, wie alle Patienten immer glauben, alles nur Erdenkliche. Das würde den finanziellen Rahmen jeder Krankenkasse sprengen und ist auch nicht sinnvoll.

Vitamine sind beispielsweise eher speziell, die überprüfe ich nur, wenn ich einen begründeten Verdacht auf Mangel oder Überdosierung habe.

Ich hoffe, man versteht, was ich meine :-)

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santo 02.01.2013, 21:44
@Colleen19

Ja, ich verstehe, nur was soll ich denn nun raten wenn jemand so eine Frage stellt, wie betitel ich nun den Oberbegriff? Dann kann ich ja weiter den Begriff grosses Blutbild nennen, da anscheinend jeder weiss was gemeint ist, oder wie???

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Colleen19 02.01.2013, 22:48
@santo

Besser wäre es wahrscheinlich, konkret nach Laborwerten zu fragen oder zu fragen, ob denn "eine ausführliche Blutuntersuchung" durchgeführt wurde.

Wir meinen im Prinzip das Gleiche, das weiß ich, nur ist speziell der Ausdruck "großes Blutbild" etwas unglücklich, da halt nicht zutreffend.

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santo 02.01.2013, 22:53
@Colleen19

dann merk ich mir mal den Begriff "ausführliche Blutuntersuchung", danke Dir :)...

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elliellen 06.01.2013, 22:27
@Colleen19

Hallo "santo", lass dich bitte nicht verunsichern. Deine Idee mit dem GROSSEN BLUTBILD war gut, und mit einem grossen Blutbild kann man weitaus mehr abklären als die Leukozyten aufzuteilen, wie hier dementiert wurde....LG

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santo 06.01.2013, 22:35
@elliellen

danke ellilein, ich dachte schon ich liefe 30 Jahre doof durch die Gegend:)...

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elliellen 08.01.2013, 21:22
@santo

Gern geschehen! Und ich finde es toll, dass du bei dem Namen( du weisst schon) geblieben bist (-; gefällt mir sehr gut!!LG

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Ich wusste gar nicht, dass man so krasse Beschwerden von B12 Mangel bekommen kann? Wie kam es denn bei dir dazu? Hast du dich einfach nur falsch ernährt oder hat das eine andere Ursache?

Hallo Miriamjansen, ich habe seit 6 Jahren einen Vitamin B12-Mangel. Es ist besonders wichtig, dass eine Magenspiegelung erfolgt; um festzustellen ob eine Autoimmungerkrankung Gastritis A vorliegt. Mein B12-Speicher war auf Null. Als Erstes bekommt man über ca. 2-3 Wochen eine Hochdosis B12 gespritzt. Und es muss auch regelmäßig durch einen Bluttest geprüft werden. Heute spritze ich selber subcutan einmal im Monat 1000 µ Vitamin B12. Ausserdem lasse ich einmal im Jahr eine Magenspiegelung machen, um auszuschließen, dass durch die fehlende Magensäure, eine Krebserkrankung entsteht.

Wichtig ist noch das, dass Verhältnis Vitamin B12, Folsäure und Ferritin im Einklang ist. Diese Blutwerte sollten immer im Normbereich sein. Ich lasse das zweimal jährlich kontrollieren. Seit ich diese Therapie sorgfältig einhalte geht es mir gut. Es ist aber eine lebenslange Therapie. Du kannst ja einmal im Internet suchen nach "Autoimmungastritis Typ A.

Gute Besserung wünsche ich Dir. Bellissima

sonnenschein123 24.03.2013, 19:21

Ich habe auch ein extremen Vitamin B12 Mangel. Aber das mit der Magenspiegelung hat mir noch Niemand empfohlen, also danke für den Hinweis :)

LG

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Gibt es nicht auch eine B12-Resorptionsstörung? Dann könnte man ja theoretisch so viel B12 zu sich nehmen wie man will und es würde sich nicht bessern... :(

Colleen19 02.01.2013, 22:54

Die gibt es, entweder nach Magenoperationen, bei chronischer Magenschleimhautentzündung wie Typ-A-Gastritis (da fehlt der Intrinsic Factor, gebildet von den Belegzellen des Magens, der sonst dafür sorgt, dass Vitamin B12 überhaupt resorbiert werden kann) , bei bakterieller Fehlbesiedlung des Dünndarms oder bei chronischen Darmentzündungen mit Ileumbefall (Vit. B12 wird im Ileum resorbiert), beispielsweise bei Morbus Crohn.

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Colleen19 02.01.2013, 23:06
@Colleen19

Das ist übrigens auch der Grund, warum Vitamin B12 hier als Infusion/Spritze substituiert wurde. Als Tablette würde das bei einer Resorptionsstörung nicht nutzen.

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