Wer hat Erfahrung mit Naratriptan gegen Migräne?

2 Antworten

Triptane helfen nur bei Migräne. Bei allen anderen Kopfschmerzarten, wie z. B. Spannungskopfschmerzen, sind sie unwirksam gegen den Schmerz. Deshalb solltest du dir vor der Einnahme von Naratriptan (z. B. Formigran) sicher sein, dass es sich bei dir wirklich um Migräne handelt. Ohne die sichere Diagnose „Migräne“ – gestellt von einem Neurologen – würde ich keine Triptane schlucken. Der Neurologe kann dich auch beraten, ob und (wenn ja) welches der vielen verschiedenen Triptanpräparate für dich geeignet ist.

Ich selbst darf wegen meines Bluthochdrucks keine Triptane nehmen, aber meine Schwester und mein Vater haben gute Erfahrung damit gemacht: Schmerzfreiheit innerhalb einer halben bis 1 Stunde. Keine Übelkeit mehr. Keine Nebenwirkungen.

Wichtige Regeln für alle Triptane:

• Triptane sollten nur eingesetzt werden nach einer ärztlichen Voruntersuchung einschließlich Blutdruckmessung und Elektrokardiogramm sowie individueller Beratung. Dies gilt auch und gerade für den erstmaligen Einsatz in der Notfallsituation bei schweren Migräneattacken.

• Sie sollten nicht eingesetzt werden, wenn ein Dauerkopfschmerz aufgrund von Medikamentenübergebrauch besteht, oder Gegenanzeigen bestehen, wie zum Beispiel ein Zustand nach Herzinfarkt, Schlaganfall, andere Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Leber- oder Nierenerkrankungen.

• Nehmen Sie Triptane erst ein, wenn die Kopfschmerzphase beginnt, dann aber so früh wie möglich. Während der Auraphase sollten diese Wirkstoffe nicht verabreicht werden. Grund dafür ist, dass sie nicht in der Lage sind, die Symptome der Aura direkt zu beeinflussen. Auch können sie die Symptome der Migräne nicht effektiv verbessern, wenn sie zu früh vor der Kopfschmerzphase gegeben werden. Darüber hinaus wird während der Auraphase eine Verengung bestimmter Gehirngefäße als mögliche Ursache angenommen. Gefäßverengende Wirkstoffe wie Triptane können in dieser Phase deshalb zu einer Verstärkung der Symptome führen.

• Unabhängig von der Höhe der Dosis sollten Sie unbedingt beachteten, dass Sie das Mittel pro Monat an nicht mehr als 10 Tagen einnehmen, da sonst die Gefahr eines Dauerkopfschmerzes aufgrund Medikamentenübergebrauchs besteht.

• Der Hersteller empfiehlt, Triptane nur bis zu einem Alter von 65 Jahren zu verabreichen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt und nach kardiologischer Abklärung spricht nichts gegen einen Einsatz von Triptanen auch jenseits dieses Alters. Es liegen mittlerweile auch Studien für den Einsatz von Sumatriptan und Zolmitriptan als Spray bei Jugendlichen zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr vor. Diese ergaben kein erhöhtes Risiko in dieser Altersgruppe. Bei Kindern unter der Altersgrenze von 12 Jahren sollten Triptane allerdings nicht verabreicht werden.

• Typische Nebenwirkungen der Triptane sind ein leichtes, allgemeines Schwächegefühl und ein ungerichteter Schwindel, Missempfindungen, Kribbeln, Wärme- oder Hitzegefühl und leichte Übelkeit. Sehr selten können auch ein Engegefühl im Bereich der Brust sowie im Halsbereich auftreten. In aller Regel sind die Nebenwirkungen mild und verschwinden von selbst wieder.

Quelle: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/anfallsbehandlung/grundsaetzliches/

Triptane nicht nicht Ohne. Dass sie lange rezeptpflichtig waren, hatte schon seine Gründe. Aber jeder Patient reagiert anders darauf. Meine beste Freundin bekam auch welche und hat sehr stark darauf reagiert, mit Herzrasen, Schwindel und Panik. Die hatte fast schon einen anaphylaktischen Schock. Naratriptan hat nicht so starke Nebenwirkungen, weshalb die Rezeptpflicht aufgehoben wurde. Typische Nebenwirkungen sollen hier Blutdruckanstieg und Beklemmungsgefühle sein. Ob es dir besser hilft als andere Schmerzmittel musst du eben probieren.

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