Wenn ich in der Schule aus Psychischen Gründen befreit bin, kann ich dann ein Praktikum machen?

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2 Antworten

Das geht bestimmt, wenn dein Behandler (ggf. schriftlich) begründet, warum der Schulbesuch deiner Gesundheit nicht zuträglich ist aber eine Aktivität in einem anderen (sozialen) Umfeld dir guttäte. Der Arzt/Psychologe kann das bestimmt vernünftig begründen und psychiatrische Gutachten werden selten angezweifelt. Man kann sich da fast alles bescheinigen lassen.

Kenne jemanden mit psychischen Problemen, der in die Zuständigkeit des Jobcenters fällt, aber an keiner Pflichtmaßnahme wie sonst jeder "gesunde" teilnehmen muss, wegen seiner Depressionen. Er hat vernünftig erklärt, dass er mind. 1x die Woche einen kleinen Ausgleich braucht und trägt Zeitungen. Es wurde nicht mal ein ärztliches Gutachten verlangt und man lässt ihn machen, sieht ein, dass er nicht vollzeit arbeitsfähig ist.

Das könntest du z.B. machen: Zeitungen zustellen. Ist nicht zu anspruchsvoll, aber ein schöner Zeitvertreib mit körperlicher Aktivität, wo du nebenbei noch einen Groschen verdienst.

Du könntest dich auch irgendwo als Freiwillige melden. Bei der Tafel Essen ausgeben oder in der Kleiderkammer vom Roten Kreuz etc.

Vielleicht bekommst du auch einen Platz in der Tagesklinik, wenn es sowas bei euch gibt?!

In manchen Städten gibt es auch "Tagesstätten", ähnlich wie Tagesklinik, wo du den Tag über Leute um dich herum und Beschäftigung hast.

Oder kläre mit deinen Behandlern ab, ob du ein Praktikum wo auch immer machen kannst. (Ob sie vernünftig argumentieren können - bei Arbeit im Krankenhaus z.B. wäre es etwas schwierig zu rechtfertigen, dass du das kannst, aber nicht in die Schule.) Es kommt also auf die Art der Arbeit an und ob man sie als "fordernder" als die Schule ansehen kann.

Dann kann es vielleicht noch wichtig sein, warum die Schule dich überfordert. Wichtig ist, dass ein anerkannter Fachmensch schlüssig erklärt, warum dieses und jenes gut für deine psychische Gesundheit sein könnte und als Therapie taugt.

Und was es sonst zu beachten gilt, weißt du sicher. Morgens aufstehen - geregelter Tagesablauf, regelmäßiges Essen, ausreichend Schlaf und Bewegung.

Nutze die Zeit doch für Sport. Joggen, vielleicht Krafttraining oder Ballsportarten. Dann ziehst du nächstes Jahr im Sportunterricht alle ab und fühlst dich in einem gut geformten Körper viel selbstbewusster. In einigen Monaten kann man schon viel erreichen.

Scheinst schlau zu sein. Denk also gar nicht ans nächste Schuljahr, sondern kümmer dich einzig und allein um deine Gesundheit und stabilisier dich. Den blöden Schulabschluss schaffst du locker :)

Viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

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Das würde ich an deiner Stelle einfach mal mit deinen Eltern oder Therapeuten besprechen. Es muss ja nicht unbedingt ein Praktikum sein. Vielleicht kannst du auch an einem Mal-Kurs oder ähnlichem teilnehmen. Irgendwas, was dir Freue bereitet und dir gut tut. 

Oder du suchst dir einen nicht zu anspruchsvollen Nebenjob. Sowas wie Zeitungen verteilen, oder vielleicht im Supermarkt aushelfen. 

Gibt da sicher viele Möglichkeiten.

Vielleicht wäre auch ein Sportverein mit 2-3 mal pro Woche Training ein guter Ausgleich für dich. 

Sag einfach deinen Therapeuten, dass du dich irgendwie sinnvoll beschäftigen möchtest und frag, ob sie einen Vorschlag haben. 

Die können dir ja auch am besten sagen, was du "darfst" und was nicht ;)

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