Wenn der Arzt oder Physio von blockierten Wirbel spricht, was meint er wirklich damit?

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Zunächst sollten die Begriffe geklärt werden.

Die Wirbel renken sich nicht wirklich aus.

Dies geschieht nur bei sehr schweren Unfällen.

Man sollte besser von einer Blockierung sprechen.

Jeder Wirbel ist mit dem nächst höheren oder tieferen über zwei Gelenke verbunden. Diese Gelenke sind wie Dachziegel geformt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es passieren, dass sich diese Gelenke etwas ineinander schieben und "verhaken", das heißt sie können sich nicht mehr frei bewegen. Das verursacht unangenehme Schmerzen und natürlich eine Einschränkung der Beweglichkeit.

Ein Einrenken ist daher auch nicht notwendig.

Solche Manöver bergen stattdessen auch erhebliche Gefahren, vor allem wenn nicht vorher durch ein Röntgenbild ausgeschlossen wird, dass andere Erkrankungen der Wirbelkörper bestehen und das Einrenken dann vielleicht zum Brechen des Wirbelkörpers führt.

Auch mancher Bandscheibenvorfall ist erst beim Einrenken aufgetreten. Meist hilft ein Schmerzmittel, damit sich die Verspannung wieder lösen kann und krankengymnastische Übungen.

Wenn immer wieder Blockierungen auftreten hilft langfristig nur eine Stärkung der Rumpf- Nacken- und Schultermuskulatur um die Wirbelsäule zu stabilisieren.

Je regelmäßiger und dauerhafter dieses Training durchgeführt wird, desto besser. Auch hier wirkt ein leichtes Ausdauertraining zusätzlich unterstützend.

Auch sollte man seinen Tagesablauf überdenken um ungünstige Belastungen zu vermeiden. Also nach einem langen Tag lieber spazieren gehen, als schief im Sessel einzuschlafen.

8http://www.aok.de/bundesweit/vorsorge/gesunder-ruecken-faq-21755.php#218129

Radiusfraktur - einrenken mit oder ohne Narkose?

Radiusfraktur war verschoben und musste eingerenkt werden. Leider war es der Arm wo die Lymphknoten ausgeräumt wurden und die Finger nicht ganz gerade gehen ohne Schmerzen. Dem Arzt alles berichtet und um eine Sedierung beim Einrenken gebeten. Wurde abgelehnt, dauert nur wenige Minuten. Schmerzmittel haben bei mir seit meiner Chemo keine Wirkung mehr, trotzdem wurde Infusion mit Analgin gegeben, die keinerlei positive Wirkung zeigte. Meine Finger wurden in den sogenannten "Mädchenfänger" geklemmt und der Oberarm mit 3 kg belastet. Im Internet habe ich nachgelesen, dass man das unter Vollnarkose macht. Das Drama begann schon damit, dass die Schwester und der Pfleger nicht wussten, wie das Gerät an der Liege befestit wird. Nach 3 Versuchen und 2maligen Neubefestigen der Finger ging es dann endlich und ich dachte ich bin im Mittelalter bei einer Folter. Das Strecken sollte ich 20 Minuten aushalten und dann kam der Arzt und hat den Bruch eingerenkt. Ich glaube, mein Schreien hat man kilometerweit gehört. Es hat mehrere Minuten gedauert und ich war der Ohnmacht nahe, dann habe ich gesagt, wenn er nicht aufhört zu drücken, beiße ich ihn. Ich war so fertig, dass ich seitdem Alpträume habe und mir in der zweiten Nacht den Gips abreißen wollte, weil ich geträumt habe, mir beißt ein Krokodil den Arm ab. Ist so etwas denn noch normal? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Hallo Ihr Ärzte hier, hättet Ihr das auch so gemacht? Am Schluss der ganzen Behandlung sollte ich noch ein Rezept für Schmerzmittel bekommen, der Arzt, der wahrscheinlich fast nichts verstand, meinte noch Ibuprofen und Analgin währe völlig das Gleiche. Ich sagte ihm, dass mir das völlig neu wäre, meines Wissens hat Analgin den Wirkstoff Metamizol und Ibuprofen ist auf Basis Isobutylphenylpropinsäure. Ich fühlte mich total verarscht. Für Eure Antworten danke ich schon mal.

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