Welches ist die Hoechstmenge von Insulin, die man taeglich Spritzen darf?

2 Antworten

Hallo,

ich habe den TYP 1-Diabetes nach einer Masern-Impfung (diese neue MMR-Impfung) bekommen.

Eine Maximalmenge zum Spritzen  beim Insulin gibt es nicht. Aber sollte die Menge Insulin deutlich in die Höhe gehen, sollte man möglichst versuchen sich mehr zu bewegen.

Unbedingt darauf achten: Diät-Nahrung ist in Deutschland zwischenzeitlich verboten. Es ist besser Haushaltszucker zusich zu nehmen als Fruchtzucker. Fruchtzucker kann der Körper nicht verarbeiten, geht an die Leber und die speichert es in Körperfett um. Das führt zur Insulinresistenz, dass mehr gespritzt werden muss. Darum ist die Diabetiker-Nahrung verboten worden. Haushaltszucker wird vom Insulin zersetzt. Bei 1% mehr Kalorien /Joule hat Fruchtzucker 25% weniger Süßkraft und verursacht so bis zu 30% mehr Kalorien-/Joule-Aufnahme.

Versuche mal die Mahlzeiten einzuteilen in kleinere Portionen und häufiger zu essen. Das hilft mir zum Beispiel wenn ich mich wegen dem, was mir meine Oma angetan hat, vor Schmerzen nicht bewegen kann oder wenn ich mit Fieber krank bin und mich kaum bewege.

Meine Adoptiveltern sind beides Ärzt und Papa Reinhard ist Proktologe, das ich auch werden möchte. Nächstes Jahr fängt bei mir mit 10 Jahren das Studium an.  Papa Reinhard hat gesagt: "Wenn du Ärztin werden willst, werde Proktologin. Da kannst du nicht arbeitslos werden. Das Organ, das du dann behandelst, die triffst du überall. Und 95% aller Kollegen werden menschlich gesehen deine Patienten!" Auch ich musste schon feststellen, dass er recht hat. Ein Arzt soll seinen Patienten zuhören und ernst nehmen. Kann er es nicht, soll er seinen Beruf aufgeben. Ich werde meinen Beruf nicht aus geldgier machen sondern aus der Pflicht der christlichen Nächstenliebe, bei der der Patient das Sagen hat, was mit seinem Körper gemacht wird oder auch nicht. Und sollte ich dann mit dem Geld nicht zurecht kommen, gehe ich lieber zusätzlich als Putzfrau arbeiten. Aber kurz den Patienten rein rufen und "der nächste bitte" wird es bei mir nicht geben.

Gute Besserung

kleineLaura

Liebe kleine Laura, vielen Dank, dass Du Dir Zeit fuer Deine ausfuehrliche Mitteilung genommen hast, die ich gerne gelesen habe.  Ich wuensche Dir viel Glueck und Erfolg fuer die bevorstehenden Studien.  Du wirst sicher eine ausgezeignete  Aerztin. 

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Kann  man pauschal nicht beantworten. Bei einer ausgeprägten Insulinresistenz finden sich Insulintagesdosen von weit über 100 IE.

Danke fuer die schnelle Antwort. Ich hatte im Internet keine Antwort gefunden. Da mein Arzt Krebs hatte, denke ich manchmal, dass er nicht mehr so zuverlaessig ist. Es ist fast unmoeglich, einen anderen Arzt in der Provinz Quebec zu finden, wenn man schon einen hat, auch wenn man mit ihm nicht zufrieden ist. Ich hatte schon manchmal 15 oder 20 (bei Euch multipliziert mit 17) und bin dann immer gleich sehr besorgt, da meine Augen durch die Diabetes schon sehr gelitten haben und ich nicht weiss, wieviel ich spritzen darf.  Danke nochmals.

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@valeriane

Wenn die medizinische Versorgung so kompliziert und lückenhaft ist bei Ihnen, dann müssen Sie selbst ran. 

Das ist alles keine Raketentechnologie und mit gesundem Menschenverstand kann man sich auch als Nichtmediziner da reindenken. Lesen Sie und versuchen Sie das Prinzip der intensivierten Insulintherapie beim Typ II zu verstehen.

Ziel ist, dass Sie sich eine individuelle Tabelle oder ein Berechnungsschema mit Blutzuckerwerten und Insulindosis (abhängig von der Tageszeit/Mahlzeit) erarbeiten. 

Sie differenzieren ja bereits, wenn Sie mal 10 und mal 12 IE spritzen. Dieses Prinzip kann man natürlich auch auf höhere Blutzuckerwerte ausdehnen. Beim Typ II ist das (im Gegensatz zum Typ I) etwas, was sich aber nur bedingt errechnen lässt, da der Faktor "Insulinresistenz" nicht berechnet werden kann. Man ist also auf Erfahrungswerte angewiesen. Sie müssen da auch mal etwas probieren, z.B. bei einem Wert von > 12 mmol/l eben auch mal 14 IE oder mehr spritzen. Voraussetzung ist, dass Sie viel und häufig messen und das für sich dokumentieren.Und: Sie müssen natürlich die Symptome einer Hypoglykämie bei sich erkennen können.

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@GeraldF

Vielen Dank fuer die ausfuehrlich Antwort.  Ja, ich schreibe schon meine Werte auf eine Liste und versuche, mich dementsprechend zu spritzen.  Ich war nur besorgt, dass ich vielleicht zu viel spritzen koennte. Jetzt verstehe ich, dass ich auch manchmal eine hoehere Dosis spritzen kann.  Bin einigermassen diszipliniert, aber manchaml esse ich doch etwas Suesses oder habe auch weniger Bewegung im Winter.  Danke nochmals.

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