Welchen Zucker soll man nach einer Krebserkrankung meiden und welchen darf man zu sich nehmen?

4 Antworten

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es wird einem empfohlen, nach einer ueberstandenen Krebserkrankung Zucker zu meiden

Zu dieser Empfehlung nimmt der Krebsinformationsdienst des Deutschen krebsforschungszentrum kompetent und ausführlich Stellung:

" Zucker als Krebsrisiko?

Stimmt es, dass man vor allem den Tumor "füttert", wenn man Kohlenhydrate und insbesondere weißen Zucker konsumiert?

Besonders viele Diskussionen gibt es zurzeit zur Frage, ob Krebspatienten Zucker essen dürfen, und ob sie nicht sogar möglichst alle Kohlenhydrate meiden sollten, also auch Brot, Nudeln und alle anderen stärkehaltige Lebensmittel.

Dahinter stehen Forschungen zum Stoffwechsel in Tumoren:
Gibt es auffallende Unterschiede? Gehen Krebszellen grundsätzlich anders mit dem Energielieferanten Zucker um, als dies gesunde Zellen tun?

Entsprechende Theorien sind bereits rund einhundert Jahre alt, sie gehen auf die Forschungen des Nobelpreisträgers Otto Warburg zurück. Er beobachtete, dass Tumorgewebe oft bei einem bestimmten Schritt des Zuckerstoffwechsels "stehenblieb". Es kam zur "Gärung", wie sie etwa Bakterien zur Energiegewinnung nutzen, oder auch menschliches Gewebe, wenn der Sauerstoff fehlt.

Tatsächlich ist die Beobachtung des Energiestoffwechsels von Tumorzellen heute wieder ein wichtiger Forschungszweig. Die Frage, ob man den Tumor besonders "füttert", wenn man Kohlenhydrate und insbesondere Zucker aufnimmt, ist dagegen nach wie vor offen.
Bisher gibt es keine Studiendaten, die hierauf eine pauschale, einfache und für alle Patienten passende Antwort bieten würden.

Ist es gerechtfertigt, bereits jetzt schon eine ganze Palette von Lebensmitteln anzubieten, die angeblich zur kohlenhydratarmen und zuckerfreien Ernährung von Patienten unbedingt notwendig sind?
Noch fehlt die wissenschaftliche Grundlage dafür, dass diese Diät tatsächlich etwas nutzt.

Die meisten Krebspatienten können es sich nicht leisten, auf Kohlenhydrate völlig zu verzichten, um nicht an Gewicht zu verlieren, mehr dazu im Text "Krebsdiäten". Zwar kann eine Erkrankung ein Anlass sein, die bisherige Ernährungsweise kritisch zu hinterfragen. Experten raten jedoch davon ab, sich zu überfordern, vor allem dann, wenn der Appetit sowieso schon unter der Krankheit oder auch der Therapie leidet.

Betroffene sollten sich dann nicht durch gut gemeinte, aber nicht begründbare Diätwarnungen unter Druck setzen lassen."

https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/mythen.php#inhalt16

Bei Fragen oder wenn Du weitere Informationen wünschst, stehen die Ärzte des Krebsinformationsdienstes Dir auch telefonisch oder per Mail zur Verfügung (s. Homepage).

Man kann mit Nahrungsfett und Nahrungseiweiß aber problemlos zunehmen, ohne die nicht-essentiellen Kohlenhydrate....

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Danke für das Sternchen!

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Hallo S..,

nun ich schätze Du wurdest etwas verschoben gutefragenet-Mitglieder hier ist Gesundheitsfrage.net ..

Wie auch immer Du solltest Deinen Konsum an Weisszucker und Fruktose deutlich einschränken. .Auch Obst was sehr süss ist z.B. Weintrauben aber auch Orangen oder gar Trockenobst wenig sinnvoll. Säfte eher etwas verdünnen. Dafür sind Beeren verhältnismäßig Zuckerarm. Auch bei Kartoffeln, Nudeln, Müsli und Brot.aufpassen. Denn Stärke wird nicht selten zu Zucker umgewandelt. Halt einmal Brot kaufen und einmal durch kauen und danach noch ein, zwei Minuten im Mund behalten- da merkt man richtig das es mit der Zeit süsser wird.

Honig ist ein Einfachzucker das heißt in der Dosis liegt es ......da muss man halt den goldenen Mittelweg finden! Nicht ganz verzichten sonst ist man heftig gefrustet.

Aber wenn es geht und möglich ist den Zucker austauschen. Es gibt Stevia Tabs udgl. allerdings ist es wichtig das man nicht überdosiert sonst schmeckt es weniger süss sondern eher bitter und ... Da dei Süsskraft von Stevia wenn ich mich nicht irre 300 mal süsser als Zucker.

Nun wenn man Stevia kauft sollte man auf die Liste der Inhaltsstoffe schauen. Ich habe mir einmal vor Jahren Streusüsse gekauft weil da vorn ganz groß Stevia drauf stand. Als ich dann hinten drauf geschaut habe stand da 3 % Stevia und 97 % Zucker hier Matodextrin (Das Wort Maltodextrin leitet sich von Maltose und Dextrose ab: Maltose (= Malzzucker) ist das Dimer zweier Glucose-Moleküle, während Dextrose (= Glucose = Traubenzucker) ein Monomer (Einfachzucker) darstellt.

Wenn das Stevia z.B. auch Thaumatin (E 957) als Streckmittel enthält würde ich die Finger davon lassen.

wenn man gerne bäckt n der Bücherei gibt es bestimmt auch solche Bücher http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/backen-suessspeisen/561700-backen-mit-stevia/

Wenn das beim backen gar nicht funktioniert kann aber einen Teil Zucker und entsprechend Stevia verwenden steviarezepte.org oder halt dann nach Backrezept Zucker.

VG Stephan

Eine Messerspitze Stevia entspricht einem Teelöffel voll Zucker.

Da ist jeder Zucker gemeint. Wenn man einen Kuchen backen will, kann man Honig verwenden. Der ist zwar anders im Geschmack, nicht so neutral wie Zucker, aber er ist auch gesünder. Fruchtzucker ist auch "nur" ein Zucker und Sirup ist eindeutig aus der Zuckerrübe hergestellt. Beides ist also nicht geeignet. Mit Honig kann man eigentlich nichts falsch machen.

Mit Honig kann man eigentlich nichts falsch machen< Doch, das kann man, wenn man ihn z.B. auf das Brot oder Broetchen schmiert. Selbst Honig in der Milch ist nicht gut (trotz vieler Empfehlungen), da er sich mit Eiweiss (ebenfalls Zucker) nicht vertraegt, und im Organismuss zu Saeureattacken, Blaehungen und Uebelkeit fuehren kann. Honig alleine oder im Tee genossen ist empfehlenswert.
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Da für den Körper Kohlenhydrate, raffinierter Zucker, Sirup, Honig, Fruchtzucker, Maltodextrin und Co. immer als Zucker verstoffwechselt werden, sollten alle diese Makronährstoffe gemieden werden.

Schwer ist das nicht wirklich! Ich als Sportler meide Kohlenhydrate sowieso schon grundsätzlich und kann sagen, dass ich damit sogar sehr viel an Lebensqualität gewonnen habe!

Die Umstellung passiert meist nur im Kopf - der Körper kommt ohne Zucker sowieso besser zurecht! Denn Kohlenhydrate sind - im Gegensatz zu Eiweiß und Fett - nicht essentiell!!!

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