Welchen Sinn hat Pilgern?

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So unterschiedlich wie die Menschen sind auch die Gründe dafür. Aber ganz allgemein gesprochen geht es den Meisten wohl um die innere Einkehr, vielleicht auf Vergangenes zurückzuschauen und Kraft für Zukünftiges zu sammeln. Viele berichten von einem heilsamen Effekt, wenn man umserem hektischen Leben entfliehen kann, aber eine Heilung von psychischen Krankheiten kann man nicht unbedingt erwarten. Wie und wie lange man pilgert, sollte man schon an der eigenen Leistungsfähigkeit ausrichten, denn es soll einem ja nicht die letzte Kraft rauben.

Für eine Pilgerung sollte man sich viel Zeit nehmen. Ich verstehe darunter eine Art Seelenheil. Man wandert und beim Wandern konzentriert man sich auf sich, seine Probleme beziehungsweise auf das was eigentlich wichtig sein sollte im Leben. Eine Pilgerreise ist eine wunderbare Gelegenheit, um mal vom Alltag zu fliehen und einfach abzuschalten.

Der eine findet dabei die Erkenntnis seines Lebens, für den anderen ist es nur vertane Zeit. Auf jeden Fall gewinnt man dann Abstand zu seinem täglichen Einerlei und kann manches mit mehr Abstand betrachten. Das kann gut tun, wenn man in einer Sinnkrise steckt, eine einschneidende Entscheidung für sein Leben treffen will/soll/muss.

Seine Psyche nimmt man ja mit auf die Reise. Psychische Krankheiten lassen einen die Dinge des Lebens "verkehrt" sehen. Ist man mit seiner "verkehrten Sicht" allein unterwegs, ist es unwahrscheinlich, dann von allein, durch "in sich gehen", auf den "richtigen Trichter" zu kommen. Von vorn herein da ein Ziel für eine Pilgerfahrt zu setzen, kann meiner Meinung nach nicht klappen.

Ich lauf dann mal 4 Wochen durch die Gegend, dann gibt sich meine Magersucht, Verfolgungswahn, Borderliner-Persönlichkeit... Danach kommt man in sein altes Umfeld zurück, und dort ist immer noch alles gleich.

Sinnfrage: Alles gibt es schon, nichts neues kommt und ständige Angst(Depression)?

Moin Moin,

mein Name ist Luis Brandt, Ich bin 18 Jahre alt und Rollstuhlfahrer.

Am besten fange ich mal ganz von vorne an:

Dieses Jahr im Februar hatte ich eine große OP und musste ein Opiat(Targin) zur Schmerzlinderung einnehmen, welches ich durch ein Versehen kalt entzogen habe. Von einem auf den anderen Tag. Ab dem ersten Tag traten sofort die später beschriebenen Probleme auf. Aus dem Nichts. Einfach so.

Seit dem Entzug im Mai, geht es mir zunehmend schlechter.(rein Psychisch)

Ich versuche mal zu beschreiben, wie ich mich fühle:

Ich wache auf und habe normale Energie, ich habe Lust auf den Tag und freue mich. Jedoch hat sich mein gesamtes Gedankenkonstruckt(also, Die Einstellung, oder die Gedanken, wie Ich über das Leben und ALLES andere nachdenke) seit dem Entzug KOMPLETT verändert. Kurz: Ich habe folgende Grundgedanken, bei allem, was ich tue, denke oder erlebe:

"Was ist der Sinn?"

"Ist das nicht irgendwie schon einmal passiert?"

"Gibt es alles schon, oder wird es irgendwann eimal alles schon gegeben haben?"

"Ist jede Musik irgendwann geschrieben?"

"Ist jede Geschichte, oder jeder Text irgendwann erzählt, oder geschrieben?"

"Ich werde irgendwann Krank!"

"Es kommt nichts neues mehr, denn es ist/war alles schon da!"

"Die Zeit läuft zu schnell!"

Ich rechne ständig aus, wieviel Zeit mir, oder anderen noch bleibt(auch, wann ein angefangenes Ereignis/Projekt wieder enden konnte)

Es ist eine regelrechte Gedankenflut, die ich seit dem durchdenke und dort nicht mehr rauskomme. Alles, was ich tue, mache ich gerne, aber habe, wie gesagt immer diese Fragen und Gedanken im Hinterkopf, die mir die Laune vermiesen und ich mir die Frage stelle, "Warum mache ich überhaupt IRGENDWAS?"

WICHTIG!:

Ich habe keine Suizidgedanken.

Ich habe mich bereits beim Psychologen angemeldet.

ich bin ein fröhlicher Mensch.

So, wie ich jetzt denke, habe ich vor dem Entzug nicht im geringsten gedacht und gelebt.

Meine Fragen:

Wo kommt das alles her?

Ist das normal?(In meinem Alter)

Geht es jemanden ähnlich?

Kann das alles wieder komplett weggehen, so wie es angefangen hat?

Ich hoffe, mir kann jemand helfen.

Vielen Dank.

Luis Brandt

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Bin psychisch am ende....

Hallo, meine Eltern haben sich vor ungefär einem Jahr getrennt und da kam noch hinzu das ich von meiner einzigen Freundin (jetzt habe ich neue Freunde die mich aber nicht schlimm behandeln und erhrlich sind aber trotzdem will ich mich immer zurückziehen) ausgenutzt und hintergangen wurde. Ich habe es noch niemanden erzählt, das es mich so belastet. Daher habe ich alles nur in mich hineingefressen... Seit einiger Zeit ist es auch so das ich mir denke so... es geht jetzt nicht mehr, du kannst heute nicht zur Schule.. Aber danach traue ich mich auch wieder nicht hin weil denn viele Mitschüler sagen das ich schule schwänze und sogar Lehrer sagen das es nicht normal ist. Normal ziehe mich denn den ganzen Tag zurück und sitz in meinen Zimmer allein und höre Musik. Wenn jemand reinkommt tue ich dann immer so als hätte ich den ganzen Tag Laptop gespielt oder Fehrnsehen geguckt.. So ist es bis jetzt niemanden aufgefallen. Ich wollte es denn meiner Mutter sagen aber sie ist jetzt schon so Misstrauisch und sauer weil ich so lange nicht in der Schule war... Andauernd bekomme ich massive Bauchschmerzen, schwindelanfälle und Kopfschmerzen. Es passiert jetzt immer öfters das mir plötzlich schwarz vor den Augen wird und ich am Boden aufwache.. Ich habe mir am Anfang sorgen gemacht aber es ist jetzt ungefähr schon 6 Mal passiert. Es ist so als würde ich innerlich schreien und niemand hört wie ich leide. Niemand dreht sich um und guckt wie es mir geht... Dann denke ich mir so jetzt kann ich nicht mehr... ich werde jetzt nicht mehr gebraucht und kann einfach gehen... Ein paar Minuten später will ich das denn doch nicht mehr.... Ich wünsche mir nur allein zu sein. Abgeschieden ohne ihrgend jemanden... Ich bin einfach so fertig und fühle mich so gestresst....

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Ich habe Brechangst, die sogenannte Emetophobie. Ich bin körperlich kerngesund, das haben mir alle Ärzte nach allen Untersuchungen bestätigt. Ich bin stark hypochondrisch, was Viren/Infekte betrifft. Sobald ich höre, dass irgendwo jemand krank ist, geht es mir selbst tagelang schlecht. Ich wasche mir ständig die Hände, rechne die Inkubationszeit nach, rede mir einen Infekt ein und ich habe tatsächlich KÖRPERLICHE SYMPTOME! Diese sind: permanente Dauerübelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Muskelzucken, Haarausfall, Pickel, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Zittern, Bindegewebsschwäche, Herzrasen/stolpern, Unwohlsein, Speichelfluss, Mundtrockenheit, Zyklusstörungen, Nervosität, innere Unruhe, Hitzewallungen, Appetitlosigkeit, keinen Hunger, Mundentzündungen, Erkältungssymptome, Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und einfach allgemeines, permanentes Unwohlsein + Krankheitsgefühl. Ich bin permanent der Meinung, mir einen Infekt eingefangen zu haben und wenn dann gerade DIESE Symptome kommen, fühle ich mich in der Annahme bestätigt, wirklich ein Virus zu haben. Das steigert sich dann so, dass ich mich richtig krank fühle und es sich jedes Mal anfühlt, wie eine Magendarmgrippe aus Kindheitstagen, und dann denke ich "Das ist nicht die Psyche, DAS ist ein VIRUS!" Jedes Mal ist es dasselbe, und es fühlt sich so verdammt echt an, so passend und ich fühle mich krank. Dann kommen noch Zwangsgedanken und Angstfantasien und ich mache sogar Prophezeiungen, wann ich k*tzen werde; wenn Sommer/Winter ist ktze ich, wenn das und das passiert ktze ich, wenn ich das und das mache ktze ich und nie passiert es wirklich. Manchmal beobachte ich die Übelkeit und wenn ich sie ignoriere, wird sie so stark, dass ich wirklich meine, ich ktze gleich. Oder ich male mir aus, dass mir so übel wird, dass ich aus Panik zu Verwandten laufe etc weil ich das damals bei meinem Brecherlebnis als Kind gemacht habe. Ich glaube auch gar nicht, dass ich unbedingt ein Virus brauche um zu ktzen; manchmal glaube ich einfach jetzt schon zu wissen, dass ich irgendwann jeden Tag einfach so ktze, aus Angst und Stress. Ich würde gerne glauben, dass das alles reine Kopfsache ist, aber es geht nicht, ich hab bei Viren/Krankheiten den Bezug zur Realität verloren und logisch denken kann ich da auch nicht mehr. Seitdem klar ist, dass ich nichts Chronisches habe, vermute ich hinter diesen Symptomen einfach in jeder akuten Lage einen Magendarminfekt. Ausgeschlossen ist sowas ja nie und wenn dann die Panik kommt, verstärken sich die Symptome und die Angst wächst. Meine beiden größten Probleme sind der permanente Glaube, ein Virus zu haben und jeden Moment krank zu werden, weil es sich so ECHT anfühlt und die Tatsache, dass ich nicht glauben KANN, dass meine KÖRPERLICHEN SYMPTOME psychisch bedingt sind. Frage: Woher kommen diese verdammten Symptome? Woher kommen diese fast schon wahnhaften und komischen Gedanken? Und vor allem: Sind diese Symptome wirklich eindeutig rein psychisch bedingt?

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