Welche verschiedenen Zwangsstörungen gibt es und wann sind sie krankhaft?

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5 Antworten

Ein Zwang ist ab dann ein Zwang, wenn er die Person oder Mitmenschen im alltäglichen Leben beeinträchtigt. Es gibt sehr viele verschiedene Zwänge und die Grenzen sind wie in fast allen Gebieten der Psychiatrie nicht klar zu ziehen.

In Deutschland leben ca. 1 bis 2 Millionen Menschen mit Zwangserkrankungen und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich ziemlich hoch. Helfen kann meistens eine Verhaltenstherapie. Es gibt so viele verschieden Arten von Zwangserkrankungen, dafür reicht hier der Platz nicht aus. Eine Zwangsstörung liegt dann vor, wenn der Mensch durch einen inneren Drang gezwungen ist bestimmte Dinge zu tun oder zu denken und dieses Handeln sein tägliches Leben und sein Wohlbefinden erheblich stören, wie z.B. ein Wasch- oder Kontrollzwang.

Auf internationaler Ebene haben sich Psychiater übrigens schon vor ca. 10 Jahren geeinigt, generell nur noch von psychischen STÖRUNGEN ("disorders") zu sprechen und nicht mehr von "Krankheiten" ("diseases").

Es wird unterschieden zwischen Zwangshandlungen und Zwangsgedanken. Die Klassifikationssysteme sprechen inzwischen von Störungen statt von Krankheiten. Der Beeinträchtigungsgrad des Patienten gibt den Ausschlag dafür, ob man von einer entsprechenden Störung ausgeht oder nicht.

Dipl.-Psych. Thomas Hünerfauth

Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. Postfach 70 23 34 - 22023 Hamburg ...

www.zwaenge.de

Weitere Info lassen sich googeln.

Neben dem o.g. Verein gibt es auch Selbsthilfegruppen Betroffener, deren Kontaktadressen beim Verein bzw. bei den regionalen Büros der Selbsthilfegruppen-Kontakt-/Informationsstellen / Gesundheitsämtern zu erfragen sind.

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