Welche Rolle spielen Ballaststoffe bei der Ernährung eigentlich genau?

4 Antworten

Die Fasern (in Fruechte, Salate und Gemuese) haben keinen Naehrwert, aber sie haben einen nuetzlichen und dringend benoetigten Zweck. Sie wirken wie ein Besen im Verdauungskanal und foerdern den Verdauungsvorgang. Obwohl die Fasern den Dickdarm als mikroskopisch kleine Zelluloseteilchen erreichen, nachdem sie durch den Magen, den Zwoelffingerdarm und schliesslich den etwa siebeneinhalb Meter langen Duenndarm gewandert sind, sind diese Faserstoffe fuer den Dickdarm immer noch ein Ballaststoff, und als solchen verwendet er sie auch. Ohne diese Fasern als Ballaststoff kann man den Dickdarm, und den Koerper als Ganzes, nicht gesund erhalten. Es ist daher unerlaesslich, dass eine wohlausgewogene Ernaehrung immer auch ganz frische Fruechte enthaelt sowie Salate aus rohen, verschiedenen Gemuesesorten.

Zu den wichtigsten physiologischen Effekten, die den Ballaststoffen zugerechnet werden, zählen:

• Darmtätigkeit

Ballaststoffe, insbesondere unlösliche Ballaststoffe, helfen durch einen erhöhten Stuhlgang und verkürzte Darm-Durchlaufszeit, Verstopfung vorzubeugen. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn Ballaststoffe zusammen mit viel Wasser aufgenommen werden. Zudem sind die kurzkettigen Fettsäuren, die bei der Vergärung der Ballaststoffe durch die Darmbakterien entstehen, eine wichtige Energiequelle für die Zellen des Dickdarms und hemmen vermutlich Wachstum und Vermehrung von Darmtumorzellen. Indem sie die Darmtätigkeit verbessern, können Ballaststoffe das Risiko von Erkrankungen und Beschwerden wie einer Divertikulose-Erkrankung oder Hämorriden reduzieren, und zudem einen schützenden Effekt vor Darmkrebs haben.

• Blutzuckerspiegel

Lösliche Ballaststoffe können die Verdauung und Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen, und dadurch den Anstieg des Blutzuckerspiegels (postprandial) und die Insulinantwort nach einer Mahlzeit vermindern. Dies kann Menschen mit Diabetes helfen, ihren Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren.

• Sonstige

Die Vorbeugung gegen Verstopfung, die Verbesserung des Blutzuckerspiegels und der Blutfettwerte werden als besonders nützliche Ergebnisse einer ballaststoffreichen Ernährungsweise gesehen. Es gibt zudem noch weitere Vorteile. Zum Beispiel können Ballaststoffe ohne zusätzliche Kalorien das Volumen der Mahlzeit erhöhen und damit einen sättigenden Effekt haben und so beim Gewichtsmanagement helfen.

Um alle Vorteile der Ballaststoffe auszuschöpfen ist es wichtig, unterschiedliche Ballaststoffquellen in die Ernährung einzubeziehen. Ernährungsweisen mit Obst, Gemüse, Linsen/Bohnen und Vollkorn liefern nicht nur Ballaststoffe, sondern auch viele andere Nährstoffe und Essensbestandteile, die unerlässlich für eine gute Gesundheit sind.

http://www.eufic.org/article/de/artid/basllastoffe-tolle-gesunden-ernahrung/

Die nötigen Nährstoffe die wir täglich verbrauchen, würden etwa 8 Esslöffel ausmachen. Aber unser Darm ist nicht dazu ausgelegt, sich aus einem bisschen Pulver zu versorgen. Das ganze muss ja mechanisch dort hin befördert werden, wo es aufgenommen werden soll.

Wir kommen nicht aus der Retorte, sondern haben uns in freier Wildbahn zu dem entwickelt, was wir sind. Deshalb ist unser Verdauungssystem so gebaut, dass wir pflanzliche und tierische Nahrung zu uns nehmen und die verwerten. Wir sind konzipiert als Allesfresser, und sollten deshalb auch alles essen, was die Natur zu bieten hat.

Die Ballaststoffe in Getreide, Früchten und Gemüse sorgen dafür, dass überhaupt etwas da ist, das bis zum Ende durch den Darm bewegt werden kann. Außerdem sind sie quellfähig. Auch wenn wir sie nicht verwerten können, sorgen sie dafür, dass der Speisebrei bis zum Schluss noch geschmeidig ist. Zu wenig würde zu Verstopfung führen, weil nicht genug Masse da wäre, das weitergeknetet werden kann.

Ballaststoffe enthalten auch noch Bestandteile, die wir nicht selbst verwerten, aber unserer Darmflora als Nahrung dienen. Geht es der Darmflora nicht gut, können wir einige wichtige Stoffe nicht aus der Nahrung aufnehmen, die von der Darmflora erst fermentiert werden müssen, damit wir sie aufnehmen können.

Hier darf man Ballast tatsächlich nicht als vollkommen überflüssig interpretieren. Der Ballast in einem Schiff z.B. wird ja auch nicht sinnlos mit transportiert, sondern sorgt ja dafür, dass es im Sturm nicht kentert und vernünftig im Wasser liegt.

Bauchschmerzen nach dem Essen von Nimm 2 - Bonbons

Hallo, Ich beobachte nun schon seit etwa einem Dreivierteljahr, dass ich öfter mal Bauchschmerzen bekomme. Hauptsächlich abends, also nachmittags kam das bis jetzt eigentlich noch nicht vor. Auf einer Reise vor etwa zwei Monaten hatte ich (zusammen mit Freunden) einige Kaubonbons, darunter auch die von Nimm 2, immer abends gegessen. Ich war die einzige Person, die sich jedes Mal bis in die Nacht mit Bauchschmerzen quälte. Die Schmerzen treten nach Süßem immer nur in Bezug mit Nimm 2 auf. Vor kurzem erst (das erste Mal nach genannter Reise) habe ich einmal nur Nimm 2 gegessen, um zu schauen, ob sich wieder etwas tut. Dem war auch so; circa 20 Minuten bis eine halbe Stunde danach kamen die Bauchschmerzen, nach nur 4 Bonbons und wie immer hielten sie sich so lange, bis ich ins Bett ging. Als ich vereinzelt mal einen einzelnen gegessen habe, vernahm ich keine Schmerzen.

Zu den Bauchschmerzen kann ich recht wenig sagen, außer dass sie um den Bauchnabel herum eigentlich im ganzen Bauch auftreten und durchgängig sind. Mit durchgängig meine ich, dass sie nicht krampfartig auftreten, da auch das manchmal bei mir vorkommt (wieder nur abends, etwa der gleiche Schmerz - nur dass er in Krämpfen kommt und mit der Zeit schlimmer wird - und tritt eigentlich mehr oder weniger sporadisch auf, d.h. unabhängig von dem, was ich wann gegessen habe). In späteren Phasen wird es doch etwas anders, da der sich Schmerz immer wieder zwischendurch kurz in den kompletten Oberkörper zieht.

Ich habe zu den "Nimm2-Bauchschmerzen" eigentlich keinerlei Begleiterscheinungen(wie Durchfall, etc.), was mich auch wieder verwirrt.

Ich weiß, ich sollte es wahrscheinlich einfach meiden, diese Bonbons zu essen, was ich wohl auch tun weiterhin werde, aber ich frage mich trotzdem, was das sein könnte. Also ob es irgendetwas in ihnen gibt, das ich nicht vertrage.

Ich bin gegen relativ viele Dinge allergisch, also die, die getestet wurden - die normalen Dinge eben (Pollen, Gräser, ...) und das einzige, was ich noch als Allergie vermute, sind Äpfel. Ich habe nun auch schon Ewigkeiten keine mehr probiert, könnte also auch sein, dass es nur eine "Phase" war, so plötzlich, wie die "Allergie" auf einmal kam (Symptome traten(treten) jedoch nur im Mund/Rachen auf).

Na ja, ich hoffe jedenfalls, dass mir irgendwer nach diesem langen Text mit meinem Problem helfen kann...

LG ;)

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