Welche Gründe gibt es, dass man von einer privaten Krankenverischerung nicht genommen wird?

5 Antworten

Definitiv sind die Gesundheitsfragen für die Annahme entscheidend. Existieren Vorerkrankungen, Fehlentwicklungen oder Behinderungen, prüft der Versicherer ausgiebig das Risiko. Erscheint dies ihm zu hoch, dann verweigert er die Annahme. Wenn man körperlich jedoch gesund ist, könnte eine weitere Ursache für eine Annahmeverweigerung, das Körpergewicht sein. Hohes Über- oder Untergewicht sind ebenfalls für die Versicherungen ein Indiz für wahrscheinlich in Zukunft auftretende Krankheiten

Die Versicherung berechnet aufgrund Ihrer Angaben eine fiktive Schadensquote. Diese entspricht dem Verhältnis zwischen den Beiträgen und den zu erwartenden Aufwendung für Heilbehandlungen. Jegliche Vorbehandlungen und festgestellte Krankheiten sind daher potentiell Risikoerhöhend. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig eine Ablehnung des Vetrages. Häufig werden bestimmte Erkrankungen generell ausgeschlossen oder ein erheblicher Risikozuschlag angefordert. Ein Ausschluss aller Rückenleiden beinhaltet dann für den Versicherten ein nicht einschätzbares Risiko.

Du hast vermutlich Deine Ärzte von der Schweigepflicht entbunden (ohne das bekommst Du die Versicherung eh nicht). Grob gesagt, wurde von diesen irgendetwas weitergegeben, was die Versicherung höhere Kosten befürchten läßt. Vielleicht kommst Du selbst darauf, anderenfalls sprich Deinen Arzt darauf an. Er muß und wird Dir sagen, welche Auskünfte er gegeben hat.

Ein Beispiel: Einer Freundin von mir wurde die Aufnahme ohne Begründung abgelehnt. Sie bekam dann heraus, daß der Knackpunkt eine alkoholbedingte Hepatitis vier Jahre zuvor gewesen war. Daraus schloß die Versicherung, die Antragstellerin hätte Alkoholprobleme, deren Folgen zu bezahlen sie offenbar nicht bereit war.

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