Welche Folge hat Diabetes bei den Zähnen?

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2 Antworten

Der veränderte Zuckerstoffwechsel von Diabetikern kann auch die Zahngesundheit beeinflussen. Erhöhte Blutzucker-Werte können Ablagerungen an den kleinen Gefäßen (Kapillaren) zur Folge haben und diese in ihrer Funktion beeinträchtigen: die Durchblutung lässt nach. Diese so genannten Mikroangiopathien wirken sich auf die Sauer- und Nährstoffversorgung des gesamten Gewebes aus, also auch auf das Zahnfleisch.

Liegen Mikroangiopathien vor, sind außerdem die Abwehrmechanismen des betroffenen Gewebes geschwächt. Daher können sich in der Mundhöhle Bakterien ungehindert vermehren und die Entstehung von Zahnerkrankungen fördern.

Eine weitere mögliche Folge von erhöhten Blutzucker-Werten ist ein verminderter Speichelfluss. Weil der Speichel eine antibakterielle Wirkung hat und Salze enthält, die für eine ständige "Reparatur" der Zähne sorgen, kann bei trockenem Mund der Zahnschmelz schneller angegriffen werden und Karies entstehen.

http://www.diabetes-world.net/Portal-fuer-Patienten-und-Interessierte/Begleiterkrankungen/Zaehne.htm?ID=3673

Die Frage ist von sportnina schon sehr kompetent beantwortet worden. Hinzufügen wäre noch, dass aufgrund des Diabetes auch die Nerven geschädigt sein können, so dass vom Betroffenen die Veränderungen an den Zähnen oft erst spät oder zu spät wahrgenommen werden. Diabetes ist eben eine heimtückische Erkrankung, die einhergeht mit geschädigten Blutgefässen und Nerven, mit verschlechteter Durchblutung und Empfindungsstörungen, mit schlechterer Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall etc.etc. . Alles Gute!

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