Welche Bewältigungsstratregien bei Albträumen helfen euch?

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5 Antworten

Albträume entstehen fast immer durch unterschwellige Ängste, meist Verlustängste und innerliche Unsicherheit. Ich bin als Kind bis ins Erwachsenalter hinein von Albträumen geplagt worden. Schon im jüngeren Alter habe ich mir Strategien zurecht gelegt, die erste war die Augen aufzureißen, da wurde ich immer wach. Aber meist habe ich beim Weiterschlafen, den Traum weiter geträumt. Dann habe ich mir bewusst gemacht, es ist ja nur ein Traum und mir fest vorgenommen im Traum zu sagen, ich träume ja bloss. Jeden Abend bin ich mit diesem Satz und Vorhaben eingeschlafen und dann tatsächlich habe ich diesen Satz im Traum gsagt, der Alb ging sofort vorüber und mein Traum auf angenehmere Weise weiter. Ab da hatte ich ein Mittel dagegen gefunden. Einmal träumte ich, einer lief mit einer Schaufel hinter mir her und wollte sie auf meinen Kopf schlagen. Ich im Traum: Ich träume ja nur, also kann mir nichts passieren. Aber vielleicht tut es trotzdem weh und es ist besser, die Augen aufzumachen. Ich machte meine Augen auf und musste sehr über mich lachen und meine Gedanken im Traum. Aber ich fühlte mich nicht mehr ausgeliefert, ich konnte mitbestimmen, wie es weiter ging.

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Als Ursachen werden unverarbeitete Tagesgeschehen, traumatische oder traumatisierende Erlebnisse, Stress oder psychische Probleme, aber auch physische Komponenten angenommen.

Eine Methode, um vor allem regelmäßig auftretende Albträume positiv zu beeinflussen, kann das Klarträumen sein. Dabei wird sich der Träumer seines (alb-)träumenden Zustandes bewusst und kann dann den Traumverlauf steuern. Dieses Verfahren wird auch als „luzides Träumen“ bezeichnet. Allerdings erwies sich die Methode als schwierig für die Personen, die sich während des Schlafens bisher nicht bewusst machen konnten, dass sie träumen. Für diesen Personenkreis scheint die Methode daher weniger geeignet zu sein. Auch werden Albträume durch Konfrontationen mit den Albtrauminhalten behandelt. Hier geht es darum, sich den Albtraum während des Tages möglichst detailliert vorzustellen, um sich an die hierbei erlebten Gefühle zu gewöhnen. Die Methode gilt als eine der wirksamsten Behandlung von Albträumen überhaupt, kann durch die Betroffenen jedoch zunächst als sehr belastend erlebt werden . Eine weitere Methode, welche sich in zahlreichen wissenschaftlichen Studien als wirksam erwiesen hat, ist die „Imagery rehearsal therapy“ (IRT). Ziel ist es hierbei, das „Albtraumdrehbuch“ zu verändern. Man geht davon aus, dass durch die häufige Wiederholung der individuellen Albträume der Leidensdruck entsteht. Im Gehirn schleift sich also ein bestimmter Pfad, ein bestimmtes Skript ein, welches dann immer wieder durchlaufen wird. So kann jemand immer wieder davon träumen, von irgendwoher in die Tiefe zu fallen. Je häufiger das Skript durchlaufen wird, desto geringer muss der Anstoß sein, damit ein Traum wieder erlebt wird. Ziel der IRT ist es nun, dieses Albtraumdrehbuch so zu verändern, dass ein möglichst langweiliger Traum entsteht, welcher dann nicht mehr belastend ist. So könnte der Person, welche immer wieder fällt, Flügel wachsen. Diesen neuen Traum übt man nun tagsüber, jeden Tag ca. 15-20 Min ein. Es zeigte sich, dass die IRT, verglichen mit Konfrontationsverfahren, schneller zur Linderung der Albtraumproblematik führte. http://de.wikipedia.org/wiki/Albtraum#Behandlung

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Kommentar von Boreas
26.10.2014, 13:23

Vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube das schwierige wird sein, heraus zu finden, um welche Probleme es sich handelt, da ich eigentlilch keine habe. Einzig die Arbeit würde mir einfallen(Palliativ-Bereich). Danke

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Wer unter Albträumen leidet hat irgendwo tief in sich vergraben Ängste und Probleme. Vielleicht auch ein Verlusterlebnis. Durch die Träume sollen diese verarbeitet werden. Natürlich erkennt ein Träumender nicht auf Anhieb, wozu diese Träume dienen sollen. Er hat einfach nur Angst, was ja auch klar ist. Wenn du durch so einen Albtraum aufwachst, dann bleib ganz bewusst eine zeitlang wach um zu dir zu kommen. Vielleicht wäre ein Therapeut doch nicht so ganz verkehrt. Du scheinst dich relativ häufig mit Albträumen herumzuquälen.

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hallo Boreas,

eine Arbeit im Palliativbereich ist auf jeden Fall eine große Belastung für die Psyche. Man lernt zwar damit umzugehen, aber man wird ständig mit dem Thema Sterben und Schmerz konfrontiert. Das geht nicht einfach spurlos an einem vorbei.

Eine glückliche Beziehung und ein zufriedenes Leben helfen damit klar zu kommen, sind aber nicht immer Ausgleich genug. Dann gibt es Albträume, Schlafstörungen, Magenprobleme usw.

Auch wenn du sie nur 2x im Monat hast, würde ich mir professionelle Hilfe holen. Es belastet dich und ist ein Zeichen, das dein inneres Gleichgewicht nicht in Ordnung ist. Die sollte in so einem Bereich vom Arbeitgeber angeboten werden. Ich kenne das vom Rettungsdienst bei uns, dort werden die Mitarbeiter auch betreut und es ist nicht freiwillig, weil viele denken ich bin doch kein Weichei, ich stecke sowas doch weg.

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Kommentar von Boreas
26.10.2014, 22:22

Auch dir, vielen Dank für die Antwort.

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Du weißt schon dass man seine Träume bewusst steuern kann oder nicht? Du kannst Dir also vornehmen abends was Du und ob Du und wie Du träumen willst-Übung macht den Meister. So kannst Du Dir auch sehr genau vornehmen einfach in den Traum reinzugehen wenn er unangenehm wird oder Du kannst Dir vornehmen dann aufzuwachen oder Du kannst Dir vornehmen dass Du genau weißt im Traum, dass es ein Traum ist. Übung macht den Meister, wie geschrieben.

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