wegen Schmerzen Dosis erhöht

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3 Antworten

Hallo!

Da warst du aber sehr unvorsichtig! Bei solchen starken Medikamenten darf man nicht mal einfach so die Dosierung auf gut Glück erhöhen! Das darf man immer nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt!!!

Gerade bei Retardmedikamenten ist es auch besonders wichtig, dass man sie wirklich regelmäßig zu festen Zeiten nimmt! Und nicht dann, wenn man gerade Schmerzen hat.

Rede schnellstmöglich mit deinem behandelnden Arzt und sage ihm, dass du mit der angesetzen Dosis nicht auskommst. Es steht ja in so ziemlich jedem Beipackzettel "Wenn Sie der Meinung sind, dass das Medikament nicht ausreichend wirkt, sprechen Sie mit ihrem Arzt." (oder so ähnlich) Es wäre z.B. möglich, dass dein Arzt die Dosierung auf 3x täglich hoch setzt. Aber auch dann sollte man sich an ein festes Zeitschema halten und die Tabletten alle 8 Stunden nehmen (und nicht öfter!). Aber das kannst nicht du entscheiden, das kann und sollte nur dein Arzt tun!

Für den Fall, dass du zwischendurch Schmerzen hast, könntest du dir alternativ auch ein anderes, schnellwirkendes Mittel gegen die Schmerzspitzen verschreiben lassen. Z.B. hatte ich zu der Zeit als ich Targin bekommen habe, Oxycodon akut. Das ist derselbe Wirkstoff wie im Targin aber eben schneller wirkend und auch mit einer kürzeren Wirkungsdauer.

Als letzte Option wäre auch ein Wechsel des Präparats möglich, wenn du mit dem Targin nicht zurecht kommst. Es gibt ja auch andere Medikamente, die ähnlich wirken.

Du solltest dir auch mal überlegen, ob du neben den Schmerzmitteln nicht auch andere Methoden anwenden kannst, um was gegen die Schmerzen zu tun. Hier käme z.B. Krankengymnastik, Wärme- oder Kälteanwendungen, Massagen, ggf. auch Akupunktur in Frage. Du kannst es auch mal mit Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobson) versuchen. Das ist ganz leicht zu erlernen und ziemlich hilfreich. Und wenn du schon sehr lange Shcmerzen hast, dann solltest du ggf. auch mal über eine Psychotherapie nachdenken. Der Therapeut kann dir dann helfen, besser mit den Schmerzen umzugehen, dir Tipps und Ratschläge geben, was du bei Schmerzen selber tun kannst und wie du besser damit zurecht kommst. Das nennt man Schmerzverarbeitung.

Ggf. solltest du dir auch einen speziellen Schmerztherapeuten suchen (falls du noch keinen hast). Dieser kann dann eine richtige Schmerztherapie machen. Und dazu gehört eben mehr als einfach nur ein Schmerzmittel zu geben!

Ich selber bin seit Oktober bei einer (ganz tollen) Schmerztherapeutin in Behandlung und war auch im Jan./Feb./März 5 1/2 Wochen in stationärer Schmerztherapie. Das hat mir sehr viel gebracht. Vielleicht wäre das auch eine gute Option für dich, wenn man im Moment an der Ursache deiner Schmerzen nichts ändern kann.

Lies dir vielleicht auch mal diese Seite durch, ich finde sie sehr interessant: http://www.dgpsf.de/wasistschmerz.html

Alles Gute, Lexi

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Hallo, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Praxis eine erneutes Rezept verweigern wird, aber Du solltest offen mit Deinem Arzt darüber sprechen, dass Du mit dieser Dosis nicht auskommst (das hat mit der Krankenkasse nichts zu tun, hier geht es um Deine Gesundheit). Im Beipackzettel steht, dass man nur alle 12 Stunden 1 Tablette einnehmen darf. Targin als Retardtablette ist ein Opioid, was eigentlich für 12 Stunden für schmerzfreies Befinden sorgen müsste. Targin sollte, zumindest lt. Beipackzettel, in dieser Darreichungsform ohnehin wegen der hohen Suchtgefahr, nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Besprich, wie gesagt, das unbedingt mit Deinem behandelnden Arzt. Alles Gute. Gerda

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Kommentar von gerdavh
24.06.2014, 06:46

P.S. Hast Du gewusst, dass Du auf keinen Fall Grapefruit essen darfst? Das vermindert die Aufnahme des Opioides. Alkohol ist natürlich auch tabu für Dich. lg Gerda

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Da ist es doch besser, Mal darueber mit deiner Aerztin zu reden. Selbstverstaendlich ware es besser, die Ursachen deiner Schmerzen zu finden, und diese zu beheben. Jahrelang Medikamente, auch noch Schmerzmittel zu schlucken, ist kein Vergnuegen, da Du, wie Du ja schon geschrieben hast, abhaengig davon werden kanst (Dauerpatient), und dann auch noch die Nebenwirkungen??

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Kommentar von pferdezahn
24.06.2014, 04:46

Schmerzmittel erhoehen das Risiko fuer Schlaganfaellen, Herzinfarkte, eine bis zu vierfach erhoehte Herz- und Kreislaufsterblichkeit.

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