Was wird gemacht bei einer Prostatavergrößerung?

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3 Antworten

Eine Prostatavergrößerung ist im allgemeinen gutartig, sollte jedoch regelmäßig ärztlich kontrolliert werden (Tastbefund, Kontrolle des Blasenvolumens, Bestimmung des PSA-Wertes, etc,). Ob und was "gemacht" werden kann, richtet sich nach den Beschwerden. Daß die Durchflußmenge verringert ist und das Harnlassen dadurch länger dauert, ist wohl am wenigsten störend. Viel störender ist der häufige Harndrang, der z. B. auch die Nachtruhe empfindlich stören kann. Dagegen gibt es Medikamente, die den häufigen Drang etwas dämpfen. Sie sind jedoch nicht nebenwirkungsfrei. Daher sollte zunächst ein Versuch mit freiverkäuflichen Präparaten wie Prostagutt u. a. gemacht werden.

Ob und wann eine Operation erforderlich ist, entscheidet der Arzt. Zum "Einlesen" hier ein informativer Link: http://www.prostata-info.de/ps51.396.0.html

Die meisten Männer ab 50 Jahren sind im Laufe ihres Lebens von Prostata-Problemen betroffen. Viele Männer gehen bei Beschwerden aus Angst vor Impotenz garnicht erst zum Arzt. Darin liegt der eigentliche Fehler. Rechtzeitig erkannt und behandelt, kann meistens eine vollständige Heilung bewirkt werden. Nachfolgend habe ich Dir von www.medizinfo.de einige Infos bezügl. einer medikamentösen Therapie kopiert. Weiteres kannst Du selbst nachlesen.

Phytotherapeutika Siehe auch: Pflanzliche Arzneimittel bei BPH Phytotherapeutika oder Pflanzenextrakte haben einen entzündungshemmende und abschwellenden Effekt. Sie wirken Ödemen und Blutstauungen entgegen. Daraus ergeben sich Verbesserungen hauptsächlich der Reizsymptomatik des BPH-Syndroms. Obwohl die Wirkmechanismen vieler pflanzlicher Präparate wissenschaftlich nicht belegt sind, und manche einem Placebo nicht überlegen sind, stellen sie in einem frühen Stadium doch eine wirksame therapeutische Möglichkeit dar. Für das Beta-Sitosterin liegen liegt eine wissenschaftlich kontrollierte Studie vor, die zeigt, dass dieses Pflanzenpräparat zu einer objektiven Symptombesserungen bei der Harnflussrate und der Restharnmenge und zu einer deutlichen Linderung subjektiver Beschwerden führt. Der Mechanismus ist hierbei ebenfalls unbekannt.

Alpha-1- Rezeptorenblocker Alpha-1-Rezeptorenblocker (Wirkstoffe: Terazosin, Prazosin, Alfuzosin u.a.) sind Medikamente, die auf die Aktivität des sympathischen Nervensystems Einfluss nehmen. Sie bewirken eine Lockerung in der Spannung der Muskelzellen der vergrößerten Prostata und dem inneren Blasenverschluss. So erleichtern sie die Blasenentleerung, weil der Abflusswiderstand gesenkt wird. Die Dosierung sollte niedrig beginnen und dann langsam gesteigert werden. Problem sind die häufig auftretenden Nebenwirkungen, besonders Blutdruckabfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Die Libido kann herabgesetzt sein. In seltenen Fällen ist sogar eine schmerzhafte Dauererektion (Priapismus) aufgetreten. Neue Alpha-1c-Rezeptorenblocker (Wirkstoff Tamsulosin) erheben den Anspruch, selektiv nur in der Prostata zu wirken. Dadurch haben sie nur geringe systemische Auswirkungen.

5-Alpha- Reduktasehemmer 5-Alpha-Reduktasehemmer (Wirkstoff Finasterid) sind Medikamente, die die Wirkung von 5-Alpha Reduktase verringern. Dieser Stoff greift in den Testosteronstoffwechsel innerhalb der Prostata ein. Er bewirkt die Umwandlung von im Blut zirkulierendem Testosteron in das Dihydrotestosteron, das in den Prostatazellen aktiv ist. Durch die Hemmung von 5-Alpha-Reduktase wird weniger Dihydrotestosteron (DHT) produziert und das Zellenwachstum innerhalb der Prostata gehemmt. In Langzeitstudien wurde eine deutliche Verkleinerung der Prostata bei einer täglichen Dauermedikation nachgewiesen. Der Wirkungseintritt kann bis zu einem halben Jahr auf sich warten lassen. Werden die Medikamente abgesetzt, vergrößert sich die Prostata wieder. Deshalb ist eine dauerhafte Einnahme notwendig. 5-Alpha-Reduktasehemmer senken den PSA-Wert um bis zu 50 Prozent. Als Nebenwirkungen können, Kopf- und Bauchschmerzen, Schwäche, abnehmende Libido und Erektionsprobleme auftreten.

Hallo! Behandlung:bei Restharnbildung ist die Entfernung der "Prostatahypertrophie",meist mittels einer Blasenspiegelung möglich. Wenn keine Operation möglich ist, muss ein Blasenkatheder gelegt werden! Lg

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