Was versteht man unter einer Ausschabung, weshalb wird sie gemacht?

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Die Ausschabung der Gebärmutter und damit die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut ist der von Frauenärzten am häufigsten durchgeführte Routineeingriff. Sie wird entweder aus diagnostischen Gründen z.B. bei Blutungsstörungen oder auch therapeutisch z.B. bei verstärkten oder verlängerten Regelblutungen vorgenommen.

Dabei wird mit einer Kurette – einer Art Löffel mit scharfen Rändern – der Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle vorsichtig ausgeschabt und die Gebärmutterschleimhaut damit abgetragen. Das dabei gewonnene Gewebe wird dabei aufgefangen, mit Formaldehyd konserviert und zur feingeweblichen Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das Gewebe untersucht) weitergeleitet.

Am häufigsten wird eine Gebärmutterausschabung aus diagnostischen Gründen bei Blutungsstörungen empfohlen. Dies können z.B. unregelmäßige oder zu starke Blutungen oder ein Wiederauftreten von Blutungen nach den Wechseljahren sein. Meistens stecken harmlose Ursachen hinter diesen Störungen wie hormonelle Störungen, gutartige Tumoren der Gebärmuttermuskulatur (Myome) oder Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut (Polypen).

http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e886/e898/e967/

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