Was tun gegen Symptome von Schlafmangel?

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Geboren aus Einschlafschwierigkeiten, wie sie jeder mal hat, scheint sich Deine Schlafstörung inzwischen verselbstständigt zu haben. Die negative Fixierung auf "egal was ich versuche, ich kann nicht einschlafen" bringt Dich um Deinen erholsamen Schlaf. Ich kenne so etwas auch aus belastenden Zeiten, wo das Gedankenkarussell kreiste und kreiste und ich das Gefühl hatte, nachts "kein Auge zugemacht zu haben".

Nun ist es ja so, dass der Körper normalerweise mit aller Kraft versucht, "seinen" Schlaf zu bekommen. Das führt dann schlimmstenfalls zum "Sekundenschlaf" am Arbeitsplatz oder, schlimmer, am Steuer des Autos.

Ich habe in diesen Zeiten folgendes gelernt:

Das Gedankenkarussell muss unbedingt angehalten werden. Immer, wenn man sich dabei ertappt, innerlich "stop" sagen und versuchen, "an nichts" zu denken. Es muss Dich dabei nicht stören, dass es schwierig bis unmöglich ist, an "nichts" zu denken - meist gelingt das nur im Rahmen einer Meditation -, wichtig ist, die Karussellfahrt zu unterbrechen. Man kann dieses STOP üben und nach einer Weile tatsächlich beherrschen.

Der zweite Trick hört sich paradox an, ist aber erstaunlich effektiv. Nämlich: leg Dich entspannt (!) ins Bett und versuche mit aller Kraft, die Augen offen zu behalten und nicht einzuschlafen! Probiers mal...

Wenn es Dir - mit ärztlicher Hilfe - wieder etwas besser geht, kannst Du auch folgendes versuchen: wenn Du merkst, das Einschlafen klappt (wieder mal) nicht, steh auf und tu etwas. Bei mir war's meist die Bügelwäsche, die auf diese Weise endlich erledigt wurde... dann war ich zwar immer noch müde, hatte aber wenigstens das Gefühl, mich nicht stundenlang nutzlos im Bett rumgewälzt zu haben. Und nicht selten konnte ich beim zweiten Einschlafversuch (nach dem langweiligen Gebügele) dann doch noch einschlafen.

Wenn ich die Beschreibung Deiner Symptome so lese, glaube ich nicht, dass das alles Übermüdungs- und Schlafmangelfolgen sind. Ich glaube viel eher, dass Du Ängste und Depressionen hast, die Dir den Schlaf rauben und langfristig natürlich auch andere körperliche Symptome hervorrufen. Dann nutzt es natürlich wenig, irgendwelche Mittel zum besseren Einschlafen einzunehmen, da diese nur betäuben und nicht die Ursache Deiner Schlafschwierigkeiten beseitigen.

Ich wünsche Dir, dass Deine Ärztin sich morgen genügend Zeit für Dich nimmt! Wie Du die Zeit bis dahin "erträglicher" gestalten kannst? Nun ja, regelmäßig was essen und trinken und Dir ansonsten Ruhe gönnen, ist schon mal ein guter Ansatz. Versuch einfach, zu entspannen und - an NICHTS zu denken (außer, dass Dir morgen hoffentlich geholfen werden kann).

Alles Gute für Dich und vor allem baldige Besserung! 

Ich kenne diese Symptome auch noch aus einer Zeit, da ich nervlich sehr angespannt war und viele Probleme mit mir herumschleppte, die mich voll überkamen, sobald alles um mich herum still war. Ich habe in dieser Zeit folgendes gelernt, nicht stundenlang im Bett umherwälzen, sondern wieder aufstehen und eine eintönige Arbeit ausführen oder fernzusehen. Ich habe manche Nacht bis halb 3 vorm Fernseher gesessen, aber dann habe ich die restlichen 2 Stunden wenigstens geschlafen und war nach Dusche und Morgengymnastik einigermaßen fit. Ist natürlich nicht regelmäßig zu empfehlen, aber immer besser als stundenlanges Wälzen im Bett und dabei immer munterer zu werden. Sehr gut hat mir aber auch Lesen im Bett geholfen, eine seichte Lektüre. Anfangs habe ich das halbe Buch gelesen, dann paar Seiten und später höchstens eine Seite. Wichtig sind auch Rituale. So würde ich dir vorm Schlafengehen progressive Muskelentspannung empfehlen, die deine Muskeln entspannen und wenn du sie noch mit Atemübungen und medidativer Musik ergänzt, dann beruhigt sich auch dein Geist.

Wenn Du nicht schläfst, kann Dein Körper keinen Zellstoffwechsel veranstalten. Nährstoffe rein, Müll raus. Dann wirst Du innerlich vergiftet.

Zwinge Dich zu einem Rhythmus, morgens früh raus, dann wachbleiben bis etwa 20 Uhr, dann eine Runde spazierengehen und ab ins Bett. Und wenn Du nicht schläfst, dann lies halt was.

Kein Kaffee, keine Schokolade oder Kakao, kein Rauch (auch nicht passiv!) , keine Drogen.

Ganz wichtig sind aber auch VItamin B und Magnesium, mir scheint, daß manches eher auf Vitalstoffmangel paßt von dem, was Du erzählst.


Schilddrüsen-Überfunktion?

Erstmal einen ganz ganz lieben Dank an alle, die mich hyperventilierenden Teenager immer wieder beruhigt und beratet. :)

Naja, allem Anschein nach sind der verstärkte Schweißausbruch, die Panikatacken, die Zuckungen usw. wahrscheinlich Begleiterscheinungen einer Schilddrüsen-Überfunktion. Wir werden nächsten Dienstag mein Blutbild untersuchen, dann wissen wir mehr.

Bis dahin versuche ich eure einschlaf-Tipps zu befolgen und möglichst selten allein zu schlafen.

Eine Frage hätte ich jedoch, die vielleicht etwas klischeehaft klingt:

Ich bin wirklich unheimlich verfressen, das ist kein Scherz. Zwar esse ich wenig, wenn Leute dabei sind aber ich bin eben ein Langeweile-Esser. Nun nehme ich aber nicht zu, manchmal sogar noch ab. Welch ein Segen. ;) Wird sich das ändern, falls sich herausstellt dass ich eine Überfunktion habe und diese behandeln lasse? Man hört ja oft davon und muss sich ja vorbereiten.

Ich danke euch. :)

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