was sind psychosomatische Magenschmerzen, kann man da etwas dagegen machen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst einmal sollten organische Ursachen ausgeschlossen werden. Mir scheint, diesbezüglich bist Du noch nicht "durchuntersucht" (sh. Deine Frage nach Magenspiegelung). Auch solltest Du Dich erst noch auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersuchen lassen, ehe die Diagnose "psychosomatisch" gestellt wird.

Trotzdem Du offenbar nicht mehr gemobbt wirst, scheinst Du auf dem Internat nicht recht glücklich zu sein. Wenn Deine ganzen Beschwerden wirklich "nur" daher kommen, dann solltest Du mit Deinen Eltern über Alternativen sprechen (andere Schule oder anderes Internat).

wo kann ich mich da untersuchen lassen? Allergologen? hab eine Blutabnahme gemacht, reicht das nicht??

0
@dave123

Bei welchem Arzt warst Du denn wegen Deines Magens? Geh wieder dorthin und lass noch eine Magenspiegelung machen. Falls er Internist ist, sollte er Dir auch betr. Nahrungsmittelunverträglichkeiten helfen können.

0
@evistie

hab noch garkeine Magenspiegelung gemacht, aber werde wahrscheinlich noch eine machen. wie macht man so einen Allergie-Test? Tut mir leid das ich so viel frage, aber hab so was noch nie gemacht.

0

Hallo dave123!

Unter einer psychosomatischen Störung versteht man psychische Probleme wie chronischer Stress, berufliche Überforderung oder auch private Konflikte. Die sich in organischen Erkrankungen ausdrücken.

Heute leiden mindestens 25% der deutschen Erwachsenen einmal oder dauerhaft an psychischen oder psychisch mitbedingten Beschwerden.

Da du selbst schon vermutest, dass deine Bauchschmerzen psychosomatisch sind, kann ich dir nur raten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen!

Antibiotika ist meine Meinung nach nicht geeignet, um Störungen im Magen-Darm Trakt zu kurieren. Im Gegenteil, ich kenne Menschen, die haben mit dem Darm erst richtig Probleme bekommen, als sie Antibiotika eingenommen haben. Du vermutest, dass es seelische Ursachen sind, die deinen Magen strapazieren. Das kann durchaus sein. Dann käme für mich, an deiner Stelle, nur noch ein Wechsel der Schule in Frage. Du willst doch nicht noch jahrelang mit diesen Beschwerden 'rumlaufen, oder? Sprich mit deinen Eltern, die werden dir helfen können. Lg.

Hallo dave123,

du hast bereits gute Antworten erhalten; hier eine Ergänzung zu Psychosomatik:

Bei einem Viertel der erwachsenen Bevölkerung treten psychisch verursachte Erkrankungen auf. Die Medizin der letzten 200 Jahre ist oft rein auf den Körper bezogen. Dieses Vorgehen stößt derzeit an seine Grenzen, denn der Mensch besteht aus Körper und Geist.

Die Verhaltenstherapie ist bestens geeignet, den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen, denn sie kommt aus der Psychologie und aus der Medizin. Typische psychosomatische Krankheiten sind Ängste und Paniksyndrome, negative Gefühle, Essstörungen, funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, rheumatoide Arthritis oder sexuelle Funktionsstörungen.

Die verhaltenstherapeutische Psychosomatik hat für diese und weitere Krankheitsbilder praktische Behandlungsmodelle entwickelt.

Besonders wichtig ist auch der Zugang zu den Gefühlen.

Mein RAT: Nach Ausschluss organischer Ursachen Aufsuchen eines entsprechenden Spezialisten; dieser dürfte nicht schwer zu finden sein - Frag doch einfach mal deinen Arzt.

Liebe Grüße, Alois

Was möchtest Du wissen?