Was sagt ihr zu den Operationsrobotern Davinci?

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5 Antworten

Es ist viel weniger ein Problem des "verzitterns", als vielmehr, daß häufig genug die OP -egal ob mit Davinci oder konventionell- noch Tumorreste hinterläßt (die häufig halt erst der Pathologe nachweist). Diese sog. R1-Resektionen (R1 = mikroskopische Tumorreste sind verblieben) erfordern meist eine zusätzliche Strahlentherapie, um das Risiko eines Rezidives zu verringern.

Und dann hat man die Nebenwirkungen von ZWEI Therapiemethoden, obwohl eigentlich nur EINE nötig gewesen wäre.

Häufig ist -gerade angesichts der seit einigen Jahren verfügbaren Techniken (IMRT bzw. VMAT) eine primäre Strahlentherapie die deutlich bessere Wahl. Ob das der beratende Urologe (schon) so sieht, hängt wesentlich von seinem Informationsstand in Sachen moderne Strahlentherapie ab.

Jedenfalls ist eine Beratung entweder in einem Tumorboard oder eben bei einem Strahentherapeuten sehr sinnvoll, BEVOR die Entscheidung für eine Therapie getroffen wird. Davinci macht halt -entgegen der ursprünglichen Erwartung- nicht so den großen Unterschied. Wir bekommen immer noch viel zu viele R1-resezierte Patienten, die dann trotz OP noch eine Bestrahlung brauchen (und das eben unabhängig von der OP-Technik).

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Der Roboter ist vielmehr nur ein hochpräzises Werkzeug, welches als „verlängerter Arm“ des Operateurs fungiert und ihn durch besonders gute Visualisierung des Operationsgebietes und Bewegungsmöglichkeit der Instrumente unterstützt. Entscheidend für das Operationsergebnis bleibt also weiterhin die große Erfahrung des operierenden Teams.

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Es gibt z.Zt. fünf Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs: - Operative Totalentfernung der Prostata (z.B. mit Operationsroboter) - Brachytherapie ("innere Bestrahlung") - Externe Bestrahlung - HIFU-therapie Welche Methode die beste ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden, Aussagen wie "Strahlentherapie ist meistens besser" ist deswegen Unsinn.

Im Bereich der Prostatektomie (op. Totalentfernung) hat die roboterassistierte Methode mit dem "da Vinci Roboter" eindeutig und nachweislich Vorteile gegenüber der herkömmlichen Operationsart. Sehr viel hängt bei Operationsrobotern dabei von der Erfahrung des Operateurs und die seines OP-Teams ab: "It's the team, not the machine"

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Die ruhige Hand eines erfahrenen Chirurgen ist normalerweise genau so gut wie ein Roboter, da würde ich mir keine Sorgen machen. Die Fehlerquote liegt dabei im Promillebereich. Wenn hier Fehler unterlaufen, sind diese meist auf Übermüdung zurückzuführen - das passiert einem Roboter natürlich nicht, allerdings arbeitet ein Roboter nur so gut, wie die im Voraus angebrachten Markierungen gesetzt wurden.

Die Komplikationsrate bei OPs lassen sich übrigens in den Qualitätsberichten nach §137 der Krankenhäuser nachlesen. Die Kliniken sind ab einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, diese Zahlen alle zwei Jahre offenzulegen.

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Kommentar von beamer05
09.06.2013, 23:10

Die Fehlerquote liegt dabei im Promillebereich

Das ist leider nicht zutreffend, zumindest wenn man in der "Fehlerquote" die R1-Resektionen einschließt.

Und genau diese R1 (oder gar R2) Befunde führten dazu, daß meist eine Strahlentherapie angeschlossen werden muss.

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Bei meinem Onkel wurd das gemacht und das hat super funktioniert! Die Roboter sind einfach genauer als die Menschliche Hand! Und gerade die Prostata bietet sich dafür an. Da halte ich für eine sehr gute Idee!

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