Was passt bei meinen Blutwerten nicht?

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Für die meisten Laborwerte gilt, dass man sie vor dem Hintergrund einer klinischen Symptomatik betrachten muss. Leider wird nur allzu häufig die große "Laborflöte" abgenommen und wenn dann plötzlich ein exotischer Parameter pathologisch verändert ist, fangen die Probleme an. Da man den Wert jetzt nicht einfach "in den Skat drücken" kann, zäumt man das Pferd jetzt von hinten auf, da der Patient eigentlich gar kein passendes Beschwerdebild hat. ANA sind für so etwas typisch. 

Sie haben Beschwerden der Hände. Da kann was aus dem rheumatologischen Formenkreis dahinter stecken, muss aber nicht. Ein Rheumatologe ist jedenfalls schon mal der Richtige. Die ANAs sind im Sinne eines Screenings zu verstehen. Es gibt keine rheumatologische Erkrankung für die die ANAs 100% spezifisch sind. Es gibt ANA-negativen Lupus und umgekehrt unspezifisch erhöhte Werte ohne Krankheitswert.

Der Hämatologe ist ein Idiot, wenn er so etwas wirklich gesagt hat. Eine transiente Leukopenie/Lymphopenie hat nichts mit "Krebs" zu tun. Das kann bei jedem banalen Virusinfekt mal so auftreten.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. 

Es ist ja nicht so dass ich keine Symptome habe, meine Finger schmerzen, starke Müdigkeit, Teilweise herzschmerzen etc. Ich habe mit einfach Sorgen gemacht weil wegen einem schlechten Wert plötzlich ein so großer aufstand gemacht wird (natürlich bin ich froh dass der Arzt die Sache ernst nimmt aber ich bin halt verunsichert). 

Kann ein Ana Wert nach 2 Jahren plötzlich positiv sein, wenn die Symptome auch stärker geworden sind? 

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@sirala

Autoimmunerkrankungen werden im Laufe des Lebens erworben. Die Ursache ist unklar. Somit kann es natürlich vorkommen, das ein Autoantikörper, der zuvor negativ war, irgendwann nachweisbar ist. ANAs sind aber keine Verlaufsparameter, die die Schwere einer Erkrankung spiegeln. Sie sind vielmehr nur ein Hinweis, dass ein Autoimmungeschehen abläuft. Für fast alle rheumatischen Erkrankungen gibt es spezifischere Antikörper. Die entzündliche Aktivität lässt sich besser an anderen Parametern ablesen, oder eben klinisch beurteilen.

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Okkultes Blut im Stuhl und dennoch kein Darmkrebs?

Hallo :-( Nachdem ich auf meinem Stuhlgang Hell bis Ketchup Rotes Blut hatte seit 2 Wochen ging ich zum Arzt wo nach langer Untersuchung beim Hautarzt der auch für Enddarmerkrankungen spezialisiert ist 2 Hämoriden verödet wurden.

Soweit so gut, ich hab nun beim Stuhl Lassen zwar noch ein Leichtes Brennen was sich wie (wann man leicht scharf gegessen hat) anfühlt (aber laut Hautarzt noch ne Zeitlang normal wäre). Blut habe ich seit 5 Tagen sichtbar oben drauf zum Glück nicht mehr im Stuhl. Ich bin 27 Jahre alt. Allerdings kam bei einem Test des Hausarztes nun raus das Okkultes Stuhl in 1nem von 3 Testen nachzuweißen war in meinem Stuhl.

Allerdings hatte ich vor 2-3 Jahren eine Darm und Magenspiegelung hinter mir die Ohne Befund (außer viel Luft im Darm) abgeschlossen wurde. Schließlich wurde dann ein Reizdarm nach ewigem hin und her Diagnositiziert.

Sympthome die ich damals hatte und nun noch habe:

Ohne Blähende Lebensmittel gegessen zu haben nach Jeder Mahlzeit viel Luft im Magen, öfter Pupsen.

Früher bis 16 Jahre sehr oft sehr weichen Stuhl, nun seit 2008 ca sehr oft trotz viel Trinken sehr festen Stuhl.

2-3 Mal im Jahr Magenkrämpfe, die nach Fencheltee und etwas Bauchreiben weg gehen was ich als Verklemmte Luft diagnostizierte.

Schlappheit ab und an vorallem wenn ich nur 5-6 Stunden schlief, Konzentrationsschwäche und Herz fühlt sich schwer an und schlägt oft und stark. Nach 9-10 Stunden schlaf keine Probleme.

Sonst hab ich keine Sympthome.

Mein Stuhl ist oft Dunkelbraun (Anfang) am Ende (Hellbraun). Manchmal auch nur hellbraun oder nur Dunkelbraun.

Neulich hatte ich eine Durchfall Erkrankung die sehr seltsam war, es kam nie sonderlich viel raus und ich musste nur 2-3 mal am Tag (auf Toilette) doch trotz zwieback und bananen ging es nicht weg, also nahm ich nach 3 Tagen 2 Tabletten Loperamid.

Im Letzten Jahr nahm ich Loperamid sehr oft kann das Blut daher kommen, das das irgendwas im Darm Entzündete?.

Danke für eure Tipps. Darmkrebs ist in meiner Familie eig nicht vererbt, meine Mutter starb 2013 mit 56 Jahren an einem Nasennebenhöhlen Tumor, und mein Opa hat Prostata Krebs allerdings lebt er seit Jahren gut damit.

Darmkrebs ist mir nicht bekannt in meiner Familie.

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