Was müssen Menschen mit künstlichem Darmausgang im Alltag beachten?

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Grundsätzlich muss man einem Menschen nicht anmerken, dass er Stoma-Träger ist. Anders ist, dass sie am Bauch einen Beutel tragen, in den sich der Stuhlgang entleert. Da ein Stoma ständig transportiert, der Stuhlgang kann nicht "kontrolliert" werden, muss dieser Beutel regelmässig geleert werden. Hierfür benötigt der Patient eine gewisse Umgebung, wo sowohl ausreichend Platz ist als auch eine gewisse Sauberkeit herrscht. Hier kann jeder Stoma-Träger bei der CBF, Darmstadt e.V. einen Euro-Schlüssel erwerben, mit dem er Zugang zu öffentlichen Behindertentoiletten bekommt. Darüberhinaus wird jeder Stoma-Patient von einem Stoma-Therapeuten betreut, der ihn über alles wichtige und wissenswerte informiert und ihn sein Leben lang begleitet und betreut. Der Kontakt zum Stoma-Therapeuten wird schon vom Krankenhaus, direkt nach der OP, hergestellt. Hier kann der Patient auch Informationen und Selbsthilfegruppen bekommen. Nicht jeder Stoma-Patient ist ein Krebs-Patient und entsprechend der Grunderkrankung können hier Kontakte zu Gleich-Gesinnten bzw. -Betroffenen hergestellt werden was für einen Erfahrungsaustausch auch sinnvoll und hilfreich sein kann. Du solltest Deinem Bekannten offen und vorurteilsfrei gegenübertreten. Für ihn beginnt jetzt ein "neues" Leben, an das er sich selbst erst einmal gewöhnen muss und mit dem er sich auch abfinden muss.

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