Was macht man bei einem Fieberkrampf?

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3 Antworten

Hallo Mondschein75,

das ist ein Notfall, der Arzt ist unverzüglich zu verständigen !!

Es handelt sich um einen generalisierten epileptischen Gelegenheitsanfall mit Fieber höher als 38 Grad im Alter von etwa 6 Monaten bis 5 Jahre.

Er verläuft überwiegend tonisch-klonisch und tritt auf, wenn das Fieber ansteigt; er dauert meist ca. 10 Minuten, kann aber in Ausnahmsfällen auch bis zu 2 Stunden anhalten.

Voraussetzung für diese Bezeichnung ist, dass vorher nie ein afebriler Krampf auftrat.

THERAPIE: 1) Lockern der Kleidung

2) Atemwege freihalten

3) Gabe von Ibuprofen bzw. Paracetamolzäpfchen durch den Kinderarzt je nach Körpergewicht.

Liebe Grüße, Alois

Die Atemwege während des Krampfes freihalten ist nicht nötig und oftmals auch gar nicht möglich, da der/die Krampfende in der Zeit gar nicht atmet.

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@francis1505

Wie verhält man sich am besten bei plötzlichen Fieberkrämpfen?

Bei so einem plötzlichen Fieberkrampf muss man unbedingt Ruhe bewahren! Man sollte das Kind hinlegen, nicht aufheben oder an sich drücken. Dann beobachtet man das Kind zirka zwei Minuten lang, ob es am Körper symmetrisch oder asymmetrisch zuckt, schlaff oder steif (weich oder hart) ist, bewusstlos ist oder auf Ansprache reagiert, beim Berühren der Wimpern zuckt oder sich anmacht. Eine genaue Beschreibung ist für den Arzt sehr wichtig. Achtung: Man darf dem Kind nichts in den Mund stecken. Wenn es erbricht, sollte man es sofort in Seitenlage bringen, damit die Atemwege frei werden. Nach diesen zwei Minuten soll eine Rectiole Stesolid verabreicht werden. Bei massivem Stuhlabgang diesen Vorgang sofort wiederholen. Falls der Anfall nach weiteren 10 Minuten noch immer nicht aufgehört hat, das Stesolid noch einmal wiederholen. In einem derartigen Fall sollte man für einen raschen Transport ins nächste Kinderspital sorgen. Die Schädigung durch einen Fieberkrampf von 3 bis 5 Minuten Dauer ist relativ gering, besonders wenn mit Stesolid der Anfall relativ rasch gestoppt werden kann. Stesolid ist - so selten verabreicht wie Fieberkrämpfe auftreten - ein harmloses Medikament.

Dr.Hannelore Steinböck Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde (Neuropsychiatrie, EEG) in Wien

Quelle:

http://www.docs4you.at/Content.Node/Spezialbereiche/Infektiologie/fieberkraempfe.php

KEIN WEITERER KOMMENTAR !!!

Alois

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@Alois

Ich möchte mich ja mit niemandem hier streiten, aber wenn ich einem Krampfenden in den Mund lange, kann ich meine Finger auch in eine Brotschneidemaschine halten.

Sorry, in diesem Fall lasse ich meiner rettungsdienstlichen Ausbildung Vorrang.

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Hallo,

ein Fieberkrampf entsteht, wenn die Körpertemperatur sehr schnell ansteigt. Bei Kindern ist das auf Grund ihrer anatomisch/physiologischen Besonderheiten so, eine genaue Ursache konnte noch nicht herausgefunden werden.

Bei einem Erstgeschehen sollte auf alle Fälle eine Abklärung in einer Kinderklinik erfolgen. Eine medikamentöse Krampfunterbrechung ist meistens nicht nötig, da der Krampf bereits vorbei ist, bis der Rettungsdienst eintrifft. Das Fieber sollte im weiteren Verlauf aber unter ein gewisses Maß gesenkt werden, um einen erneuten Anfall zu verhindern.

Auf alle Fälle muss das Kind aber vor Verletzungen geschützt werden, d. h. Spielsachen zur Seite, evtl. Decke o. ä. unter den Kopf etc. Auf gar keinen Fall darf das Kind mit Gewalt festgehalten werden! Sonst kann es zu anderen Verletzungen kommen.

In dem Fall würde ich einen Notarzt rufen, denn bei einem Kleinkind kann das schon gefährlich werden.

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