Was macht man am besten mit Schürfwunden?

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Wie bei allen oberflächlichen Wunden reicht es aus, sie zu reinigen und nach Bedarf zunächst mit Verband oder Pflaster zu schützen. Manchmal bluten Schürfwunden nicht, sondern nässen, weil nur Lymphe austritt wenn nur die oberste Schicht verletzt ist. Eine sich aus Blut oder Lymphe bildende Rabe ist das "Pflaster der Natur".

Ein Pflaster schadet nicht, begünstigt die Heilung aber auch nicht. Gerade Schürf- und Schnittwunden soll man trocken halten, also nicht unter einem Verband feucht vor sich hin brüten lassen. Mit so kleinen Verletzungen kommt der Körper schon allein ganz gut zurecht, da muss man nicht viel machen.

Wenn es blutet, am besten ein Pflaster locker drauf, damit du deine Kleidung nicht versaust. Ansonsten ist es am besten, wenn du Luft dran lässt.

Hier ein Auszug aus einem Fernsehbericht: Wie heilt eine Schramme am besten: mit oder ohne Pflaster? An chronischen Wunden haben es Experten herausgefunden: Sie schließen sich besser mit einer Wundauflage. Dafür gibt es einen praktischen Grund: Mit dem Blut, das die Stelle von innen reinigt, gelangen weiße Blutkörperchen und Blutplättchen in die Wunde. Sie verkleben zu einer Art Pfropf, der die Verletzung nach außen hin verschließt. Wenn die offene, nicht mehr blutende Stelle mit einem Pflaster abgedeckt ist, kann die feine Kruste nicht mehr so leicht abgerissen werden. Außerdem dringen von außen keine Keime ein, die eine Entzündung verursachen könnten. Dort wo es fließt, kann neue Haut leichter wachsen. Im besten Fall bleibt nicht einmal eine Narbe zurück

Der wichtigste Grund: Eine Wundauflage sorgt dafür, dass die Wunde länger feucht bleibt. Gelbliches Wundsekret fließt in die Verletzung ein. Es ist Transportmittel für eine Vielzahl von Substanzen wie Enzyme, Antikörper, Hormone oder Wachstumsfaktoren, die für den Heilungsprozess verantwortlich sind und dafür sorgen, dass sich neues Gewebe bildet. Je weniger davon eintrocknet, abgetupft oder weggeschwemmt wird, desto besser verläuft die Heilung. Würde die Wunde komplett an der Luft austrocknen und verschorfen, könnte darin nichts mehr fließen. Dicker Schorf wäre auch ein Hindernis für die Bildung von neuer Haut. Doch das ist eines der wichtigsten Prozesse bei der Wundheilung. Narbengewebe, sogenanntes Granulat, füllt die Wunde von unten und vom Rand her auf. Neues Bindegewebe bildet sich, die Wundränder ziehen sich zusammen und verschließen sich.

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