Was kann man tun, um die Beschwerden bei Reizung des Ischiasnervs (Ischialgie) zu lindern?

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Bei einer Reizung des Ischiasnervs (Ischiasnervreizung, Ischialgie) entstehen Schmerzen, die meist vom Kreuzbein über das Gesäß auf der Rückseite des Oberschenkels bis zur Kniekehle ziehen. Die Bezeichnung Ischialgie wird jedoch ebenso wie Hexenschuss (Lumbago) häufig als Sammelbegriff für alle Nervenschmerzen im Bereich der Beine verwendet.

Druck oder Entzündung können die Nervenfasern an verschiedenen Bereichen ihres Verlaufes reizen, sodass es zu einer Ischiasnervreizung kommt. Dadurch entstehen Schmerzen, die typischerweise immer nur in ein Bein ausstrahlen.

Verschiedene Erkrankungen wie Druckschäden ( z.B. Bandscheibenvorfall, Tumore, Metastasen, entzündliche Schwellungen oder Blutungen) können zu einer Ischiasnervreizung führen und Schmerzen verursachen. Dabei kann mechanischer Druck oder eine Entzündung den Nerv auch schädigen.

Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird und eine Ischiasnervreizung auslösen kann. Sie führt unter anderem zu einer schmerzhaften Entzündung der Nervenwurzeln.

Die Verursacher der Gürtelrose (Herpes zoster) sind Viren. Sie überleben in den Nervenwurzeln und breiten sich von dort bei einer Abwehrschwäche erneut aus, wobei sie die Nerven entlang wandern. Sind die Wurzeln des Ischiasnerven befallen, treten starke Schmerzen an der Oberschenkelrückseite auf und unterhalb des Knies bilden sich juckende Bläschen.

Patienten mit einer durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufenen Ischiasnervreizung müssen heute keine Bettruhe mehr einhalten. Nur bei extremen Schmerzen wird für einige Stunden täglich eine schmerzentlastende Beinhochlagerung (Stufenbett) empfohlen.

Wärmeanwendungen entspannen die Muskulatur und verbessern die lokale Durchblutung, was die Beschwerden einer Ischiasnervreizung lindert. Akute Beschwerden werden meist mit Medikamenten gelindert. Die Nervenzellen "lernen" sonst den Schmerz (Schmerzgedächtnis).

Gleichzeitig beginnt die Krankengymnastik (Physiotherapie): Sie zielt anfangs vor allem auf einen Linderung der Schmerzen ab; später steht die Kräftigung der Muskulatur im Fokus.

Bei einer Ischiasnervreizung durch Borreliose wird eine zwei- bis dreiwöchige intravenöse Antibiotika-Therapie mit Cephalosporinen, Penicillin oder Doxycyclin durchgeführt. Antivirale Medikamente (Virustatika) werden gegen die Schmerzen bei einer Gürtelrose im Bereich des Beines eingesetzt. Abszesse, die eine Ischiasnervreizung ausgelöst haben, werden unter gleichzeitiger antibiotischer Behandlung chirurgisch entfernt.

In den allermeisten Fällen kann die konservative Therapie einer Ischiasnervreizung durch Bandscheibenvorfall (physikalische Maßnahmen, Physiotherapie und Einnahme von Medikamenten) die Schmerzen vertreiben. Auch Operationen bieten eine sehr gute Prognose. Allerdings sollten Arzt und Patient zuvor sorgfältig die Vor- und Nachteile des Eingriffs besprechen.

Quelle: netdoktor.de

Ich hoffe, du bist in Behandlung und bekommst auch Schmerzmittel (Ibuprofen). Diese lindern nicht nur den Schmerz, sondern entspannen auch die Muskeln. Wenn es aber schon fast zu einer Lähmung des Beines führt, sollte schon ein Operation ins Auge gefasst werden. Aber das muss ein Orthopäde entscheiden.

Hallo, ich bin 56 Jahre jung und habe ca. 1 Jahr im Brustwirbelbereich Schmerzen. Manchmal mehr manchmal weniger. ?

Gegen die Schmerzen nahm ich über 4-5 Tage Ibuprofen 600 da ich dachte es wäre eine Entzündung an der Brustwirbelsäule. Das hatt auch immer geholfen dass die Schmerzen und das Problem aufhörten. Die letzte Zeit kommen die Schmerzen häufiger, und Ibuprofen schlägt mir auf den Magen wie Durchfall. Mein Hausarzt hatt mir jetzt gegen die Schmerzen Novaminsulfon 500mg verschrieben, die die Schmerzen zwar lindern, aber nicht das Problem beheben. Zur Vorgeschichte: September 2004 hatte ich einen schweren Arbeitsunfall,wobei mir eine Asphaltwalze bei der Arbeit über den linken Unterschenkel fuhr. Seit diesem Unfall ist mein linkes Bein ca. 1cm kürzer und trage im linken Schuh eine 1cm hohe Schuherhöhung mit Abrollhilfe. Ich bin seit diesem Unfall ca. 11Jahre in Physiologischer Therapie.(Manuelle Therapie, Krankengimnastik, u. Masagen). Vor ca. 1Jahr wurde bei mir ein CTG und eine Kernspinntomograpie der Brustwirbelsäule gemacht, wobei mir der behandelnte Arzt nach dem Ergebnis sagte, es wäre kein Bandscheibenvorfall und keine Bandscheibenvorwölbung. Er meinte ich hätte im Brustwirbelbereich eine Scoliose und eine bestehende Arthrose. Darauf hin ging ich mit dem Ergebnis zu meinem Hausarzt, ich solle meine Rückenmuskulatur aufbauen, öfters schwimmen gehen, bei Schmerzen die von Ihm verordneten Schmerzmittel nehmen. Leider mache ich das schohn längere Zeit und es hilft nur zeitweise. Die letzten 4 Wochen ist das Problem mit meinem Rücken wieder so erheblich mehr geworden, das ich teilweise nicht mehr weis wie ich mich ins Bett legen soll, weil noch zu den Schmerzen ein neues Problem dazu gekommen ist. Bei manchen Bewegungen, beim Sitzen oder liegen wie aus heiterem Himmel zieht es von der Brustwirbelsäule in die Herezgegend oder in die Brust. An manchen Tagen mehr oder weniger. Am schlimmsten für mich ist es wen ich zu Bett gehen will und kann wegen des Stechens oder Ziehens nicht einschlafen. Habe zur Zeit erhebliche Schlafprobleme und kann mich bei der Arbeit nur schlecht konzentrieren. Mein Hausarzt meinte es wäre das Wirbelgleiten das ich spüre. Er hatt mich jetzt wieder zu einem Orthopäden überwiesen um der Sache auf den Grund zu gehen. Auch wen ich Schmerzmittel nehme, ist zwar der Schmerz für eine weile betäubt, aber das Zucken in die Brust oder in die Herzgegend besteht immer noch, was auch mein Hauptproblem ist. Ich habe noch ein andres Gesundheitliches Problem, die Refluxskrankheit, wobei sich der Schlissmuskel zu meinem Magen nicht mehr richtig schliest und Magensäure in die Speiseröhre fliest, ich dachte es könnte mit meinen Rückenproblemen zusammen hängen,weil der Mageneingang in Höhe der Brustwirbelsäule liegt und durch Rückflus von Magensäure eine Endzündung des Speisenröhreneingangs zum Magen entstehen kann und dieses Ziehen und Stechen auslöst.Gegen den Reflux nehme ich 20mg Omeprazol das die Magensäurebildung hemt. Wer hat änliche Probleme oder Symtome und kann mir diesbezüglich weiterhelfen, oder Ratschläge geben. Ich wäre sehr dankbar

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Hoffnungslos...LWS/Beine/Füße?

Hallo zusammen,

ich wende mich erneut an dieses Forum, da ich langsam nicht mehr weiter weiß :-( Bekomme fast zweimal die Woche einen Heulkrampf, weil ich die Situation einfach nicht mehr aushalte.

Ich beschreibe mal kurz, was los war/ist:

  • Mitte Januar: Kribbeln/Ziehen/Reißen im linken Fuß und in der Wade, hinzu kamen Muskelzuckungen und Schmerzen von der LWS über das Gesäß bis zur Wade und in den Fuß. Zwischendurch war mein linkes Bein auch mal taub, besonders Sitzen bereitete mir Probleme. Irgendwie gesellte sich das rechte Bein auch dazu, allerdings mit weniger Schmerzen und Kribbeln.
  • Mitte Januar: Orthopäde, er vermutete das Piriformis-Syndrom. Er verschrieb mir Physio und das Medikament Ortoton. Von dem Medikament wurde mir zwar schwindelig, aber die Muskeln entspannten sich und das "Kirmesgefühl" in meinen Beinen wurde tatsächlich weniger...
  • Mitte Februar: Physio brachte keine langfristige Besserung (nur Massage...) Daher ging ich nochmal zum Orthopäden und es wurde ein MRT gemacht. Alles ok, kein BSV. Es wurde auch ein Beckenschiefstand und eine beidseitige Hüftdysplasie festgestellt, jedoch ohne Zusammenhang zu den Beschwerden.
  • Anfang April: Osteopathie, sie versuchte den Beckenschiefstand zu richten, allerdings erstmal mit wenig Erfolg. Die linke, schmerzende Seite sei total verspannt und der Beckenbereich ist sehr starr/bewegt sich nicht mit. Nach den Behandlungen war alles gut, später Zuhause alles wieder beim Alten.
  • Anfang Mai: Neurologe, EEG und EMG ohne Befund. Auch alle anderen typischen Tests waren ok. Es muss von der LWS her kommen.
  • Mitte Mai: Neuer Orthopäde, der zudem ein Hohlkreuz feststellte und eine Hypermobilität (?). Meine Muskeln seien sehr schlaff und der gesamte Bereich ist nicht stabil. Zunehmend beim Aufstehen Knacken im LWS-Bereich.
  • Ende Mai: Neuer Physio, der alles ähnlich sieht und auch denkt, dass ein leichtes Wirbelgleiten vorhanden ist. Auch Claudicatio spinalis vermutet er. Deshalb wird es in sitzender oder liegender Position besser...Habe viele Übungen für Zuhause bekommen, die mir sehr viel Muskelkater beschert haben.

Derzeit habe ich immer wieder typische Ischiasbeschwerden, mal mehr mal weniger. Das Kribbeln und die Zuckungen (vor allem Fußsohle) habe ich verstärkt, wenn ich den ganzen Tag auf den Beinen bin. Lege ich mich hin oder setze ich mich, werden die Probleme weniger. Schlafen auf der Seite enspannt sehr, morgens ist es meistens super.

Habe zudem noch probiert: Schwimmen, Yoga, Sitzkissen, Magnesium, Vitamin D, Vitamin B Komplex, angepasste Schuheinlagen, Gymnastikübungen Zuhause, Faszienrolle...ich weiß nicht mehr weiter :-( Blutuntersuchungen (Schilddrüse und Borreliose) und Gyn-Untersuchung auch super!

Das Einzige was hilft, ist hinlegen. Davon geht es nicht ganz weg, aber es wird deutlich reduziert. Am WE Zuhause, wenn ich auch mehr sitze odr liege, sind die Symptome auch verringert.

Wie bekomme ich das Problem in den Griff?

Danke!

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Beide Hände und alle Finger seit September 2013 stark und schmerzhaft geschwollen

Zu meiner Person: ich bin männlich und 65 Jahre alt und ich spiele sehr viel Golf (dabei werden unter anderem auch die Hände stark beansprucht).

Seit Ende September 2013 habe ich stark geschwollenen Finger und Hände, betroffen sind beide Hände und alle Finger. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand "kribbeln" manchmal. Die stärksten Schmerzen treten morgens auf. Bei Einnahme einer Tablette Voltaren Resinat sind die Schmerzen für ca. 2 Tage gelindert. Die Beschwerden haben sich seit dem Beginn verschlechtert.

Möglicherweise hängen diese Beschwerden auch mit einem Schnappdaumen (Januar 2013) und 2 Schnappfingern (Sommer 2013) zusammen. In beiden Fällen trat nach einer Cortison Infiltration Besserung ein.

Bis November 2013 nahm ich wegen einer Polymyalgia Rheumatica über mehrere Jahre Cortison ein (die meiste Zeit allerdings in kleinen Dosen 3 bis 5mg Prednisolon)

Wegen erhöhtem Cholersterinspiegel nehme ich Inegy 10/40 ein.

Folgende Untersuchungen bzw. Behandlungen wurden wg. der Probleme mit den Händen durchgeführt:

  • Karpaltunnelsyndrom - negativ
  • Rheuma - negativ
  • Borreliose - negativ
  • CT rechte Hand - entzündete Beugesehnen und Schwellung beider Hände
  • Röntgen rechte Hand - keine Auffälligkeiten
  • Skelett Szintigraphie - keine Anzeichen für Polyarthritis, jedoch beginnende Arthrose an unterschiedlichen Gelenken (Schulter, Knie ...)
  • Cortison Stoßtherapie, eine Woche 20mg täglich, danach ausgeschlichen - -keine Besserung
  • Cortison Infiltration in einen Finger - Besserung für 3 Tage an dem Finger (dem Cortison war ein Schmerzmittel beigemengt - die Besserung kann auch darauf zurückgeführt werden)
  • Cortison Infiltration linkes Handgelenk - das "kribbeln" Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand ist verschwunden, alle anderen Beschwerden bestehen weiterhin.
  • Diverse Besuche bei Physiotherapeuten und Osteopathen ohne Befund

Internist, Rheumatologe und Orthopäde sind scheinbar mit ihrem Latein am Ende.

Vielleicht hat ja hier jemand die "zündende" Idee ?

Vielen Dank im voraus und einen guten Rutsch ...

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Darmkrebs mit 19 Jahren?

Guten Abend,

ich bin vor wenigen Wochen 19 Jahre jung geworden. Ich studiere seit letztem Jahr und ich habe endlich das Mädchen meiner Träume gefunden!

Seit ca. 3 Monaten habe ich oft Magenkrämpfe. Es sind stechende Schmerzen die in Abständen auftreten (je nachdem, alle 2, 5 oder auch 15 Minuten). Daraus resultiert oft Durchfall. Das war immer einmal die Woche der Fall.

Doch seit zwei Wochen ist es fast täglich. Allerdings keinen Druchfall! Zu meinen aktuellsten Beschwerden gehören:

  • Unwohlsein im Bauchbereich
  • gelegentlich, leichte Bauchschmerzen
  • Stuhlgang braucht etwas länger, manchmal mehrmals täglich

Der Stuhlgang ist normal. Ich denke die Farbe ist nicht auffällig, hellbraun. Auch Blut oder Schleim konnte ich nie entdecken. Allerdings ist der Kot manchmal etwas "schmaler", sprich kleinere Portionen. Aber das wechselt. Bei einer Magenspiegelung wurde lediglich eine leichte Reizung der Magenschleimhaut festgestellt. Stuhlprobe, Blutprobe und weitere Tests werden folgen. Mein Hausarzt hat eher Morbus-Crohn im Verdacht, allerdings wurde mir ausdrücklich gesagt, dass das nur eine Vorsichtsmaßnahme sei, damit ich auch ja gut durch gecheckt werde.

Die Beschwerden treten eigentlich nur im Zeitraum von Morgens bis Mittags (selten Nachmittags) auf. Manchmal kündigt sich der Stuhlgang mit einem leichten Stechen an, was aber nach dem Gang auf die Toilette sofort wieder verschwunden ist.

Ich bin nach langem wieder sehr glücklich, bis auf diese Sache in meinem Leben. Ich liebe meine Freundin über alles, sie bedeutet mir unendlich viel. Ich habe fürchterliche Angst dass eine solche Hiobsbotschaft mein Leben zerschmettert. Ich weiß eben auch nicht inwiefern die Psychosomatik eine Rolle spielt, da ich oft diese Probleme miteinkalkuliere und somit seit einigen Wochen Probleme mit dem Ausgehen hab.

Ich verzichte auch oft auf Schokolade, Koffein, Alkohol und Käse. Ebenso auf Früchte und Säfte. Ich bezweifel dass es eine Unverträglichkeit ist.

Ich erwarte hier keine Diagnose, deswegen gehe ich ja zum Arzt. Aber ich bin was so etwas angeht ein sehr empfindlicher Mensch und hoffe hier einfach auf ein wenig Aufheiterung. Vielleicht kann mir ja jemand sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, ob ich Darmkrebs haben könnte. Ich habe fürchterliche Angst davor!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und hoffentlich konstruktive Antworten!

Liebe Grüße

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