Was kann man tun (Übungen etc.) damit man sich nicht wieder die Schulter auskugelt?

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3 Antworten

Also deine Schulter wird ja geschwächt sein. Wie wärs wenn du dir Unterstützung holst... zB von einem Fitnesstrainer oder so. Der kann dir da weiterhelfen. Die werden dir spezielle Übungen nennen, die nur auf deine Schulter aus sind.

Das Problem bei einer Schulterluxation ist, dass die Bänder nicht mehr so fest sind. Und da die Schulter ein bänder- und muskelgesichertes Gelenk ist, ist das hier sehr kritisch. Außerdem gibt es Begleitversetzungen bei Schulterluxationen: Die Hill-Sachs-Läsion; Impressionsfraktur am Oberarmkopf, durch die sich der Arm immer wieder heraushebeln kann. Die Bankart-Läsion; Abriss einer knorpelähnlichen Struktur, die die Gelenkpfanne vergrößert und so den Kopf normalerweise auch sichert (Labrum glenoidale). Durch diese drei Dinge kann es nach erstmaliger Luxation immer wieder zu Luxationen kommen. Die letzten beiden kann man nur operativ behandeln. Um die Instabilität durch Band- und Muskelschwäche in den Griff zu bekommen, empfehle ich dir, dir einen Physiotherapeuten zu suchen. Denn es ist schwer, dir hier im Internet Übungen zu geben, die für dich gut sind und dass du sie rcihtig ausführst. Viel Erfolg!

Man unterscheidet Schulterluxationen (Schulterverenkung/Auskugeln der Schulter,) hinsichtlich ihres Entstehungsmechanismusses. Demnach gibt es:

  • Traumatische (= verletzungsbedingt) Schultergelenksluxationen, als Folge eines direkten Unfallereignisses.

  • Von einer posttraumatisch rezidivierenden Luxation spricht man, wenn es nach einer primär rein traumatisch bedingten Schulterluxation bereits bei geringen Traumen zu wiederkehrenden Verrenkungen kommt.

  • Atraumatische Schultergelenksluxationen, die auch habituelle Schulterluxation genannt wird.

Hierbei kommt wiederholt sich das Herausspringen des Schultergelenkes ohne jegliches Trauma, beispielsweise bei der Ausführung gewohnheitsmäßiger Bewegungen.

Die Ursachen für die Entstehung habitueller Schulterluxationen sind anlagebedingt. Als Beispiel hierfür können angeborene Pfannendysplasien (= knöcherne Fehlform der Schulterpfanne ) oder angeborene schlaffe Bänder, etc. genannt werden.

Prävention:

  • Adäquate Ruhigstellung und konsequente Krankengymnastik nach der Erstluxation

  • Anpassung der körperlichen/sportlichen Aktivitäten, ggf. Meidung schulterbelastender Beanspruchungen

  • Ggf. auch frühzeitige operative Rekonstruktion zur Verhütung von Reluxationen (= wiederholte Ausrenkung eines Gelenks )

(http://www.dr-gumpert.de/html/schulterluxation.html)

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